REISEBERICHT -April 2016

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Hier in Hiva Oa im Hafen bin ich angelandet

 

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Das waren die Tagesetappen, von Panama über Galapagos bis die Hälfte der Strecke zu den Marquesas

 

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Die 2.Hälfte

 

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Besuch auf der Insel

 

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In einem Dörfchen mit nur ein paar Häuser. Alles ist sehr sauber und gepflegt.

 

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Ein solches Haus kann man vom Staat Frankreich erwerben für 3000€.

 

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Die Kirche, das wichtigste Gebäude im Dorf

 

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Einfach aber schön eingerichtet

 

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Bei der Kanzel hat sich jemand sehr viel Mühe gegeben

 

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Blick hinaus nin die Bucht

 

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Die SAMANTHA vor Anker

 

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Delfine kommen zu Besuch

 

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Ein ganzes Rudel

 

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Die Bucht im Norden von Hiva Oa. Turm-Bucht heisst sie, wegen diesem Felsen

 

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Die Bucht

 

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Ein schöner Fang. Weisser Tuna von 1,10 m

 

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Kirchlein in einem anderen Dörfchen

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Ein Friedhof, mit sehr reich geschmückten Gräber

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Die Insel Oa-Pou mit diesen markanten Felsgebilden

 

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Bei der Hafeneinfahrt

 

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Und eiun Blick zurück bei der Ausfahrt

 

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Rudy der Wanderer. Auf dem Weg zum Wasserfall

 

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Eine Jungel-Landschaft

 

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Richtiges Dickicht. ob die hier das Mikado erfunden haben ?

 

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Bäume, wie ich sie auch im Jungel von Peru gesehen habe

 

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Natur pur

 

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Die Schlucht zum Wasserfall

 

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Mehrmals müssen wir den Bach durchqueren

 

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Wieder so ein Baum

 

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Der obere Teil des Wasserfalls. Es soll der 2.höchste der Erde sein.

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Der untere Teil, Ziel unseres Ausflugs.

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In der nähe der Hütten, ist es bunt und hat viele Früchtebäume. Grapefrucht, Orangen, Bananen, Papaya, Mangos, und vieles mehr wächst hier.

 

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Ein Papaya-Baum

 

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Auch ein Kirchlein darf nicht fehlen.

 

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Zu Tisch bei den Einheimischen.

 

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Typischer Frühstückstisch auf der SAMANTHA

 

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Und so sieht es aus wenns wie aus Kübeln schüttet. Nach 10 Minuten ist alles vorbei.

 
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Besuch einer ganzen Truppe von Delphinen, ca 25-30

 

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Sie spielen lange Zeit mit der SAMANTHA

 

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Fakarava kommt in Sicht

 

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Beim Einlaufen wird es schon dunkel

 

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Rudy als Pizzabäcker versucht es mit einer Calzone

 

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Die Bucht

 

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Der Strand ist voller Korallen

 

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Der Landesteg mit dem Kirchlein

 

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Die Kirche. Hier sind die Leute sehr religionsgebunden

 

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Schön ist sie dekoriert

 

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Ein herrschaftliches Haus

 

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Kunstvolles Geflächt aus Palmenblätter fürs Dach der Pergola

 

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Auch hier diese tropischen Blumen, die die Mädels in die Haare stecken

 

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Blütensamen ganz egenartig

 

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Das ist ein Baum der Urgewächse

 

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Kokospalmen wurden als Plantagen überall gepflanzt und sind nicht Urgewächs

 

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Das Versorgungsschiff kommt alle Wochen einmal

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Abendstimmung bei der Überfahrt nach Tahiti

 

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Tahiti kommt in Sicht

 

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Vor dem Hafen von Papeete, dem Hauptort

 

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Helle Strände...

 

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und schwarze Strände rund um Tahiti

 

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Für die Toten bauen die Häuschen auf den Friedhöfen

 

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Eine Kirche wie von einem Zuckerbäcker geschaffen

 

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Mooreau die nächste Insel

 

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In der Cook's Baie

 

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Blick vom Bellevedere-Aussichtspunkt

 

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Unten in der Bucht liegt die SAMANTHA

 

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Hier sind die Mobilantennen als Palmen getarnt. nicht eine schlechte Idee

 

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Nächste Insel. Die Insel Huahine, mit dem Felsen, der einen Pennis darstellen soll.

Elfeinhalb Stunden Zeitdifferenz mir der Schweiz. Das heisst, ich bin so ziemlich genau auf der anderen Seite der Erde.

 

1.4.2016

Es regnet und regnet, wie bei Meteo angesagt. Heute ist Innenreinigung auf dem Programm und Morgen ziehe ich weiter. Zwischendurch, als es einmal kurz aufhört zu regnen, hocke ich ins Dingi und fahre zum kleinen Hafen. Kaum vor dem Hafen stottert der Motor und stellt schliesslich ganz ab. Ich muss zur SAMANTHA zurückrudern und Benzin nachfüllen. Beim Anlegen bei der SAMANTHA schaue ich nicht genau hin und hopela, das Dingi hat sich selbständig gemacht und driftet in Richtung offenes Meer. Mit ein paar Pfiffen kann ich Gildas auf mein Missgewschick aufmerksam machen. Er kommt auch sofort angerauscht und bringt mir mein Dingi zurück. Danke.
Nun kann ich an Land. Hier geh ich zu Sopie, der mir noch Früchte schuldet. Mit einem ganzen Paket Orangen, und einer kleinen Flasche super gutem Honig, den Sopie selber macht und verkauft, ziehe ich wieder von Dannen. Wenn die Orangen so gut sind wie die Grapefruit von Philippe, dann kann ich mich ja freuen auf schöne Früchtedesserts.

 

2.4.2016

Halb sieben. Ich gehe an Deck und winke meinem Bootsnachbarn zu. Ich bin bereit zum Ankerheben. Er muss sich vom Platz bewegen, weil er direkt über meinem Anker liegt. Wir haben das so gestern abend abgesprochen. Das Manöver gelingt denn auch gut und ich fahre aus der Bucht, der nächsten Insel entgegen. Beim Auslaufen habe ich noch keinen Wind aber in einiger Entfernung kommt schöner Winde auf und ich kann wieder einmal herrlich segeln. Vor der nächsten Insel fange ich einen weissen Tuna, von 1,10 m Länge. Dann biege ich in eine schöne Bucht ein, mit klarem Wasser und ruhiger See. Das Ankermanöver gelingt auf Anhib, denn hier ist guter Sandgrund.
Erste Aufgabe : Fisch zerlegen. Das ist zwar eine rechte Sauerei aber es lohnt sich. Ein Stück rohen Fisch werde ich heute als Vorspeise geniessen. Nach einer Stunde Arbeit habe ich 4 lange Fillets, die ich in 10 mundgerechte Portionen schneide und in den Tiefkühler lege. Den Kopf und den Schwanz habe ich abgeschnitten und den anderen Fischen zum Frass hingeworfen. Auch ohen Kopf und Schwanz habe ich noch genug für 10 Mahlzeiten.
Nachdem auch das Cockpitt wieder sauber ist, gehe ich Schwimmen. Das Wasser hier ist sehr sauber (seit langem das erste Mal wieder) und ich kann bei 17 m Wassertiefe den Grund sehen. Mit den 30,5°C ist das Wasser praktisch gleich warm wie die Luft. Es ist herrlich.

