REISEBERICHT - Juni 2015

1.6.15

Friedrich ist tot. Am Morgen entdecke ich ihn im Dingi. Da liegt er und bewegt sich nicht mehr. Es war seine letzte Reise, vermutlich hat er es bei den Mumienschleppern abgeschaut und sich gesagt, dass auch er noch eine Reise auf einem Schiff in seinen letzten Tagen machen könnte. Ich habe kein schlechtes Gewissen, denn ich habe versucht ihm Futter zu geben, aber er wollte ums verrecken nichts zu sich nehmen. Um ihn mit lebensrettenden Massnahmen durchzubringen, habe ich zu wenig Ausrüstung und künstlich ernähren konnte ich ihn ja auch nicht. Nun ist er über Bord gegangen und wird vermutlich solange schwimmen, bis der Hai kommt und sich Geflügel auf den Speiseplan schreibt.
Der andere Vogel hat nur einige Häufchen auf dem Verdeck hinterlassen und sich in der Früh abgesetzt. Jetzt bin ich im wahrsten Sinne des Wortes wieder Vogelfrei.

Die Anfahrt von Belize ist sehr kompliziert, ein langer geschlängelter Kanal, der gut betonnt ist, führt um all die Untiefen herum. Es ist bei mir 1600 als ich vor der Stadt bin,und mich bei der Behörde melde. Dann entdecke ich auf dem Handy dass in Belize erst 1400 ist. Ich habe wieder ein um 2 Stunden längerer Tag heute. Der Beamte am Funk sagt mir, ich solle an der Steganlage beim Hotel Radisson festmachen, aber 50 m davor laufe ich auf Grund. Meine Karte auf dem I-Pad ist doch genauer als der Belizer Beamte. Schliesslich ankere ich vor dem Steg, mache das Dingi bereit und fahre an den Steg. Der Beamte, der mich hier in Empfang nehmen wollte, ist bereits wieder weggegangen. Draussen beginnt es richtig stark zu blasen und die SAMANTHA reiss heftig an der Ankerkette. Mir ist nicht wohl und entscheide michzurück auf's Boot zu gehen. Die Wellen sind nun so stark dass ich mit dem Dingi beinahe kentere. Wasser spritzt über mich und als ich am Boot ankomme, bin ich so nass, als wär ich geschwommen. Eine Dusche bringt das alles wieder ins Lot. Per Funk melde ich der Behörde, dass es zu gefährlich ist rein zu kommen, ich würde mich morgen wieder melden. Das sei ok, ist die Antwort und so kann ich mich der nun wichtigeren Angelegenheit widmen, dem Kochen des Nachtessens, denn ich habe fürchterlich Hunger.

 

2.6.15

Vollbepackt mit Dockumenten, PC, I-Pad und I-Phone mache ich mich auf die Reise an Land. Hier kommen mich 5 Beamte besuchen und jeder füllt Papiere aus. Jeder will eine Kopie von meinen Dokumenten, das sind :Pass, Clearance von Kuba, Passagierliste, Bootspapiere. Ich muss ins Hotel Radisson um die 20 Kopien zu machen und bezahle damit wohl die Hälfte der Anschaffungskosten des Kopiergerätes. Dazu will jeder der 5 Beamten noch die Auslagen (welche es auch sind), bezahlt haben. Zusammen mit der offiziellen Gebühr von 75 USD bin ich am Schluss fast 300 USD los. Dafür bekomme ich ein warmes Willkommen und ein Visa für 1 Monat. Ob ich das brauchen werde ?

Nach dieser Prozedur setze ich mich in die Lobby im Radisson und die nette Dame Caterine loggt alle meine Geräte ins Wifi des Hotels ein. (Das Kostenlos). Auf allen Geräten lade ich hoch und runter was das Zeugs hergibt. Das Wifi ist im Gegensatz zu Kuba, sehr gut und ich kann alle meine Karten auf das I-Pad und redundant auch auf das I-Phone laden. Es ist beruhigend, die Karten auf 2 Geräten zu haben, denn Electronik kann ja auch mal streiken. Nach 4 Stunden Internetlen, habe ich alles was ich will und mache noch ein Spaziergang in die Stadt. Hier finde ich einen nicht schlecht bestückten Supermarkt, wo ich schon mal einiges (soviel ich tragen kann) einkaufe. Den Rest auf meiner Liste hole ich dann Morgen.

