REISEBERICHT -Dezember 2014

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Patrick studiert die Route

 

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So sehen unsere Tagesetappen auf dem Plotter aus

 

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Am Horizont betrachten wir die Wolkenbilder und sehen "Märchenbilder"

 

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Zwei Bärchen ?

 

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Ein Hund ?

 

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Ein Hahn der einem Kücken eine Standpauke hält ?

 

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Ein Waldmännchen mit grossem Hut, das in den Himmel kuckt ?

 

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Ein aufgescheuchter Vogel.

 

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Im Hünerhof

 

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Unser Gast vor Barbados

 

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Bilder vom Jagdvogel der uns eine Stunde lang seine Künste zeigt

 

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Abendstimmung

 

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Sonnenuntergang

 

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Bei Mondschein im Cockpit

 

 

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Ankunft nach 19 Tagen in der Bricklys-Bay auf Grenada

 

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Patrick geht tauchen um den Propeller zu kontrollieren

 

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Seil und Netz hängen am Propeller

 

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George-Town

 

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Kolonialzeit ist noch sichtbar

 

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Die Bucht

 

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Alte Londoner Telephonkabinen

 

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Clifton Bay

 

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Es regnet immer wieder zwischendurch

 

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Die Saltwhistle Bay ist die schönste Bucht

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Wallilabou Bay, da wo der Film "die Pyraten der Karibik" gedreht wurde

 

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High-Tech

 

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Wilde Landschaft

 

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Nach 10 JAhren treffe ich Christoph in der Marigot-Bay

 

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Abend in der Marigot-Bay

 

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Mit Rita auf dem Einkaufstrip

 

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In Le Marin, liegen mehrere gestrandete Boote

 

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Der kam Nachts herein. Weihnacht ist vorbei.

 

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Le Fort de France auf Martinique

 

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Die bekannte Kirche

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In Souffriere die Pitons

 

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Die Bucht vor den Pitons

 

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Das Leben in der Stadt

 

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Kolonialstil

 

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Strassenmarkt

 

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Ausflug zum Vulkan

 

Besuch im Topischen Garten. Eine Blumen und Pflanzenpracht wie im Paradies

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Ein Wasserfall in bunten Farben

 

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Tropenwald

 

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Mikel, unser Gide

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Ein anderer Wasserfall. Hier können wir baden und uns den Rücken massierendurch das fallende Wasser

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Ein Tropenvogel

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Kleine Rast im Tropenwald

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Kreolisches Essen

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Unser Weihnachtsbaum

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Ein Weihnachtsessen mit 5 Gängen

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Fondu am Weihnachtstag

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Weihnachtsstimmung ?

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Prost !

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Rainer kommt mit seiner Crew. Er bietet exclusive Törns an unter www.mara1one.de

 

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Die Mitan Bay ist sehr Karibisch

 

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In Roseau im Restaurant

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Beim Apéro

 

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Sunset Bay Hotel, in Domenica, letztes Bad im Jahr

 

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Letzter Sonnenuntergang 2014

 

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Mit Judith und Karin beim Silvesterschmaus

 

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"Meine süsse Gabriela"

 

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Meine Rita

 

 

 

1.12.14

Bereits Dezember und wir sind schon 1800 Seemeilen gesegelt und haben "nur " noch 1000 vor uns.

Bis anhin war das Wetter durchzogen. Jeden Tag hatten wir etwas Regen und Sonne. Es ist warm. Tagsüber sind es um die 28° C und nachts 26°C. Der Wind hat sich eingependelt zwischen 10 und 14 Knoten und blässt regelmässig aus Osten mit 10° + und -, so dass wir ständig nach Westen mit voll ausgebaumten Segeln unserem Ziel stündlich um 5-6 Meilen näher kommen.

 

2.12.14

Heute ist ein normaler Tag. Keine Besonderheiten. Stetiger und regelmässiger Wind ohne grosse Abweichungen. Wir verbringen einen "typischen" Tag.

Wir haben die Uhren nicht umgestellt seit Teneriffa und benutzen die UTC (Universal Time Coordinate) Zeit für unsere Basis.

Morgens wenn es am Horizont langsam hell wird, stehen wir auf. Der Generator wird angelassen und die Batterien geladen, die Wasserentsalzungsanlage eingeschaltet, ev auch Wäsche gewaschen. ( Dies sind alles Geräte, die 220 Volt Strom brauchen.) Bei laufendem Generator benutzen wir die Kaffeemaschine für unser Frühstück.