 

3.4.2016

Nach einer guten Nacht mit wenig unterbrochenem Schlaf besteige ich nach dem Frühstück das Dingi und fahre an Land ins kleine Dörfchen Hapatoni. Hier ist alles wie ausgestorben, denn alle sind in der Kirche bei der Messe. Die ganze Gegend hier ist streng Katholisch. Ich strefe durch das Dörfchen,( wir würden es Weiler nennnen) und mache ein paar Fotos. Auch hier sehe ich die vorfabrizierten Häuser aus Frankreich importiert. Für 3000€ können die Bewohner ein 3-Zimmer Häuschen von Herr Hollande in Paris erwerben. Sie brauchen dann nur noch die Fundamente und die Anschlüsse an Strom und ev. Wasser zu machen. Was auffallend ist, hier in der ganzen Gegend, es ist sehr sauber. Kein Müll liegt irgendwo umher. Ganz im Gegenteil zur Karibik. Die Leute sind auch sehr freundlich. Eigentlich wäre es ganz nett hier, nur alleine.....
Ich hebe den Anker und segle weiter in die nächste Bucht, auch mit ein paar Häuschen, Vaitahu heisst es hier.
Das Anlanden mit dem Dingi ist sehr schwierig, weil es hier keinen Wellenbrecher hat. Am Betonpier steige ich 1 Meter hoch und runter. Es ist ein Balanceakt, den richtigen Moment zum Absprung zu erwischen. Hier in dem Weiler ist es auch wie im Letzten, ruhig und sauber.  Ich finde einen offenen Laden neben der Kirche und kaufe 2-3 Kleinigkeiten. Dann gehts zurück zum Boot und Ausfahrt zur nächsten Bucht. Die Honigmond-Bucht. diese ist sehr schön, Gelber Sandstrand und Palmen, aber man kann hier mit dem Dingi nicht anlanden, die Wellen sind zu hoch. Beim Versuch, an den Strand zu gehen fahre ich an einem Boot vorbei, das eine Schweizer Flagge trägt. Ich halte an und grüsse. Daniel und Nathalie, er aus Payern, sie eine Französin, leben hier auf dem Boot. Nach einem kurzen Schwätzchen vereibaren wir, dass sie zu mir zum Apéro kommen und mir gute Tips für die Weiterfahrt geben. Daniel ist schon seit 25 Jahren auf den Weltmeeren unterwegs und in Polinesien schon viele Jahre.
Um 1700 kommen die Beiden. Sie bringt einige selbstgebackene Bisquits mit. Ich venehme, dass er ein gelernter Bäcker-Konditor ist. Ich bekomme auch ein paar Tips, wie mein Broot noch besser werden kann.
Dann unterhaltenh wir uns über diue Weiterfahrt. Ich bekommen gute Angaben, wo ich in den Tuamoto Inseln ohne Gefahr anlanden kann. Ich waar nämlich schon soweit auf diese Inselgruppe, wegen den grossen Gefahren zu verzichten, was gamäss Daniel absolut schade wäre, denn dies seien die schönsten Plätze in Polinesien. 3 Orte notiere ich mir, die ich gefahrlos ansteuern kann. Dann geht die Theorie weiter, bis New Zealand. Auch für dort bekomme ich gute Tips. Daniel war schon 7 Mal in New Zealand und kennt sich aus. Die zum Apéro getrunkenen Whiskys haben sich gelohnt.

 

4.4.2016

Nach dem Frühstück hänge ich die Wäsche auf und bringe zu Papier was wir gestern Abend besprochen haben. Danach sieht mein zukünftiges Programm wie folgt aus:
° Bis ende Mai, anfang Juni, weiterfahren bis New-Zealand.
° Juli-September nach Hause.
°Oktober-November, reisen in Australien
°Dezember-Januar , Reisen in New-Zealand
°Januar- Weiterfahrt nach Darwin- Indonesien Singapour und Thailand
Aber... zuerst muss ich jetzt an New-Zealand denken.
Plötzlich höre ich jemanden rufen. Ich schau raus. Mein Schiffsnachbar hat mich gerufen, weil die Wäscheleine sich selbständig gemacht hat und samt einem Teil im Wasser liegt. Nicht so schlimm.Ich wasche die betroffenen  Stücke mit Süsswasser aus und hänge sie wieder auf
Danach hebe ich nden Anker und segle zur nächsten Insel, Hiva Oa, wo ich wieder vor dem Hafen den Anker setze. Auf dem Weg hierhin, bin ich in ein tropischzes Gewitter geraten, in dem ich vor lauter Regen nichts mehr sehen konnte. Aber wie immer, Gewitter gehen schnell vorbei, aber auch nach dem Anlegen regnet es alle paar Minuten. Im Boot muss ich alle Luken zulassen. Bei 32°C und 95% Luftfeuchtigkeit ist das wie in einer Sauna. Ich bin nass, als wäre ich direkt aus der Dusche gekommen. Nachmittags gehe ich zur Polizei um einzuklarieren. Es ist bald Zeit dass ich meine Ankunft in Frankreich melde. Ich finde auch noch einen gut bestückten Laden, der mit französischen Produkten aller Art voll ist. Hier kann ich mich mit Fleisch und Wurstwaren, Käse und vielem mehr eindecken. Auch kaufe ich noch bei Antoine, einem Einheimischen 4 von den super süssen Grapefruits. Nun kann die Reise weiter gehen. Morgen ziehe ich Richtung Norden weiter.

 

5.4.2016

Eine durchschaukelte Nacht habe ich hinter mir.
Es ist herrliches Segeln der Küste entlang bis an die Nordspitze der Insel Hiva Oa. Hier gleite ich in die Turmbucht, wo es allerdings auch leicht schaukelt, aber nicht so stark wie letzte Nacht.
Am Abend betrachte ich den Sternenhimmel. Es ist ein unbeschreibbares Bild. Hier, wo nur eine Hütte am Strand ist, wo die Bewohner ohne Strom und fliessend Wasser leben, stört kein Licht die Betrachtung des Himmels. Es hat Sterne ohne ende.

 

6.4.16

Vor 0600 wache ich auf, Hebe gleich den Anker und fahre los. Ich will heute zur nächsten Insel, und die ist etwa 60 SM nördlich. Damit ich vor Dunkelheit dort ankomme, muss ich vorwärts machen. Leider habe ich bis Mittag kein Wind und muss mich vom Motor schieben lassen. Das gibt mir aber die Gelegenheit während der Fahrt ein schönes Frühstück zu geniessen. Ich kann auch wieder einmal ein Stück Salami zwischen die Zähne nehmen. Mh.....

Punktlandung in Oa-Pou. 1 Stunde vor Dunkelwerden setze ich den Anker im Hafen. Hier liege ich ruhig. En neuer Schiffsanleger wird gebaut und die Häuser sehen alle recht Europäisch aus. Im Hafen herrscht sportlicher Betrieb. Vile von den lokalen Piroken, mit einem kleinen Ausleger und einem Paddel betrieben, fahren kreuz und quer umher, bis spät abends, sogar mit Stirnlampen beleuchtet. Dies scheint ein richtiger Sport zu sein. Die umgebenden Felsgebilde sind von atemberaubender Schönheit. Ansonst reizt einem hier nichts zu bleiben.