Bei der Rückfahrt mit dem Dingi ist es wieder wie gestern, ich komme pudelnass zurück auf die SAMANTHA. Es ist nun Apéro-Zeit und es hat draussen aufgehört zu stürmen.

 

3.6.15

Das Wasser ist ruhig, der Himmel wolkenlos. Bereits um 0800 ist es schon richtig warm. Von Zeit zu Zeit werde ich etwas geschaukelt, da die Passagierboote zwischen Hafen und dem neu angekommenen Kreuzfahrtschiff pendeln und die gut tausend Passagiere an Land bringen. In der Stadt ist man mit Souvenir-Ständen, Bussen und sonstigem vorbereitet auf diesen Massenandrang. Getern, heute und Morgen sind Kreuzfahrtschiffe angesagt. Belize scheint ein beliebter Anlaufpunkt zu sein. Diese Schiffe ankern weit draussen, wegen den Untiefen, und die Leute werden mit eben den kleinen Booten, von denen man viele bereit hält, an Land gefahren.
Mein erster Gang ist zum Hotel, wo ich mit Rita und mit Philippe-Familie Skypen kann.

Vier Stunden lang spaziere ich kreuz und quer durch die Stadt, besichtige auch ein sehr interessantes Museum über die Geschichte von Belize und sehe viele, schöne, modrene wie auch alte verfallene Gebäude. In einem weiteren grossen Hotel, dem Ramadan, gibt es auch ein Casino, nach der Art von Las Vegas, das reizt mich aber nicht. Auf dem Rückweg hole ich noch im Supermarkt, was von Gestern auf der Liste übrig geblieben ist. Kaum etwas, was ich nicht gefunden habe. Beim Bootsteg halte ich noch in der Hotelbar an um mir ein Bierchen zu gönnen. Es ist gerade ein Fotoshooting über die Speisen der Karte im Gange. All die leckeren Sachen werden nicht gegessen sondern nur photografiert. Die Bedienung bringt mir ein übrig gebliebenes grosses Bier als Zugabe und fragt, ob ich auch gerne etwas von den Salaten essen möchte. Dankend lehne ich ab, denn ich habe wirklich gar kein Hunger. Eine Angestellte freut sich dann an meiner Stelle, packt das Ganze ein und schwänzelt damit glücklich davon. An der Reception habe ich die gleiche Person gesehen wie gestern Nachmittag. Die Mädels haben eine 24 Stunden Schicht und wechseln sich alle 24 Stunden ab. Sollte das doch mal ein Gewerkschaftler in der Schweiz hören, der würde gleich umfallen.

 

4.6.15

Totenstille. Kein Lüftchen, das Wasser wie Öl. Nur die Pendelschiffe, die die Neuankömmlinge holen bemerkt man.
Ich bereite mich auf die Abfahrt vor, hole den Dingi-Motor an Bord und hole den Anker hoch. Richtung Süden gehts per Motor. Vorsichtiges Navigieren ist angesagt, denn überall lauern Untiefen. Nach 10 SM setze ich den Anker bei der Robinson Insel, geniesse ein Bad im 29,5 °C warmen Wasser, lese und vertreibe die Zeit. Ich hätte weiter ziehen können, aber habe keine Lust den ganzen Tag zu motoren.
Die Hitze, es ist heute 38C im Schatten, treibt meine Schwitzdrüsen zu Höchstleistung. Ich bin so nass, dass ich die Hose richtig auswinden kann. Da hilft dch sicher noch ein Bad im 30°C warmen Wasser. Gesagt getan. Ich entferne mich aber nicht vom Boot. Kaum bin ich wieder die Leiter hoch und am Duschen als ich gleich unter mir bei der Badeleiter einen etwa 2 m langen Hai sehe. Auf ein weiteres Bad verzichte ich dann an dieseem Nachmittag.
Morgen gibt es sicher wieder Wind, dann gehts weiter.