Das Frühstück, reich garniert, mit Brot, Käse, Wurst, manchmal auch ein Ei mit Speck oder ein Omelett, Butter, Marmelade, Honig, Müsli oder Kornflex, hin und wieder auch frisch gepresster Orangensaft, lässt keine Wünsche übrig.

Während dem Frühstück geht dann die Sonne am Horizont auf. Es ist immer wieder ein Spektakel.

Nach dem Abwasch ist es so gegen 1000, Zeit mit dem Staubsauger durch die Kojen zu fahren. Erstaunlicherweise haben wir immer Staub an Bord, obwohl kein Land in Sicht ist.

Bis 1200 ist Lesen angesagt. Ich bin dran Spanisch zu lernen, denn auf der weiteren Reise wird mir das nützlich sein. Um 1200 wird das Logbuch nachgeschrieben und das Etamal ( in den letzten 24 Stunden gefahrene Meilen) festgehalten. Anfänglich waren es ca 150 SM, in den letzten Tagen nur noch 120 SM.

Mittags gibt es eine Frucht, oder einen Riegel oder etwas Schockolade. Dazu koche ich einen türkischen Kaffee und geniesse dazu ein kleines Rauchöpferchen in Form einer Cigarillo.

Kleine Arbeiten und Reparaturen werden ausgeführt. Oder man putzt das Bad oder sonst etwas. Es gibt immer etwas zu tun auf einem Schiff.

Um 1600 gibt es den "Four-o'clock-Tee" mit 2-3 Bisquits.

1800 ist Apero-Zeit. Ein ganz kleiner Pastis oder einen Fingerhut voll Gin mit Tonic. Es ist gerade genug um den Geschmack in den Mund zu bekommen und etwas Zivilisation zu lecken.

1900 Abendessen. Bis jetzt haben wir feudal gegessen. Jeweils eine kleine Vorspeise und Hauptspeise mit Gemüse oder Salat, oder auch einem kleinen Dessert.

2000 schauen wir uns gerne einen Film auf DVD an. Danach ist Schlafenszeit.

Wir wechseln uns jeden Tag mit Wache halten ab, so dass jede 2.Nacht einer voll durchgeschlafen kann. Das funktioniert super und keiner von uns beiden ist müde.

Und so geht es am nächsten Tag wieder gleich los, obwohl man nie weiss ob es nicht doch plötzlich eine Überraschung gibt.

 

3.12.14

Es sind noch 800 SM bis Granada, unserem gesetzten Ziel. Heute ist auch Jubiläum. Ich fahre die 10'000-ste Meile dieses Jahr seit dem 3.Januar.

 

4.12.14

Gleich beim Frühstück rufe ich Rita über das Satelitentelephon an. Sie hat Geburtstag. Gleichzeitig ist es ein erster Test, mit dem Satelitentelephon zu telefonieren. Bislang haben wir nur SMS geschickt. Die Kommunikation ist so lala, aber die Geburtstagswünsche aus dem Atlantik kommen gut an.

Mitten in der Nacht, so ca 0330 klingt der Radaralarm. Ein Segelboot mit riesigem Spinaker "rast" nur eine Meile an uns vorbei. Nach 1 Stunde verschwindet sein Licht bereits wieder am Horizont. Der muss mindestens 3x so schnell unterwegs sein als wir. Wir machen 5,5 bis 6 Knoten und das ist schon recht gut.

 

5.12.14

Wäschetag. Wir ändern zum ersten Mal seit einer Woche etwas an den Segeln. Der Balooner wird eingeholt und alle Segel auf die Steuerbordseite gesetzt, so dass wir etwas südlicheren Kurs mit Wind querab fahren können. Als Extra hissen wir auch die Besanfok und sind damit gut unterwegs. Noch 550 SM sind es heute Mittag bis Granada.

 

6.12.14

 

Heute ist seit langem ein richtig schöner Karibik-Tag. Die Temperatur steigt bis 30°C, das Wasser ist 28°C warm und nur ein paar Quellwolken am Horizont. Patrick hat das Glück endlich einmal einen schönen Sonnenaufgang zu erleben. Auch haben wir heute zum ersten Mal keine Regenschauer. Diese waren bis anhin jeden Tag einmal zu Besuch, auch wenn manchmal nur ein paar Minuten.