 

7.4.2016

Ich habe sehr gut geschlafen, werde aqber um 0630 durch den Baulärm geweckt. Leider ist der Wifi-Empfang hier so schlecht, dass ich mit Rita nicht vernünftig Skypen kann.
Nach dem Frühstück lege ich ab mit Ziel Nuku-Hiva, der nördlichsten, bewohnten Insel der Marquesas, wo auch der Hauptort dieses Gebietes liegt. Ich steuere aber noch nicht den Hafen an, sondern eine Bucht, westlich davon. Diese Bucht erreicht man durch eine Art "L". Einmal ums Eck, liegt am so ruhig wie in einer Badewanne. Schade, dass das Wasser nicht klar ist und mich nicht zum Baden reizt.
Von hier aus kannn man einen Ausflug machen zu einem Wasserfall. Es sei der Zweithöchste dieser Erde. Ich erkundige mich bei einem Nachbar nach dem Weg. Sie würden morgen den Ausflug machen und ich sei gerne eingeladen, mich ihnen anzuschliessen. Das lasse ich mir nicht 2 mal sagen. "Gerne, ich bin dabei."

 

8.4.2016

Um 0800 geht es los. Die Amerikaner und die Kanadier und ich fahren mit den Dingis in die nächste Bucht, ziehen diem Dingis an Land und marschieren los. Schon bei den ersten Hütten, kommt uns eine Frau entgegen und fragt, ob wir nach der Wanderung etwas essen möchten. "Ja, gerne" . Die Wanderung  bis zum Wasserfall nimmt zweieinhalb Stunden in anspruch. Es geht durch richtigen Jungle und absoluter Natur pur. Mehrmals müssen wir auch den Bach durchqueren, was aber eine wohltuemnde Abkühlung bringt. Am Fuss des Wasserfalls, sieht man leider nur den unteren Teil. Den oberen Teil konnten wir auf dem Weg dorthin zwischen den Palmen erspähen. Dieser Wasserfall soll der 2.höchste auf Erden sein.. Den Rückweg schaffen wir in weniger als 2 Stunden, dann setzen wir uns bei der Einheimischenfamilie an den Tisch, essen Brotfrucht, Reis und Crevetten an einer kokusnuss-Sauce. Es ist lecker und das für nur gerade mal 8 €.
Um 1700 kommen Bernhard und Annemarie, ein östreichisches Paar aus der Linzer-Gegend zum Apéro. Wir kennen einige gemeionsame Bekannte vom Segeln, schwatzen und ich bekomme gute Tips für meine Weiterfahrt. Am Nachmittag habe ich mein grosses Dingi sauber gemacht und gegen das Kleine ausgetauscht. Das Kleine kann ich hinten auf der Achterkabine festzurren und da sitzt es während den Fahrten wie eine kleines Entlein auf dm Rücken der Entenmutter. Ich bereite mich nun für die Überfahrt nach den nächsten Südseeinseln vor.

 

9.4.2016

Ich erwache, weil es draussen wie aus Kübeln giesst. Nach dem Frühstück hole ich den Anker hoch, grüsse nochmals die Östereicher und fahre aus der Bucht. Super Wind habe ich da draussen und so bin ich nach einer Stunde bereits in der nächsten Bucht, dem Hafen vor dem Hauptort von Französisch Polinesien, Taiohae. Ich muss 3 mal ansetzen bis dann endlich der Anker so hält, dass ich beruhigt bin. Kaum ist das Ankermanöver fertig, kommt ein Dingi angerauscht und bringt Heiner zu mir. Ein kleiner Schluck und wir fahren zusammen in den Hafen, gehen zu Kevin, dem Jachtservice-Mann um die Gasflasche auffüllen zu lassen. Danach kaufe ich noch etwas Bier und ein paar Eier ein, und natürlich 3 Baguettes, die ich dann wieder einfriere. Am Montag kann ich die Gasflasche wieder abholen. Bis dann muss ich die Zeit vertreiben. Für heute Abend lade ich Heiner zum Essen ein. Ich werde etwas Gutes kochen. Heiner hat auch noch Bücher zum Tauschen, was mir recht kommt, denn langsam geht mein Lesestoff zur Neige.

 

10.4.2016

Um 1000 fahre ich rüber zu Heiner, Zusammen gehen wir weiter in den Hafen und von dort aus machen wir eine nette Wanderung um die bucht und die nahe gelegenen Hügel. In einem Hotel, das über der Bucht tront, genbiessen wir ein Bierchen, dann gehts wieder zurück zum Hafen. Hier treffe ich auf Gildas, der vor einer Stunde eingelaufen sei. Wir verabreden uns fürs Nachtessen bei mir .
1730, Apérozeit, Gildas und Maiko trudeln ein. Ich mache Fisch, Polentawürfel gebraten, Blumenkohl an einer Bejamel-Sauce und als Vorspeise gibt es Gedünstette Crevetten an Grapefruchtfleisch. Es ist sehr lecker. Auch die selbstgemachte Zitronentorte, die Gildas fürs Dessert gebacken hat geniessen wir.

 

11.4.2016

Um 0900 hole ich die gefüllte Gasflasche bei Kevin ab. Ich bezahle gleichviel, fürs Füllen, wie ich in Puerto Rico für die Flasche, inkl Gas bezahlt habe, aber eben, Gelegenheit macht Diebe. Ich anderseits bin froh, eine Reserve zu haben, die mir bis New Zealand reiuchen müsste.

Dann nehme ich den Anker hoch, fahre unter Motor aus dem Hafen und setze die Segel mit Kurs auf die Tuamotos-Inseln.
Es ist eine gemütliche und ruhige Fahrt mit 5-6 Knoten und Wind querab.
Gegen Mitternacht werde ich vom AIS Alarm geweckt. Es kommt ein Versorgungsschiff genau auf mich zu. Wir sind auf absolutem Kollisionskurs. Ich rufe per Funk auf Kanal 16 an. Ich bekomme auch sofort Antwort. Der Kapitän sagt mir, dass er mich auf dem Radar sehe. aber sonst nicht. Dann bestätigt er dass er mich auch auf dem AIS sehe, aber wie gesagt keine Lichter. Ich mache die unteren Positionslichter und das Dampferlicht an. Daraufhin bestätigt er mir, dass er mich nun sehe. Ich bitte ihn, doch eine kleine Kurskorrektur nach Backbord zu machen. Daraufhin kreuzen wir mit einem Abstand von etwa 300 Meter. Der Rest der Nacht bleibt ruhig.