 

5.6.15

Herrlicher Wind querab den ganzen Vormittag. Segeln vom Feinsten. Mittags lasse ich den Anker vor einem Dorf fallen. Mit dem Dingi erreiche ich den nahe gelegenen, halb zerfallenen Steg. Es ist nicht weit zum Dorfkern. Hier scheint mir eine riesige Schule den Hauptteil des Dorfes auszumachen. Woher sind die vielen Kinder ? Es muss wohl grosse Familien geben hier. Das Dorf bietet nichts besonderes und gleicht allen andern Dörfern in der Karibik. Nirgens finde ich eine Kneipe oder Bar, wo ich mir ein Bierchen gönnen könnte. Die wenige Spelunke, die ich sehe reizen mich nicht um hineinzugehen. Die sehen zT dubios aus.

Bis spät abend sitzen eine Masse junger Leute auf dem Steg und Fischen. Dies scheint hier ein Volkssport zu sein.

 

6.6.15

Es ist wieder so früh, 0600 als ich erwache. Der Tag ist irgendwie verschoben. Um 0500 wird hell und um 1900 dunkel.

Draussen weht kein Lüftchen. Trotzdem starte ich nach dem Frühstück. Mit dem Motor, statt den Generator anzuwerfen, lade ich die Batterien auf, während ich ganz gemütlich südwärts ziehe. Es gibt einen sogenannten inneren Kanal,der auf der Karte vermerkt ist und in dem es keie Untiefen gibt. Um 1200 beginnt es zu luften. Mit vollen Segeln, kann ich den ganzen Nachmittag mit Wind 10 Kn, querab zwischen Küste und Reef in genanntem Kanal toll segeln. Das Herz schlägt hoch. Doch mitten am Nachmittag erfasst mich das Bedürfnis, endlich die Reeling zu putzen. Schlimm sieht sie nicht aus, aber matt und an einigen Stellen hat es Flugrost. Die Backbordseite schaffe ich, dann habe ich genug. Es gibt ja noch mehr Tage in diesem Leben. Dann, es ist 1600 gibt der Wind etwas nach und ich drehe ab, Richtun Land. Es gibt dort ein Dorf, das heisst Placienca (hat nichts mit der Placenta zu tun). Eine geschützte Bucht mit recht nett anschaulichen Gebäuden finde ich hinter einer Insel. % Boote liegen hier vor Anker und hinter mir kommt ebenfalls noch eins. Zum ersten Mal seit Kuba, sehe ich wieder andere Boote. Am Ufer ist ein Dorf, das auf Tourismus getrimmt ist. Alles ist recht sauber und in gutem Zustand. Viele kleine Artisten bieten ihre selbstgemachten Waren an.
Am Ende des Dorfes, direkt an einem schönen Strand setze ich mich in eine Bar, die voller Einheimischer ist. Hier ist gerade ein Wettbewerb i98m Gange. Wer am schönsten mit dem Arsch wackeln kann gewinnt. Was dann abgeht, würde Komeni aus dem Grab steigen lassen. Es wird förmlich Sex angeboten, nur dass Weiblein und Männlein noch wenigstens die Hosen anhaben. Viele der Mädels müsse bestimmt täglich mehrere Stunden trainieren um die untere Rückenhälfte in solchen Bewegungen kreisen uns wippen zu können. Ich kriege fast einen steifen ......Hals beim schlucken des sehr kalten Biers. Draussen stand, dass hier das kühlste Bier angeboten werde, und das stimmt.

Zurück auf der SAMANTHA geniesse ich die Ruhe und das Dasein, mit einem Whyski und einer Zigarre. Wie schön und unbeschwert kann doch das Leben sein.