Am Abend, nach dem Nachtessen sitzen wir noch im Cockpitt und lassen uns den warmen Wind um die Ohren streicheln.

Plötzlich stelle ich fest, dass wir trotz 10 Kn Wind nur noch 2 Knoten Fahrt machen. Patrick ist aufgefallen, dass eben das Meer komplett flach war und keine Welle mehr sichtbar. Irgend etwas stimmt hier nicht. Patrick meint,m wir hätten einen Teppich von diesen Büschen durchlaufen. Büsche die wir in den letrzen Tagen ständig einzeln gesehen haben. Es ist etwas, das aussieht wie Seebewuchs, aber in einzelnen Büschen, grössere oder kleinere, an der Oberfläche schwimmen und helle Sprösslinge aus dem Wasser strecken. Wir wissen beide nicht was das ist und schenken dem auch keine weitere Beachtung. Nun aber, wenn wir einen ganzen Teppich von diesen Büschen unter dem Kiel haben, ist das ein Problem. Das Ruder funktioniert noch einwandfrei. Ich drehe mit der SAMANTHA eine Piruette, (360° Drehung) um eventuell angehängtes Zeug loszuwerden. Es ist danach etwas besser aber nicht so wie es sein sollte. Ich starte den Motor. Ohla, der will nicht auf Touren gehen. Das gleiche Phenomen, wie wenn der Propeller voll Bewuchs ist. Zudem rumpelt das ganze Schiff, wenn ich versuche aufzudrehen. Nicht gut ! Etwas vor... etwas zurück, wieder vor und wieder zurück. Endlich wird es besser und wir können den Motor wieder gebrauchen, aber 100% ist es nicht. Irgendetwas hängt da unten im Propeller. Ob es Büsche sind oder ob wir ein abgedriftetes Netz erwischt haben ? Auf alle Fälle müssen wir tauchen gehen sobald wir irgendwo am Anker oder an einem Steg hängen. Gut dass wir vermutlich den Motor nicht brauchen um an unser Ziel zu kommen. In 3 Tagen sollte es soweit sein. Bis jetzt haben wir die ganze Zeit, den Motor nicht eine MInute gebraucht.

Irgendwie ist die Situation da unten besser, denn wir machen wieder normal Fahrt. Ouff...

 

7.12.14

Ein Tag wie jeder andere, nur dass wir nun langsam unseren Tagesablauf etwas mehr der Natur anpassen und die Zeitangaben auf der Uhr nur noch mit dem linken Auge betrachten. Die Karibik hat gegenüber der Schweiz 5 Stunden Zeitdifferenz und die Kanarischen sind genau auf UTC-Zeit, unsere bordzeit seit gut 2 Wochen. Das Heisst, dass wir morgens aufstehen, wenn die Uhr 0900 zeigt, das aber der lokalen Zeit von 0500 entspriche Sonne geht dann eine Stunde später auf, bei uns an Bord 1000, in der Karibik 0600. Den 4-o'clock-tea  servieren wir nun um 1800, ( Lokalzeit 1400 ) und Abendessen ist um 2000 (Lokal 1600) Ins Bett gehen wir um 2300 ( Lokalzeit 1900 )

Wir haben nun noch 2 Tage um uns ganz umzustellen, denn wer geht schon in der Karibik um 1900 ins Bett, wenn andere beim Apero, und beim ersten Rumpunsch sind ?

Ein Vogel kommt vormittags vorbei und zeigt uns wie er Fische fängt. Er kreist um unser Boot in 10m Höhe, dann zieht er die Flügel ein und sausst wie ein Pfeil ins Wasser. Wenn er dann wieder auftaucht, hat er manchmal einen Fisch im Schnabel, den er dann auch gleich verschluckt. Während einer Stunde dauert die Show, dann dreht er ab und verreisst in die Ferne.

Am späten Nachmittag besucht uns ein kleiner Vogel, so etwas wie eine Schwalbe. Dieser sucht sich ein Plätzchen auf der SAMANTHA um sich etwas auszuruhen und mitzufahren. Er meinte sogar, er könne es sich in meiner Kabine bequem machen. Da ich aber gerade heute Morgen das Bettuch gewechselt habe, bin ich nicht erbaut, die Nacht mit ihm zu teilen und ev auf einem verschissenen Laken zu pennen. Also wird Herr oder Frau Vogel freundlich nach draussen komplementiert, wo er /sie es sich bequem macht am Heck.