 

12.4.2016

Ein ganz ruhiger Tag. Es hat nur wenig Wind, so um die 9-10 Knoten und ich segle mit Balooner direkt vor dem Wind und erreiche so eine max. Geschwindigkeit von 4,5 bis 5 Knoten. Da auch die See recht ruhig ist, läuft die SAMANTHA wie auf Katzenpfötchen und es schaukelt kaum.
Ich profitiere von der ruhigen Lage und mache eine Wäsche, die ich im Saloon zum trocknen aufhänge. Am Abend ist alles trocken und kann versorgt werden.
Am Vormittag bekomme ich Besuch von etwa 25-30 Delphinen, die eine recht lange Zeit ihren Ballettanz um die SAMANTHA aufführen. Noch nie, ausser einmal in Griechenland habe ich so viele Delphine in einer einzigen Gruppe gesehen.
Vor dem Dunkelwerden will ich den Balooner einholen, denn der Wind hat wieder nach Backbord gedreht. Ich kriege den Balooner einfach nicht gelöst. Ich ziehe immer wieder den "Schlüssel" nach oben, drehe am Stag in verschiedenste Positionen. Keine Chance. Schliesslich löse ich das Genuafall ein bisschen, und siehe da, der Balooner lässt sich ausklinken und ich kann ihn bergen. So wie es aussieht ist das Teil, an dem die Genua und der Balooner befestigt sind ein wenig zu weit oben oder es hat zu viel Druck drauf. Gut zu wissen für's nächste Mal.

 

13.4.2016

Nachts bin ich nur 3 x aufgestanden, auf dem Radar konnte ich 3 Schiffe ausmachen, das nächste war allerdings auch 9 SM weg. Als dann um 1200 nichts mehr auf dem Schirm zu sehen war legte ich mich wieder ruhig hin und schlief an einem Stück bis 0500. So lange habe ich selten an einem Stück geschlafen, aber eben, die SAMANTHA lag so ruhig im Wasser, als wäre ich in einer Marina festgezurrt, und trotzdem machte sie dauern 4,5-5 KN Fahrt.
Tagsdurch geht es genau so ruhig weiter. Ich profitiere und ordne Bilder ein. So bringe ich die Präsentationen up-to-date und ergänze das File mit meinen Lieblingsfotos. Es ist ganz schön viel Arbeit all diese Fotos durchzukämmen und eine Auswahl zu treffen. Aber... ich habe ja Zeit.
Nach dem Mittagsschläfchen gehe ich in den MNotorraum, kontrolliere alle Ölstände, die Kühlmittelstände und die Keilriemen. alles ist in bester Ordnung. Dann kontrolliere ich den Hauptwasserfilter und wechsle den Vorfikter des Wassernmachers aus.
Aals nächstes nehme ich mir den Gasherd vor, reinige alle Brenner und freue mich daran, dass alle wieder saubere Flammen erzeugen.
Nachmittags sehe ich 3 Vögel die etwa 50 m neben der SAMANMTHA schwimmen. Endlich wieder mal etwas lebendiges.
Nach dem Nachtessen hocke ich noch im Cockpitt, lasse mich von dem etwas übere 30° warmen Wind umschmeicheln, geniesse die Stimmung, die 30 Minuten nach Sonnenuntergang immer noch rötlich am Horizont scheint. Danach kann ich den unbeschreiblichen Sternenhimmel auf mich einwirken lassen. Der Halbmond scheint wie eine grosse Laterne und lässt draussen eine Stimmung wie in der Dämmerung. Das sind Momente, die einem einen Seelenfrieden geben, den man zu Hause nie erleben kann. Kein Fernsehen, mit all den negativen Schlagzeilen von Krieg, Terrorismus und Unglücksfällen, korrupter Politik und sonst weiss was Schlechtem.
Hier ist französisch Polinesien. Was die Franzosen von diesem Flecken Erde haben, ist mir nicht klar. Ausser Kokosnüssen, die zu Öl und Fett verarbeitet werden, gibt es hier nichts. Monsieur Holland schickt bestimmt viel Geld hierher, damit sich die Leute, die dann bei den Wahlen Stimmen abgeben, in ihren Hängematten wohl fühlen können.
Meine SAMANTHA trottet mit ausgebaumten Segeln und nur leichtem Wind, langsam dem neuen Archipel der Tuamoto-Inseln entgegen.

 

14.4.2016

Langweilig ist der Tag. Nur so 4-6 Kn Wind und das ist zu wenig um vorwärts zu kommen. Dann kommt noch dazu, dass er ständig dreht. Mal von achterlich, mal querab. so dass ich ständig wechsle zwischen Besanfok und Balooner. Ich bin schon bald spezialist im Sondersegel setzten. Die Zeit geht bei diesem Tempo ebenfalls nicht vorbei und die Minuten schleichen nur so dahin, vergessen die Stunden, die sind zäh wie Kaugummi.
Der Abend ist dann allerdicgs wieder schön. Beim Sonnenuntergang und noch bis 2100 sitze ich im Cockpitt, geniesse den lauwarmen Wind, der meinen Body angenehm umschmeichelt und höre Musik. Von Hansi, über Freddy Quin und Edith Piaff sind alle von der Partie.
Heute Nacht müsste ich in die Nähe der ersten Insel der Tuamotos kommen. Ich werde dies beobachten müssen, denn ich will keine unfreiwillige Landung.

 

15.4.2016

3 Mal bin ich die Nacht aufgestanden um zu schauen wie ich mich der Inselgruppe nähere. Aber, Entwarnung. Die SAMANTHA läuft mit 2-3 Knoten nur, das heisst, ich bin bei Sonnenaufgang um 0600 immer noch nicht bei der ersten Insel. Ich kann dann auch nicht mehr schlafen und stehe um 0600 bereits im Cockpitt. Noch 1,5 Knoten Fahrt und 2 Knoten Wind, das ist nicht das, was ich brauche. Ich dreh den Motor an und hole die Segel ein. So bräuchte ich bis zu meinem ersten Ziel noch weitere 3 Tage!
Da ich beim Einlaufen in die Lagune auf Flut und Ebbe schauen muss, muss ich ganz schön Gas geben um die Einfahrt um 1730 zu passieren.
Schliessslich kommt etwas Wind auf. Neue Entscheidung: segeln oder motoren? Wenn ich weiter motore, dann komme ich noch heute an. Segle ich, wird es Morgen. Das heisst, heute Nacht würde ich um die Inseln herumsegeln, eine nicht ganz einfache Sache. Nein, ich motore weiter, auch wenn es mich 60 Liter Diesel kostet. Ich habe dann immer noch genug um bis Thaiti durchzukommen.
Um 1700 bin ich vor der Einfahrt, nervös wie ein Erstkommunikant vor seiner ersten Beichte. Die Wellen überschlagen sich. Es ist wie damals in der Strasse von Messina. Ich drehe ein und fahre gegen den Strom. Wo ist das Problem ? Ich habe so viel gelesen über diese Passagen, dass mir unwohl war. Die Einfahrt klappt ohne Problem. dann nehme ich Kurs auf das , Dorf, navigiere genau nach meinen Karten und erereiche den Ankerplatz kurz nach Sonnenuntergang. 60 Meter Kette lasse ich ausrauschen, zieh den Anker mit 3000 T/min ein, dann ist Feierabend. Jetzt habe ich einen Drink verdient, meine erste Anlandung in der Südsee.
Zum Abendessen habe ich eine Calzone al Tonno vorbereitet. Ich weiss nicht, was schief gelaufen ist, aber die ist so hart, dass ich richtig Mühe habe sie zu zerteilen. Andrè Rieux hilft mir mit seiner Musik, einem straffen Marsch.
Draussen ist es dunkel, und ich sehe nichts von der Umgebung, ausser ein paar Lichter, die auf ein Dorf schliessen könnten. Morgen werden wir sehen wo ich gelandet bin.