 

7.6.15

Endlich einmal schlafe ich etwas länger. Ich habe die Vorhänge zugezogen und so bleibt es etwas länger dunkel. 0800 und draussen ist es bereits 37°C und kein Lüftchen. Das verspricht !

Erst halte ich gründliche Körperpflege und stutze den Bart, dann wird das Bad geputzt (es ist doch Sonntag), und eine Wäsche gemacht. Um 1000 ist alles trocken und verräumt. Ein leichter Wind kommt auf und ich hole den Anker hoch und gehe auf Kurs Richtung Süden, Wieder ist das Segeln ein Traum.
Am Nachmittag gibt es ein Gewitter mit viel Regen aber hne Bltz und Donner. Genau während dem stärksten Schütten rattert die Fischerrute. Endlich wieder einen Fisch, aber der muss erst mal warten. Ich reduziere die Geschwindigkeit, nicht dass er noch abreisst. Als der schlimmste Regen vorbei ist hole ich den Kerl an Deck. Es ist eine 60 cm lange spanische Makreele. Mhh.. das gibt ein feines Fischtartar heute abend und eine Portion feinen Fisch morgen.

Nun muss ich noch zwischen den vielen Untiefen hindurchschlängeln, dann setze ich vor dem Zollbüro in Punta Gorda den anker auf 3 m Wassertiefe. Morgen kann ich dann geich um 0800 aus Belize ausklarieren.

Jetzt ist es halb Sechs und somit Apérozeit.

 

8.6.15

Gleich nach dem Frühstück sattle ich das Dingi und lege am Steg der Zollbehörde an. Ich bräuchte 6 Crew-Listen, meint der nette junge Beamte.Die kann ich bei einem Laden ganz in der Nähe bekommen. Also los.in den Laden. Ich müsse 1/4 Stunde warten. OK, ich schlendere durch das Dorf. Auch wieder so ein Karibik-Type-Dorf. Was ich dan sehe, ist dass eine Markthalle gebaut wird, und dies finanziert durch die EU !  wieder so ein PLätzchen wo des Steuerzahlers Geld in komischen Kanälen verschwindet !

Nach der viertel Stunde bekomme ich meine Crew-Listen gegen 20 USD. Man hält sich hier gegenseitig die Stange.

Der Rest der Ausklarierung geht dann zügig von statten.

Was mir hier noch aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der grossteil der Bevölkerung so mehr Peruanisch aussieht. Ich weiss, dass die Inkas hier durchgestreift sind, aber scheinbar haben sie auch heftig an der Bevölkerung ngearbeitet.

Um 1000 lege ich los, gene richtig gas, damit ich bei Hochwasser um 1200, Livingston erreiche.Meine Tidenkarte zeigt, dass ich um 1200 ca 40 cm Flut habe, und das brauche ich wenn ich dort einfahren will.

Kaum angekommen, mit der Navionics-Karte den besten Kurs ausgesucht, stecke ich nach nkurzer Zeit fest im Schlamm. Es kommt bereits ein Boot, um mir zu Hilfe zu kommen. Dieses ist aber zu klein und schafft es nicht mich über die Bank zu ziehen. Der Kollege mit einemm grösseren Boot kommt, hängt mein Spifall an und krängt die SAMANTHA mit 30°,während der Kollege vorne zieht. Es ist fast ein Massaker, wie die SAMANTHA hier vergewaltigt werden muss. Irgend mal, zeigt der Tiefenmesser wieder etwas mehr wie 0, und die SAMANTHA bekommt wieder eine Handbreit Wasser unter den Kiel. Ouff..... Nun Anker fallen lassen, Leinen einholen und 100 USD abdrücken, das ist der Preis, den die hier dafür nehmen. Man könnte ja auch einen Kanal ausbaggern, dann wäre der Zu- und Abgang einfacher, aber wie würden dann die Leute hier ihr Geld verdienen ?