 

8.12.14

Bei Tagwache sehen wir einen Mumienschlepper, der sich uns von hinten nähert. Es ist die Costa Fortuna ( die Schwester von der Costa Concordia ) Dieser Kapitän nähert sich der Insel Barbados, am Horizont sichtbar in gebührendem Abstand. Scheinbar haben die Italiener doch etwas gelernt aus der Misere des Schwesterschiffes. Auch wir sehen nun beim anbrechendem Tag die Insel Barbados, die wir rechts von uns liegen lassen und schnur straks daran weitersegeln Richtung Grenada. Dort müssten wir morgen anlanden. Es ist ein schönes Gefühl, so nahe am Ziel zu sein. Ein Fischerboot das von Barbados ausfährt, dreht bei und kommt nahe an uns heran. Der Fischer winkt freundlich und zieht weiter. Ein erster Kontakt mit der Zivilisation.

 

9.12.14

Geschafft !!!!!!

Um 1530 legen wir in der Bricklys Bay auf Grenada in der Marina an.

2810 SM und genau 19 Tage und 2 Stunden liegen hinter uns. Wir haben den Atlantik überquert in 458 Stunden mit einem Durchschnitt von 6,1 Knoten. Das sind 5204 Km mit einem Schnitt von 11,29 Km/h.

Alles ist super gelaufen und wir haben nur wenig an unseren Segeln ändern müssen, da wir den Passatwind erwischt haben, der uns von hinten vorwärts gestossen hat.

Wir sind stolz und es war ein tolles Erlebnis, Vater und Sohn.

Ein grosses Bier an der Bar haben wir verdient. Prost !

 

10.12.14

Mit einem lokalen Minibus der uns auf der Strasse aufnimmt, fahren wir die ca 8 KM nach George Town. George Town ist eine typische karibische Kleinstadt, in der auch die Mumienschlepper anlegen. Man sieht es vielen Häuser an, dass man hier einmal in einer besseren Zeit gelebt hat. In den Strassen (deren gibt es nicht viele) herrscht reges Leben, man könnte meinen es sei ein Strassenfest im gange. Wir bummeln kreuz und quer durch den Ort, halten Ausschau nach einem Restaurant, aber diese sind so dünn gesäht wie Brunnen in der Wüste. Einzig, die Fast-Food Schuppen sind gut vertreten. Schliesslich, nach dem flanieren im lokalen Markt, kaufen wir im Duty-Free am Hafen neue Apero-Getränke für mehr oder weniger teures Geld. Dann, ein Besuch in einem gut ausgestatteten Supermarkt und das wars. Unten am Hafen finden wir ein lokales Restaurant das Creolische Speisen anbietet. Wir wagen uns hinein, bekommen Hähnchen mit Gemüse und Reis. Das Essen ist typisch und nicht schlecht und wenn man es dem Vogel, der nun tot auf dem Teller liegt gönnt, dass er ein langes Leben hatte, kann man damit leben. Zurück geht es wieder mit dem lokalen vollgestopften Büsschen. Unterwegs steigen noch 2 junge Mädels ein. Die eine quetscht sich neben mich auf den Sitz. Schade dass es die häsliche ist, und nicht die super schöne, die sich vorne beim Fahrer hinsetzt.

Zurück in der Bricklys Bay geniessen wir noch ein Bierchen und die (endlich gespielte) karibische Musik.

 

11.12.14

Mit herrlichem Wind segeln wir nach Tyrell Bay. Diese Bay ist recht gut besucht und viele Booties lassen hier das Boot aus dem Wasser heben, mit dem einzigen in der ganzen Gegend noch funktionierenden Travellift. Wir drehen eine kleine Runde mit dem Dinghi, checken bei der Immigration aus und geniessen einfach die Sonne und Ruhe.