 

16.4.2016

Überraschung. Ich liege direkt vor dem Dorf, etwa 200 m draussen, Vor mir in 100 m Abstand liegt eine AMEL, die ich gestern vermeintlich direkt vor mir hatte. Nachts täuscht alles. Alles sieht viel näher aus als es sich dann am Tag zeigt. Das Wasser ist so ruhig, dass ich meine, die SAMANTHA stehe aufgebockt am Land. Unter dem Kiel habe ich 13 m Wasser, kann aber den Grund ausmachen. Rundum, zum Teil in rechter Entfernung, sind Inselteile mit Palmen zu sehen. Dazwischen lugen einige Häuser hervor, Auch hier sind es anständige Gebäude.
Heute esse ich das Frühstück wieder einmal draussen und lasse so mir die neue Umgebung auf mich wirken. Seit Langem , mache ich wieder einmal meine arabische Spezialität, Hummus, das Mus aus Kichererbsen. Es ist köstlich.
Gegen Mittag setze icg das Dingi ins Wasser, sattle den Motor drauf und fahre gemächlich zum Nachbarboot, ebenfalls eine AMEL, aber mit Französischer Flagge. Der Besitzer kommt an Bord und wir halten ein Schwätzchen. Er ist schon einenhalb Mal um die Welt, hat aber dafür 30 Jahre gebraucht. Immer 6 Monate Arbeiten und 6 Monate auf dem Meer. Mit Mr Holland müsste man befreundet sein ! Ich bekomme ein paar gute Tips, für meine Weiterfahrt. Es soll eine Schlechwetterfront mit starken Winden am Dienstag über die Gegend hinwegrauschen, also besser sich da gut geschützt hinzulegen. Da der Wind aus NW komme, kommt für mich mein letztes Ziel hier nicht in Frage, denn dort ist die bucht genau gegen NW offen. In Fakarava, müsste ich gut liegen.
Ein spazierer durchs Dorf. Auch wieder gleich , mit den Vorfabrizierten Häusern, wie in den Marquesas. Ich kaufe ein paar Zwiebeln und 4 Jogurt, das ist alles, was ich an brauchbarem gefunden habe. Die Lagune ist sehr schön, so typisch, wie in den Büchern. Rundum eine langezogenen Insel, in der mitte das Becken und eine Einfahrt. Die Insel, wie ein Fleischwurstring, ist hauptsächlich mit Kokospalmen bestückt. In der agnzen Lagund sind überall diese, für uns gefärlichen Korallenköpfe auszumachen, ausser in der ausgetonnten Fahrrinne, durch die ich hierhergefahren bin.
Am Abend geniesse ich Musik, leider aber ohne klaren Sternenhimmel, denn es ist recht stark bewölkt.

 

17.4.2016

Eine schlechte Nacht habe ich hinter mir. Ob es das 2. Glas Rotwein war, das mich nicht schlafen lassen wollte?
Drausssen sehe ich die Fahne am Heck, ganz leicht flattern. Ich habe hoffnung, heute genügend Wind zu haben um nach Fakarava zu segeln. Beim Anker aufholen ist es mir das erste Mal passiert, dass der Anker nicht hochkommen wollte. Scheinbar hat sich die Kette um einen Korallenstock gewickelt. Ich zihe und ziehe, plötzlich springt die Kette aus dem Rad und die ganze Ankerkette rauscht aus. Ich kann nur noch hoffen, dass die Schnur am Ende hält, sonst..... Gott sei Dank. Die Schnur hat gehalten und ich kann nun die ganzen 90 Meter einziehen. Schleisslich bin ich lös und nehme Kurs zur Passage. Wind.... nichts ist damit. Den ganzen Weg von ca 36 SM muss ich motoren. Ich mache das gar nicht gerne, denn mein Dieselvorrat schrumpft und schrumpft. Alle paar Stunden kontrolliere ich mit dem Zollstock, den Tankinhalt. Die elektronische Anzeige ist bereits auf Rot, das heisst auf Reserve. Mit dem Zollstock, kann ich aber genauer messen. Jeder Zentimeter auf dem Zollstock bedeutet noch 5,2 Liter. Es ist gut, ich komme bestimmt bit Thaiti, muss aber für die 2 Tage Überfahrt segeln können.Ab Donnerstag soll wieder guter Wind sein, dann werde ich die Überfahrt in Angriff nehmen. Es heisst also ganz klar: Wetter beobachten und sich danach richten. Gegen ense Nachmittag kommt Wind auf und ich kann noch 1 Stunde segeln, bis ich bei der Passage bin. Es ist halb Flut als ich durch die Passage muss. Die See ist ganz schön krabbelig und ich bekomme 4 Knoten Gegenströmung, aber mein Yanmar hat doch einiges im Körper, so dass ich die Pasage trotz der ungünstigsten Zeit spielend durchfahre. Danach kann ich wieder die Segel setzten und die nächste Stunde bis zum Dorf den Motor ausschalten. Just bei Sonnenuntegang bin ich vor dem Dorf und setze den Anker. Von Belafonte, dem Kanadier, mit denen ich am Wasserfall war, werde ich per Funk angerufen. Ich soll doch eine Boje nehmen und nicht ankern. Ich sehe keine Boje, die frei wäre. Er will mit dem Dingi mir helfen, eine Boje zu fassen. OK, er fährt nach Süden, und ich hinten nach. Mir ist nicht wohl, denn ich sehe kaum mehr etwas, schon gar nicht, wenn es Korallenköpfe hat. Russisches Roulette, nenne ich das. Nach einer kurzen Weile, kommt Jim und Bob, mir wieder entgegen. Die vermeintlichen Bojen sind besetzt und ich muss doch noch den Anker fallen lassen. Schliesslich hänge ich fest und sicher, aber es ist Dunkel und ich brauche einen Drink.

 