Die Behörde kommt mit 4 Leuten an Bord. Dies ist nur ein Vorcheck. Ich werde unglaublich freundich empfangen und instruiert, dass ich den Behördengang danach absolvieren muss. ich bekomme einen Plan, wo ich mich melden muss und wieviel ich an all den Stellen abdrücken muss. Dafür bekomme ich ein Visum für 90 Tage und eine Zulassung für das Boot für ein ganzes Jahr. Ich könne das alles selber erledigen, aber auch einen Agenten beauftragen, dies für mich zu erledigen. Auch hier reicht man sich die Klinke in die Hand. Ich habe ja nichts besonderes zu tun und so spaziere ich Nachmittags durchs Dorf und besuche all die Beamten, die schon bei mir auf dem Boot waren, in ihren Büros und bezahle die Fees. Einzig den Doktor habe ich noch nicht gesehen. Der hat aber keine Zeit und schickt eine nette Nurs zu einkassieren. Kein Papier, kein Untersuch, nur die 100 Quetzals (ca 12 USD) will man sehen. Ich hätte mich gerne von diesem Mädchen etwas genauer untersuchen lassen. Auffällig ist, dass ich, ausser beim Zoll niergens eine Quittung bekomme.
Zurück auf der SAMANTHA geniesse ich die Ruhe ud einen Cola-Rum nach diesem ereignisreichen Tag. Morgen will ich den Rio Dulce hochfahren. Es liegen 20 SM vor mir.

 

9.6.15

Erster Gang um 0800 ist der zum Zoll. Hier muss ich noch ein Papier abholen, das gestern nicht ausgestellt werden konnte,weil der Chef nicht da war. Mit diesem Papier darf ich das Boot dann bis zu einem Jahr in Guatemala lassen.

Danach, Anker hoch. Ich lasse den Anker ungesichert vorne hängen, so dass ich den jederzeit fallen lassen könnte, wenn der Motor im Fluss aussetzen würde. Die Strömung im Fluss ist etwa 1,5 Knoten und die Wassertiefe variert zwischen 10 und 15 Meter . Das Panorama durch die Schlucht ist Einmalig und ein tolles Erlebnis. Nach 2 Stunden komme ich oben in den ersten See. Es sind noch weitere 12 SM bis zur Marina. Ich sucvhe die Monkey-Bay Marina, bin aber nicht so ganz sicher, ob ich den richtigen Platz gefunden habe. Es gibt hier eine ganze Menge von kleineren und gröseren Marinas. Da wo ich dei Marina vermute, lasse ich den Anker runter und fahre an Land. Auf dem Steg kommt mir ein netter junger Mann entgegen. "Bin ich hier in der Monkey-Bay-Marina" ist meine Frage. " Nein, sie sind bei Ludevic, wir habe Platz für ihr Boot."

Ich lege am Steg längsseits an. Ludwing erklärt mir, dass er pro Monat 200USD verlangt. Dafür wird das Boot auch einmal im Monat gereinigt und Strom ist auch inkusive. Winde über 30-35 Knoten sind nicht zu erwarten und Ludwing wohnt mit Familie direkt neben dem Steg und hat somit immer ein Auge auf's Schiff. Was kann man sich da besseres erträumen ? Ich schlage ein, werde das Boot bis min. Oktober da lassen und je nach Programm zu Hause, ev bis März 2016. Danach kann ich dann immer noch weiter Richtung San Blas Inseln und Panama.

 

10.6.15

Horst, ein Hamburger, ist mein Schiffsnachbar. Er ist mit seiner Frau (die ist im Moment in Europa) seit 6 Jahren hier in der Gegend und kennt Gott und die Welt. Nachmittags gehen wir zwei über den See zu einer Lodge, die von 2 Scvhweizern geführt wird. In der Stadt selber gibt es das Restaurant Sundown, da ist ebenfalls ein Schweizer drauf. Es wimmelt hier scheinbar nur so von Schweizern. Auch viele machen hier Station und überwintern (Hurricanseason) das Boot, zT auch selber. Es ist eine recht schöne Gegend, die Leute sind angenehm und das Klima ist auch nicht schlecht.