 

12.12.14

Nur knapp 3 1/2 Stunden weiter und wir landen in der Clifton-Bay. Auf den ersten Blick ein traumhafter Ort mit blauem und türkies Wasser. Ein Einheimischer fängt uns ab und bietet für 50 $ eine Boye an. Für 20 ist er dann auch noch einverstanden. Im nahe gelegenen Flughafen gehen wir einchecken. Nach dem Zoll und der Polizei müssen wir noch den Stempel der Immigration haben. Dort ist aber niemand im Büro. Keiner kann uns sagen wann der Stuhl besetzt sein wird. Der Strasse entlang spazieren wir wieder Richtung Dingi-Platz. Eine Dame, mit reichlich Kurven in eine Uniform gequetscht, begegnet uns. Dame, Uniform, Immigration.... ich mache den Link und frage sie. Ja... sie ist von der Immigration. Wir begleiten sie zurück zum Flughafen, wo sie dann erfuet über das Wiedersehen mit Kollegen, erst die ganzen Neuigkeiten austauscht, bevor sie unsere Pässe öffnet und dort den so wichtigen Stempel hineindrückt. Endlich.... Danke...

Ein anschliessender Spatzierer im Dorf gibt uns weiter das karibische Gefühl. Alles Bretterhütten, wenig Angebote in den Läden und Schuppen. Eine absolute Ruhe bei der Bevölkerung, die sicher nicht mit Herzinfarkten und Born-Outs zu kämpfen hat. Aber... alles sehr überteuert.

Am Abend merken wir bei stark aufkommendem Wind, dass wir hier in dieser Bucht absolut ungeschützt liegen. Nur die Wellen sind etwas gedämpft durch ein neben uns liegendes Riff. Ein Schiffsnachbar hat einen Hurrlibus, (Windrad für Strom) an Bord und dieses Teil macht so einen Lärm, dass selbst der Wind in den Wanten übertönt wird.

Hier würde ich nicht nochmals anlanden.

 

13.12.14

Nur eine Stunde weiter und wir setzten den Anker in der Salt Whistle Bay. Dies ist ein wirklich schöner, romantischer Ort, ganz so wie man sich die Karibik vorstellt. Vom Strand her klingen Steel-Drum-Klänge an unser Ohr und das Wasser lädt zum Baden ein.

Das Hotel, das so super tolle Bungalos und eine schöne Bar hatte, ist geschlossen. Vor 5 Jahren sei der Besitzer gestorben und eine deutsche Lady, halte die Stellung, jedoch ohne den Betrieb zu bewirtschaften. Schade...

 

14.12.14

In Rekordzeit segeln wir bei starkem Wind querab bis zur Admirality-Bay auf Bequia. Hier haben wir in das neue Jahr 2000 gefeiert. In der Erinnerung habe ich noch die super Stimmung beim Frangipani. Steeldrum-Reggae , lokale Punch-Getränke usw. Heute....tote Hose. Nur am Donnerstag Abend ist dort Live-Musik und Grillparty. Wir setzen uns in Marias Café und zumBierchen und Internetlen.

Am Abend essen wir im Ginger-Bread-Restaurant. Es ist gut aber auch hier saumässig teuer.

 

15.12.14

Etwas enttäuscht ziehen wir weiter in die Wallibou-Bay auf San Vincent. Diese Bucht war super romantisch im 2000. aber Auch hier hat die Zeit weiter gearbeitet. Nachdem hier die Filme zu den " Piraten der Karibik "gedreht wurden, ist die Bucht verbaut und verunstaltet worden. Nichts mehr ist übrig vom alten Flair, nur die " Bimbos" die einem belästigen und Geld abknöpfen, sind geblieben.

Wir wollen den im Buch vermerkten Wasserfall besuchen. Ein Kilometer der Strasse entlang und wir finden einen eingezäunten Park. Der Wasserfall ist so ungefähr 3 m hoch ! Dafür müssten wir je 5$ Eintritt bezahlen. Nein danke. Am Eingang ist eine Tafel angebracht, auf der steht geschrieben, dass dieser Park durch die EU finanziert wurde. Da wird wieder einmal mehr einer auf einem Stuhl klebender hoch bezahlter Politiker in Brüssel, zusammen mit einem schwarzen Kollegen dieses Projekt ausgeheckt haben und das dann unter "Entwicklungshilfe" über die EU finanziert haben, wobei dann sicherlich einiges an Geld in verschiedene Kanäle gelaufen ist. Hierfür wählen wir unsere Vertreter in der EU !

Ein Bimbo kommt ans Schiff, klönt uns eins vor, so wegen 4 Buben und teure Schule und kein Geld. Wir kaufen ihm ein paar Früchte ab. Da wir nicht 15 EC$ haben, sondern nur eine 20er Note, verspricht er, das Wechselgeld zu holen. Denkste.... der alte Rudy wurde wieder einmal schön brav hereingelegt !!!!