18.4.16

Ohne Alkohol zum Abendessen, scheinen sich meine Schlafgeister scheinbar besser zu fühlen. Eine gute 10 Stunden-Nacht habe ich hinter mir. Jetzt bin ich dabei, die Bagskisten im Cockpitt zu säubern und die Tauchflasche zu füllen. Thiery, ein Franzose von einem Nachbarkatamaran kommt vorbei. Er fragt, ob ich ihn eventuel mit zur nächsten Insel mitnehmen könnte, denn das Boot, auf dem er arbeitet, wird besetzt vom Besitzer und er ist für einige Wochen frei und möchte auf seinen Katamaran, der 2 Inseln nördlicher liegt. "Ja, für mich kein Problem." bestätige ich. Er fragt ob ich irgendwas bräuchte. "Ja, Diesel möchte ich, wenn ich den in diesem Dorf finde". "Wieviel brauchst du denn?" "Ja, so 40-50 Liter". "OK, ich habe 60 Liter auf dem Kat in Kanister,die kannst Du haben, als Geschenk". Ist das nicht wie ein Sechser im Lotto. So viel Glück, wie ich habe ist schon fast sträflich. Zudem lädt er mich heute Abend zum Nachtessen ein, da können wir das dann durchdiskutieren.
Nun sine 2 Boot losgefahren und es sind Bojen frei geworden. Ich handle schnell, hole den Anketr hoch und verlegen mich 100 m, angle eine Boje und binde fest. Ouff..., das ist ein nicht ganz leichtes Manöver wenn man alleine an Bord ist. Aber...es hat geklappt.
Später fahre ich ins Dorf, spaziere die lange Strasse entlang. kaufe 2-3 Kleinigkeiten ein und trinke in einer Bistro eine Cola und esse eine Creppe au Chocolat. Hier lerne ich eine nette New-Zealänderin kennen, die mir die Meteo-Neuigkeiten auf dem PC zeigt. Schlechtes Wetter soll Morgen und Mittwoch sein, ob das dann aber auch stimmt ? Sie kennt auch Iris und Martin von der Kalea, die scheinbar nach US hochgefahren sind. Ist die Welt der Segler doch klein. Jeder kennt jeden und ich bin auch schon dabei ein schönes Repertuar zu kreieren.
Zurück auf dem Boot, lese ich und sehe zu, wie ein Boot nach dem anderen hierher kommt. Alle wollen sich vor dem Schlechtwetter hier in Sicherheit bringen. Neben mir bindet die COZA an, ein Boot, das ich nun x-Mal in Buchten getroffen habe.
Es ist 1800 und ich müsste hinüber zu Thierry, aber es schüttet wie aus Kübeln. Ich warte noch einen Moment.
Nach einer halben Stunde ist es soweit, ich kann los. Das Dingi ist wie eine Badewanne, 10 cm Wasser haben sich angesammelt, ich bekomme nasse Füsse, aber was solls.Thierry tischt ein feines Nachtessen auf und danach setzen wir uns ins Cockpitt und rauchen eine Zigarre. Thierry bietet mir an, dass ich morgen mit einer Gruppe zum Hai-Tauchen gehen könne, aber mich reizt das nicht. Ich werde glaube ich alt und ängstlich.Viele kommen speziell hierher, aus der ganzen Welt, um zu Tauchen. Danke.

 

19.4.16

Ich warte auf Bericht von meinem Frauchen. Hat sie die Fussoperation gut überstanden ? Ich kann kaum ruhig hocken und fingere ständihg am Satelitentelefon herum.
Draussen scheint wieder einmal die Sonne und ich mache eine Wäsche. Es sollte doch, gemäss all den Internetfreaks heute schlechtes Wetter mit Sturm herrschen. Der Herrgott macht doch gerade was er will und kümmert sich einen Dreck um Wettervorhersagten im Internet. Für mich wieder einmal mehr der Beweis, dass ich das Wetter nehme wie es kommt. Seit Beginn der Reise habe ich mich einen Dreck darum gekümmert und bin bis jetzt sehr gut gefahren. Ich gehe an eine Korallenbank in der nähe um etwas zu schnorcheln. Es hat sehr schöne Korallen aller Farben und Formen und viele kleine Fische. Danach putze ich an der SAMANTHA um den Rost überall wegzumachen.I Ich bin erstaunt, dass hier alles mit Flugrost bedeckt ist und auch die Anker, in diesen Gewässern richtig rot werden. Irgendwas  muss in diesem Wasser sein, was den Edelstahl angreift. Das habe ich noch nirgenswo anders gesehen.
Nachmittags will ich an Land um etwas umherzuwandern. Gerade bin ich fertig, kommt plötzlich ein stärkerer Wind auf. Dann, auf dem Nachbarboot ein Geschrei. Die Frau kreischt, als hätte sie das Messer in die Brust getossen. Das Boot hat die Boye ausgerissen und verreisst. Ich bin froh, dass die neben mir und nicht vor mir liegen. Nach einer Weile umherkreuzen setzen sie den Anker in gebürdigem Abstand. Nach 2 Stunden ist der Spuck vorbei, nun aber ist es zu spät noch an Land zu gehen. Morgen ist ja uch noch ein Tag. Zwischenzueitlich kommen immer mehr Boote eingefahren, Waren wir vorgestern noch 6 Boote, sind es inzwischen 25. Meine Nachbarn, mit Charterbooten sind typische Russen. Auch hier macht die Konjunktur der UDSSR nicht halt. Am Abend schaue ich einen Film über unsere Erde.Es ist schon erstaunlich, was es da alles schönes zu sehen gibt. Einen ganz winzig kleinen Teil davon, darf ich ja selber auf dieser Reise erleben. Wenn man hier auf diesen Tuamoto Inseln bedenkt, dass die Klimaforscher ansagen, dass die Meere um gut einen Meter steigen sollen im den nächsten Jahren, dann weiss man, dass die Leute hier bei Flut, die Füsse bis zu den Köcheln im Wasser haben werden. Eine trübe Aussicht.

 

20.4.16

Flauer Tag, ein Spaziertgang im Dorf zum Fotografieren, etwas Baden bem Schiff, wobei ich die Wasserlienie sauber mache, denn da hat sich grünes Zeug angesetzt. Ein paar etwa 50 cm lange Babyhaie schwimmen um mich rum, aber die sind brav. Wieder einmal telefoniere ich über Satelit mit meinem Frauchen, denn ich will wissen wie die Fussoperation verlaufen ist. Sie kann mich beruhigen, es geht ihr gut. Mit Lesen verbtringe ich den Rest des Tages. Zwischendurchj kommt Thierry und bringt seine Sachen auf's Boot, sonst nichts aufregendes.
Neben mir liegt ein Franzose, die ganze Familie ist dabei, Frau und 2 Jungs. Es ist erstaundlich, wieviele Franzosenfamilien man in Polynesien antrift. Die haben ein gutes Schulsystem mit Fernkursen, das ihnen erlaubt mit Kinder zu reisen und trotzdem, die schulische Ausbildung zum machen. Frage ist einfach, wovon leben die. Das habe ich noch nie gefragt.Was auffallend ist, dass man hier 60% Franzosen sieht, fast keine Engländer, ganz im Gegenteil zum Mittelmeer, wo die Inselbewohner einen grossen Teil der Segler ausmachen.
Am Abend kommt Thierry, wir essen zusammen, schwatzen noch ein wenig und ab gehts in die Kojen.

 

21.4.2016

Der Wecker klingelt um 0530. Wir legen um punkt 0600 los, frühstücken dann auf dem Weg aus der Lagune. Die Ausfahrt ist ziemlich rauh, aber eigentlich kein grösseres Problem für die SAMANTHA. NAch der Lagunenausfahrt können wir direkt auf Kurs gehen und hart am Wind zur nächsten Insel segeln. Die letzten Meilen, müssen wir dann unter Motor gegen den Wind fahren um in der Anse Amyot eine Boye zu fassen. Zu zweit ist diese Manöver kein Problem. Wir haben noch etwas Zeit zu einem angenehmen Bad im über 30°C warmen Wasser. Vor dem Abendessen noch, bringt THierry schon seine Sachen auf das NAchbarboot, eine gleiche Amel, wie die SAMANTHA. Das Besitzer-Ehepaar fährt Morgen genau dorthin wo Thierry auf der nächsten Insel zu seinem Boot will. So ist es einfacher. Ich muss nicht auch noch zu dieser Insel fahren und kann nun dierekt Papete auf Thaiti anlaufen. Es wird noch ein gemütlicher Abend, dann wieder eine ruhige Nacht.