Ich habe mit Ludwing, der direkt links neben der Monkey-Bay-Marina liegt, einen richtigen Volltreffer gemacht. Er ist um ganze 30 USD günstiger als die Monkey-Bay-Marina gleich nebenan. Mein Boot mit 53 Fuss ist besser plaziert als nebenan und gegenüber der nächsten grösseren Marina kostet es sogar 120 USD weniger. Ganz besonders toll ist die (kostenlose) Hilfeleidstung und den Nebenbei-Service die Luwing bietet und seine Hilfsbereitschaft.

luvis.marina@hotmail.com ...15°39,988N - 88°59,451W

 

11.6.15

Ludwing fährt mit mir in die Stadt zu einem Schlosser der ein gebrochenes Teil schweissen soll. Danach sitze ich im Saloon, schliesse alle Lucken und lass die Klimaanlage laufen. Draussen ist es wieder 37°C mit 61% Luftfeuchtigkeit. Die Brühe läuft einem nur so herunter, auch wenn man nichts tut.

 

12-14.6.15

Die Tage zerinnen ohne Zeitgefühl. Hin und wieder fahre ich per Dingi nach Fronterra, gehe einkaufen oder bei Tom, einem Schweizer der das Restaurant Sundog hat, ein Bierchen trinken und sein gutes Brot kaufen. Mal gehe ich mit Horst, meinem Bootsnachbarn, zum Casa Perico, wo Bruno und Florian, auch 2 Schweizer, eine Lodge, Bar und gutes Restaurant haben zum Bierchen. Ansonst wird ständig am Boot etwas verbessert, geflickt oder geputzt. Viel Lust zum Arbeiten hat man bei diesem Klima nicht und so wird nur alle Tage etwas erledigt.

14.6.15

Heute entscheide ich am Wochenende wegzugehen. Ich buche über "Flüge.de"  2 Flüge. Einen von Guatemala City nach Panama, dann einen von Panama nach Santiago de Chile.

 

15-16.6.15

Nach 2 Tagen habe ich immer noch keine Flugbestätigung, noch E-Tickets bekommen. Ich versuche über Internet an die Service-Line heranzukommen. Das ist eine Farce. Bei der Buchung habe ich eine 7-stellige Reservations NR bekommen. Bei der Service-Line muss man eine 6-stellige eingeben. Mit 7 Stellen geht das nicht. Dann habe ich Rita gebeten, aus der Schweiz, die Hotline von "Flüge.de" anzurufen. Dort hat sie keine Antwort bekommen, nur ein Automat, der auf die Internetseite verweist. Da sind wir wieder am Anfang !!!!! Toll, so einen Service.

 

17.6.15

Endlich, heute habe ich die Flugbestätigung für den Flug von Panama nach Santiago de Chile bekommen. Oh, Wunder.

Vom Flug nach Panama habe ich noch immer nichts gehört, bis dann heuet Abend ein Mail von einer Marketing- Person bei mir landet, in dem steht, dass ich einen Flug nach Panama gebucht hätte. MAn bedanktz sich dafür und möchte gerne, dass ich den Service von "Flüge.de" bewerte. Das habe ich dann auch getan: 0 Punkte, für diesen Scheiss....service, mit deren stupidem Hilfs-Service.

 

18.6.15

Es ist bei uns 1200 Mittags. In Europa 1800 und ich habe immer noch keine Flugbestätigung.

Ich fange trotzdem an zu packen. 2/3 der ausgewählten Sachen sind im Rucksach, dann ist er voll. Alles nochmals raus. Brauche ich 5 paar Unterhosen ? oder langen 3 ?  Geht ja auch, 2x nach vorne gedreht und 2 x nach hinten, das macht 4 Tage !!!  Ich muss genauer und weniger wählerisch sein und alles nochmals überdenken. Schliesslich gibt es solche die ein ganzes Jahr umherreisen, noch Zelt und Kochgeschirr dabei haben und auch nur einen Rucksack. Ich bin halt nicht der erfahrene Backpacker. Das  muss ich erst noch lernen in den nächsten Wochen. Ich möchte ja gerne Chile, Bolivien und Peru bereisen, so 4-6 Wochen denke ich. Man wird sehen, ich bin selber gespannt auf dieses neue Experiment.