 

16.12.14

Schon um 0600 stehen wir auf. Wir wollen früh weg um die Insel St. Lucia zu erreichen. Mit gutem Wind segeln wir voll durch bis zur Marigot Bay. Hier war ich schon am Jahreswechsel 1999 zu 2000. Die Bucht ist komplett umgestaltet. Da wo ein kleiner Holzsteg mit den Charterbooten Mooring war, ist nun eine richtige Marina (unter schweizer Management) mit Booten, wie man sie an den teuersten Plätzen dieser Welt sieht. Mehrere Restaurants sind gebaut worden und in der Bucht liegen Mooringboyen aus. Am Nachmittag bekam ich einen Funk-Anruf von einer Solo. Es stellte sich heraus, dass es ein Christoph ist, der mit seiner Amel ebenfalls die Marigot Bay ansteuert. Er hat mich auf dem AIS entdeckt und da er selber schon 2 Mal mit mir gesegelt ist kennt er das Boot.

Wir legen nebeneinander an Boyen an. Apéro und dann nach seinem Wunsch wieder einmal die Käsespätzle.

Es wird ein feucht fröhlicher Abend, aber Christoph geht früh zu Bett, denn er will Morgen um 0600 los.

Patrick findet die Bay super toll, setzt sich ins Dingi und geht zur nächsten Bar mit Live-Musik. Väterchen liegt im Bett und hört wie der Sohn um 0200 nach Hause kommt. Es ist wie früher !

 

17.12.14

Kein Wind. Wir motoren die ganze Strecke zurück an die Südspitze, nach Vieux Fort. In vieux Fort ist der Flughafen für Internationale Flüge. Die Bucht bietet leider nicht das, was im Buch steht. Wir setzen den Anker in der südlichen Bucht. Ein Einheimischer kommt mit seinem Motorboot vorbei und bietet uns alles mögliche an Service-Leistungen an. Sein Name Mathias. Wir einigen uns darauf, dass er uns morgen um 1500 vom Boot abholt, in den nHafen bringt, wo er ein Taxi organisiert, das Patrick und mich zum Flughafen bringt, danach geht die gleiche Reise umgekehrt zurück mit Rita und zum Boot. 70 EC$ sind vereinbart. Mathias erklärt uns, dass genau da wo wir den Anker liegen haben, letztes Jahr, ein Engländer auf dem Schiff überfallen wurde, mit tötlichem Ausgang. Wir heben darauf hin den Anker wieder und verlegen uns direkt vor die Hafeneinfahrt, wo zwar gemäss Buch, Ankerverbot besteht, aber Mathias meint, hier lägen wir ruhig. Nun beginnt die Putzerei, denn das Boot muss ja in Ordnung sein, wenn morgen Rita kommt.

Zum Eindunkeln spazieren wir noch ein wenig im Dorf umher. Es gibt hier nichts, ausser einer sehr belebten Hauptstrasse und einen riesigen Fischmarkt.

 

18.12.14

Den letzten Schliff am Boot und wir sind bereit. Es ist 1500. Kein Mathias . Schliesslich lassen wir das Dingi ins Wasser und beladen es mit allem Gepäck. Am Ufer hat Mathias jede erdenkliche Ausrede. Ich nerve mich !

Elvis, der mit seinem Auto wartet, ist voll OK. In 5 Minuten sind wir am Terminal. Der Flieger kommt mit 50 Min. Verspätung an. Wir warten auf Rita, die kommt und kommt nicht. Schliesslich dann doch, aber Patrick kann nur noch kurz hallo sagen, denn sein Flug, (gleicher Flieger zurück) wird bereits ausgerufen.

Elvis bringt uns zurück zum Hafen. Mathias weigert sich uns zum Boot zu fahren. (Ein riesen Ar.....). Ich muss mit dem Dingi das Gepäck hinausfahren, dann die Rita holen.

Rita ist nicht sehr glücklich über diesen Empfang und dass das Boot vor Anker liegt und leicht schaukelt.