 

22.4.2106

Thiery wird um 0700 wie abgemacht, abgeholt. Die andere Amel löst die Leinen von der Boye und fährt an mir vorbei zur Passage. Es ist ein netter Abschied. Ich warte hier, indem ich Baden und Schnorcheln gehe, einen Spaziergang auf der Insel mache und lese. Eigentlich wollte ich gute Windverhältnisse abwarten, aber das Umherhocken macht mich nervös. Halb Zwölf lege ich von der Boye ab in der Hoffnung, draussen auf hoher See, etwas Wind zu finden. Den ganzen Nachmittag lang, habe ich Mentaltraining. Könnte ich wie Jesus auf dem Wasser laufen, wäre ich auf und davon. Zu Fuss  käme ich wesentlich schneller vorwärts, als die SAMANTHA mit den 1,5-2,5 Knoten, die ich erreiche. Aber, ich muss mit den Segeln nach Papete kommjen, denn mein Dieselvorrat hat sich nicht gebessert, besonders nachdem ich ja gestern einen Teiil motoren musste. Mein Plotter besagt, dass ich, wenn es so weitergehen würde, ganze 7 Tage für die 225 SM bräuchte. Normalerweise rechnet man mit 2 Nachten und einem Tag für die Überfahrt. Aber was solls, irgendwann wird der Wind kommen, nach Stunden, Tagen oder Wochen. Mir ist wohler draussen auf dem Meer, als tagelang in einer Bucht auf dem Boot zu hocken und auf Wind zu warten. Es könnte ja sein, dass ich in einer Woche noch immer in der Bucht auf den Wind warte, dann bin ich aber auch schon in Tahiti, und wenns eben langsam ging.
Bei Sonnenuntergang dreht der Wind auf Querab und wird stärker. Zeit, den Balooner einzuholen und die Segel für die Nacht festzuzurren. Die ganze Ncht durch fährt SAMANTHA auf Kurs und mit 4-5 Knoten. Das ist OK.

 

23.4.2016

Heute sehe ich einen besonders schönen Sonnenaufgang durch mein "Schlafzimmerfenster". Da klein Marissa heute Geburtstag hat, sende ich die Geburtstagswünsche über Satelit auf die gegenüberliegende Seite dieses Erdballs.
Noch vor dem Frühstück setze ich dei Segel um und hisse wieder den Balooner, denn bei Sonnenaufgang hat der Wind wieder nach Achterlich gedreht. Scheinbar weht er Nachts aus Süden und Tagsüber aus Osten.
Über Funk werde ich vo Claude, einem Franzosen mit Amel angerufen, Er sieht mich auf AIS, ich sehe ihn aber nicht da er keinen Transponder hat. Viele Franzosen scheinen nur Empfänger zu haben, was ich nicht verstehen kann, schon aus Sicherheitsgründen nicht. Er ist kurz hinter mir und wird mich bald einholen, denn er marschiert unter Motor und ist schneller als ich mit Windantrieb. Was ich nicht verstehe ist, dass diese Segler alle von Bucht zu Bucht per Motor reisen und dann Tage und Wochen lang auf ihren Booten hocken und im Internet surfen um gute Windverhältnisse abzuwarten.
Der Kollege sagt mir, dass heute für 10 Uhr stärkerer Wind angesagt sei. Leider merke ich davon nichte. Es ist wie letzte Woche, als alle nach Fakarava (es waren 25 Boote) gekommen sind, um diese Schlechtwetterfront abzuwettern. 18 Knoten Wind und aus gegengesetzter Richtung als angesagt hatten wir. Die Engelchen da oben machen sich scheinbar einen höllen Spass, per Internet alle Segler verrückt zu machen um dann ihr Riesengaudi zu haben indem sie etwas ganz anderes organisieren als im Netz verbreitet. Ich bleibe bei meinem System. Schaue die Wolken an und segle los. Manchmal gehts schneller, manchmal langsamer. Heute gehts langsam, aber ich werde Morgen ankommen, am Abend statt am Morgen, aber immerhin.

 

24.4.2016

Den ganzen Vormittag gehts langsam weiter. Nachts, kurz nach Sonnenuntergang kam der wind auf und die SAMANTHA lief gut die ganze NAcht. Bei sonnenaufgang heute früh, schnallte der Wien wieder zurück, aber nicht so stark, dass es sich lohnte, den Balooner wieder aufzuziehen. Hinter mir folgte die Koza und vor mir lag ein anderer Segler, den ich mit Balooner bald überholte und auch von der Koza nahm ich tüchtig Abstand. Die Koza ruft mich über Funk an und teil mir mit, dass ein Unwetter für heute Mittag angesagt sei. Ok, warten wirs ab. Irgendmal um die mIttagszeit, wurde es dunkel und ich holte den Balooner ein, gerade noch rechtzeitig denn es begtann kurz darauf heftig zu schütten, und dann lkam auch das Unwetter.Ich musste alle Segel reffen und trotzdem haben mich die Böen auf die Seite gelegt. Während 2 Stunden war hier draussen Kampf. Es schüttete wie aus Kübeln und der Wind spielte total verrückt. Plötzlic stand ich in der verkehrten Richtung, dann wieder so, wie ich wollte und weiter gings so wie in einem Teufelstanz. Koza rief wiedert an und fragte, ob bei mir alles OK sei. Nett, nicht ?

Bei Sonnenuntergang war ich noch nicht in der Marina, getraute mich aber  nicht, dort bei Nachtr einzufahren, deshalb setzte ich in einer Bucht den Anker und nahm die Schaukelei in Kauf.

 

25.4.2016

0600 bin ich wach. Ich hole die Bäume ein, und die Fender aus der Kiste und bereite mich für die Einfahrt in die Marina vor. 2 Stunden später lege ich in der Marina in Papete, dierekt in der Stadt an. Neben mir liegt die SOLO, von Christoph und Sandra.
Einchecken, dann mit dem Fahrrad zum Zoll um das Papier zu holen, das mir erlaubt, Zollfrei zu tanken, 500 Meter von der Marina ist der Einkaufsladen wo ich die nötigen Einkäufe mache. Nicht nur das Allerenötigste kaufe ich, denn es locken einige französische Spezialitäten, wie Paté und Käse. Diese Kleinigkeiten werden mir die Weiterfahrt versüssen.
Auf der Karte habe ich mal nachgeschaut, was noch vor mir liegt.
Es sind :
-bis Mooreau 20 SM
dann bis Huahini 80 SM
dann bis Bora Bora 80 SM
dann bis Raratonga 465 SM
dann bis Tonga 958 SM
dann bis New Zealand 1030 SM
TOTAL 2633 SM
Ich rechne damit, in ca 36 Tagen, das heisst anfang Juni in NZ zu sein. Das sind doch gute Aussichten !