Die eine Tasche werde ich in Panama in einem Hotel lassen und die dann erst beim Heimflug mitnehmen.

Am Samstag fahre ich mit dem Bus 5 Stunden nach Guatemala City, übernachte dort im Hotel und versuche auf den Flieger am Sonntag früh zu kommen.

Soweit wird mein Reisebericht abgeschlossen. Ich melde mich dann wieder, wenns mit der SAMANTHA weitergeht, entweder im November 2015 oder März 2016.

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   

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In der Altstadt Belize gibt es einige Überbleibsel aus der Kolonialzeit

 

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Eine Kirche

 

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Ein Fest mit 1000 Schülern, alle in Weiss gekleidet

 

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Hier wohnt man

 

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Eine andere Kirche. Es hat einige in der Stadt

 

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Einfache Ausstattung

 

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Ein nobleres Haus

 

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Geschäftshaus

 

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Die Lagune, im Hintergrund die SAMANTHA vor Anker

 

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Der Quai

 

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Die "Stadtmarina"

 

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Das Museum

 

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Das Gebäude der Nationalbank von Belize

 

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Daneben ein Wohnhaus

 

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Auch ein Wohnhaus

 

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Das Ramada Hotel mit dem Casino

 

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Ein öffentlicher Park mit Spielplatz, Fressbuden und Badestrand

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Typische Insel vor Belice, Anfahrt Placienta

 

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Vor der Stadt

 

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Die Feuerwehrstation

 

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Ein überbleibsel der londoner Feuerwehr

 

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Ein Fussweg durchs Dorf, sauber und beschrieben

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Nette und saubere Häuser, wegen den Touristen

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Ein Neubau in Arbeit. Es ist einfach nur ein Holzgerippe, beplankt

 

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Gepflegte Anlage

 

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Guter Hinweis am Fusswegrand

 

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Hier investiert die EU !!!!!

 

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Das Wahrzeichen von Placienta

 

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Eine 60 cm lange spanische Makreele gefangen. Endlich konnte ich wieder mal Fischen

 

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Das am Abend angerichtete Fischtartar. Frischer geht es nicht

 

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Bei Livingston, Guatemala muss die SAMANTHA über die Sandbank geschleppt werden

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Dazu wird sie mit einem Boot seitlich mit einem Seil vom Masten auf die Seite gezogen so dass sie bis 30° schräg liegt. Ein 2. Boot zieht vorne.

 

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Nach getanter Arbeit, liegt die SAMANTHA vor Livingston im tiefen Wasser

 

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Anfahrt in den Rio Dulce

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Einbäume sind immer noch im Gebrauch

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Ein Haus mitten im Dschungel

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Viele Vögel in dieser unbewohnten Natur

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Fahrt durch die Schlucht

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Am oberen Ende des Rio Dulce haben sich einige angesiedelt, mit unterschiedlichem Stil

 

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Haubentaucher im See oben am Rio Dulce

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Fahrt zum CASA PERICO, dem schweizer Resort

 

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Romantisch und wild

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Bruno an der Bar, seit 2002 geöffnet

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Dazu gehöriger Bungalow

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Am Zugang zum Lake Izabelle gibt es eine wunderschöne und gut erhaltene Festung

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Blick auf den See, der so gross ist wie der Genfersee

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Hier ist Waschtag

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Blick in Ludvis Marina

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Ein Blick über den Rio Dulce

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Eine gemütliche Lounge in der Marina

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Hier liegt die SAMANTHA sicher vertäut am Steg und wird warten bis ich zurückkomme