 

26.4.2016

Bereits um 0500 stehe ich auf der Matte und surfe im Internet. Zu dieser Tageszeit ist es ein Leckerbissen, wie das funktioniert. Ich profitiere davon und lade die weiteren Karten für die Fahrt, bis New Zealand auf's I-Pad, erledige Mails und skype mit Rita fast eine ganze Stunde

Um 0900 bekomme ich das reservierte Auto und starte die für heute geplante Inselrundfahrt. Rund um die Insel führt eine gute Strasse. Das Innere der Insel ist absolute Wildnis und es führen keine Strassen in die Berge, die bis 2240 M hoch sind. Die Landschaft um die Insel wechselt ständig ihr Aussehen. Zum Teil ist es dicker Dschungel, wo man das Gefühl hat, alles wachse im Überfluss wie bei uns das Unkraut. Palmen, Yukas, Farne  und sonst noch hunderte von Bäumen und Pflanzen kämpfen um ein Plätzchen an der Sonne. Dann gibt es eine Alp, wo hunderte Kühe fettes Gras geniessen, und zwischendurch fühlt man sich wie an der Französisch -Spanischen Riviera. Und dann die Stadt. Eine typische französischen Kleinstadt, mit allem was zu einer stadt gehört.
Leider habe ich die, in den Prospekten von Tahiti so schön angepriesenen Girls noch keines gesehen. Die jungen Ladies sind absolut nicht hübsch und wenn sie einmal  aus dem Teenie-Alter heraussind, entwickelt sich deren Körper-Mittelteil zum Teil zu monströser Grösse. Was es hat, das sind auffallend viele Chinesen. Das kommd daher, dass in den Zwischenkriegsjahren Chinesen als Arbeiter hierhergeholt wurden. Die haben sich tüchtig vermehrt und sind nach dem Krieg von den Franzosen Neutralisiert worden und haben somit die französische Staatsangehörigkeit bekommen. Wie so üblich haben diese Leute viele Geschäfte in der Hand. Es gibt dann eben auch eine eigene Rasse, die Mischlinge zwischen Polinesiern und Chinesen.
Nach 220 Km Fahrt bin ich recht geschaffen und geniesse ein herrliches Abendessen mit Pellkartoffeln und verschiedenen Käsesorten. Ganz wie daheim.

 

27.4.2016

Regen, die halbe Nacht. Dann in der Früh totale Windstille, was mir für das eine Mal recht ist, denn so kann ich mein Grossegel herunterziehen und die neu entdeckte offene Naht von ca 20 cm nachnähen. Dann um 1000 lege ich los und trotte gemütlich nin die andere Marina, die Marina Taina, wo ich 552 Liter Diesel auffüllen kann. ich hatte berechnet dass ich 550 L brauche, und somit war ich wirklich nah dabei. Dank dem Zollfreipass, kostet hier der Liter ganze 0,5 € statt 1,2. Danke Monsieur Hollande.
Sofort nach dem Füllen lege ich ab und motorsegle zur Insel Morerau, in die Cook-Bucht. Hier komme ich gerade noch vor dem Dunkelwerden an, setze meinen Anker und sieh ihn ein. Bei 2500 Touren schlurte er ein bisschen, ich lass es aber ausnahmsweise durch.

 

28.4.2016

Wie von einer Wespe gestochen jucke ich um 0600 aus dem Bett. Heftige Windböen reissen an der SAMANTHA und es regnet wie aus Kübeln. Mit dem Plotter kontrolliere ich ob der Anker hält. Er hält. Dann schlafe ich weiter bis 0800. Nun hat sich der Himmel aufgeklart und einige Sonnenstrahlen sagen guten Morgen.
Nahch dem Frühstück setze ich das Dingi ins Wasser und rudere an Land. In einem Hotel frage ich nach einer Scooter-Vermietung. Die Lady ist so nett und ruft gleich einen Vermieter an. Eine halbe Stunde später habe ich einen Feueresel unter dem Hinter und bin auf der Strasse, die die Insel umrundet. Kaum bin ich ums erste Eck, fängt es wieder an zu regnen. Und diesmal hört es nicht mehr auf, ausser 2-3 kleine Unterbrüche. Ohne Regenschutz wird man beim Scooter-Fahren so ziemlich nass. Mittags mach ich einen Stop und ziehe mir einen Hamburger mit Pommes und natürlich einer Cola ein. Dann geht die Reise weiter, aber leider nicht lange. Der Scooter will mich plötzlich nicht mehr weitertransportieren und streikt. Ei netter Tahitianer ruft den Vermieter an, der dann auch mit einem anderen Scooter nach einer Stund erscheint. Hier beim Warten habe ich herausgefunden, dass Palmenblätter einen sehr guten Schutz gegen strömenden Regen geben. Ich beende die Rundfahrt, leider ohne schöne Fotos geschossen zu haben. Die Fahrt hat auch keine nennenswerte Highlights gebracht, ausser einem Sturz, als der Scooter auf einer lehmigen Strasse unter meinem Hinter wegrutsche. Das war alles so langsam, so dass kein Schaden entstand. Nur eine Rippe habe ich mir leicht gestaucht und die Hose total dreckig gemacht. Dank dem Dauerregen ist diese aber auf der restlichen Strecke wieder natürlich gewaschen worden.
Zurück auf dem Boot bin ich nass bis auf die Unterhose. Wäre ich mit den Klamotten schwimmen gegangen wäre es das Gleiche gewesen. Eine warme Dusche und einen Tee-Rum bringen die Körpertemperatur wieder auf die 37C.

 

29.4.2016

Bereits beim Aufwachen regnet es wieder in Strömen. Gegen 1100 gibt der Regen etwas nach, ich hole den Anker hoch und lege los. Nach der Riffpassage bekomme ich etwas Wind von achterlich, ich baume die Genua aus und segle gemütlich Richtung Huahine. Es liegen 80 SM vor mir und ich habe berechnet, dass ich nach Tagesanbruch am Ziel sein sollte. Geht es langsamer, hab eich den ganzen Tag Reserve und bin ich zu schnell, kann ich immer noch reduzieren. Es ist eine unruhige Fahrt mit ständig wechselndem Wind und Regengüssen. Die Nacht ist noch schlimmer und ich komme kaum zu etwas Schlaf. Am Nachmittag hörte ich plötzlich ein mir unbekanntes Geräusch. Nach kurzer Suche sehe ich, dass das Expansionsgefäss des Boilers fürchterlich pisst. Der Motorraum ist eine einzige Wasserlache und die Bilgenpumpe ist im vollen Stress. Etwa 200 Liter Wasser sind weg, bevor ich die Druckwasserpumpe abgestellt habe. Ich baue das Teil aus und repariere die lecke Stelle mit Epoxy. Das muss halten bis New Zealand. Vorerst hält es nicht und ich muss noch 2 mal Nacharbeiten.

 

30.4.2016

Endlich geschafft. Genau beim Einlaufen durch die Riffpassage schalten die Leuchsignale ab, denn es wird nun langsam Tag. Die Einfahrt hier ist kein Problem. Gut, dass mein I-Pad, der gestern verrückt gespielt hat, heute wieder normal funktioniert, denn hierdrauf habe ich die genaueren Karten und die brauche ich für die Einfahrten in die Atols.

Nachdem ich den Anker gesetzt habe, gehe ich erst einmal eine Stunde schlafen, denn ich bin saumüde.

Würde mich jemand fragen ob ich einen Wunsch hätte, würde ich dies bejahen, denn mein sehnlichster Wunsch ist wieder einmal die Sonne zu sehen und dazu einen schönen, regelmässigen Wind zum Segeln zu haben. Wir sind doch hier in der Südsee !