 

19.12.14

Halbe Zeit segeln, halbe Zeit Motoren. Ich wollte eigentlich nur einen kurzen Schlag machen und in der Suffriere Bay Anlegen. Da an den Boyen schaukelt es aber ganz schön. Wir legen wieder ab und bewältigen den Rest bis in die Marigot Bay. Am Steg bei Doreen ( Hotel Moyo ) legen wir an. Ich hatte Doreen, die Besitzerin letzmal gefragt, was sie für eine Platz nimmt. Wenn wir dort essen, würde sie nichts nehmen. Also, dann haben wir schon 81 EC$ fürs Essen, statt für die Boye zu bezahlen.

Wir essen auch gut, aber günstig ist es auchn nicht, wie niergens in der Karibik. Die Preise sind einfach überall unverhältnismässig. Für das gleich Geld kann man selbst in der Schweiz in einem guten Restaurant essen, dort stimmt dann aber auch die Leistung. Taxi sind so teuer wie in der Schweiz. Die Leute fahren Autos die in der Schweiz gut und gerne 90'000 CHF kosten, dafür leben sie aber in Bretterhütten mit Wellblechdach. Es stimmt einfach nicht.

 

20.12.14

Für 160 USD haben wir uns mit Mikel geeinigt für einen Ausflug auf der Insel. Pünktlich um 0900 holt er uns ab, ist sauber gekleidet und das Auto ist geputzt. Mikel ist der erste, den ich nur empfehlen kann. Er ist höchst anständig, hat gute Manieren und ist überhaupt nicht aufdringlich und er ist korrekt. Wir fahren zur Suffriere Bay, zum Vulkan, in den Diamont Garden (ein wunderschöner tropischer Garten) und zu einem Wasserfall, wo wir uns durch das herunterfallende Wasser massieren lassen. Mikel hält an allen schönen Spots an, so dass ich eine ganze Reihe von Fotos machen kann. Mittags essen wir eine Kleinigkeit in einem lokalen Restaurant. Das Essen ist sehr gut und der Preis vernünftig. Es ist ein schöner, erlebnisreicher Tag. Am Abend bringt uns Mikel an eine Boye, an der wir die Nacht hängen, uns aber nichts kostet. Am Abend geniessen wir das richtige karibische Flair mit CD-Musik, die ich von Mikel gekauft habe.

 

21.12.14

Um 0800 bin ich vor dem Zollbüro. Ich muss mich noch abmelden, denn wir verlassen St Lucia.

Um 1000 endlich (am Anschlag steht 0800 ) kommt endlich ein mürrischer Beamter angetrottet. Stempel und 100 EC$ bezahlen. Im Pass bekomme ich keinen Ausreisestempel, denn der Herr von der Immigration ist nicht erschienen. Das mache nichts, meint der mürrische Beamte. Dann hätte ich mir ja gleich den ganzen administrativen Scheiss und 140 EC$ sparen können !

Man lernt immer wieder dazu.

Von 1000 bis 1600 schaffen wir es bis "Le Marin" auf Martinique. Es ist eine heikle Anfahrt mit vielen Untiefen. Meine Navionics-Karte konnte ich nicht Updaten, so habe ich nur das Hafen-Handbuch zum Navigieren und prompt sitzen wir plötzlich auf. Rückwärts gehts wieder zurück ins tiefe Wasser und an eine Boye. Danach hole ich das grosse Dingi hervor und verpacke das kleine. Nun können wir auch grössere Strecken mit dem Dingi bewältigen. Am Abend finden wir Christoph am Steg. Er ist in einem guten Zustand (Christoph, nicht der Steg). Trotzdem gehen wir in einem französischen Restaurant essen. Endlich wieder etwas Zivilisation.

Noch ein Absacker bei Christoph und zurück zum Schlafen.

 

22.12.14

Christoph wollte, dass wir nochmals zusammen Mittag essen, bevor er heute nach Hause fliegt. Bei der Amel hole ich das Teil, das ich brauche um den Balooner hochzuziehen, das uns unterwegs gebrochen ist.

Im Supermarkt, geniessen wir so richtig die Möglichkeit, wieder einmal in einem guten Sortiment auszuwählen, was das Herz begehrt. Das Angebot ist riesig (ausser Fleisch, da gibt es nur Schweineschwänze und solches Zeug), und die Preise sind vernünftig. Wir füllen das Dingi bis an den Rand.

Abends muss ich nochmals ans Wifi um meine Karten auf den neuesten Stand zu bringen. Auch wollen wir unseren Lieben zu Hause noch Weihnachtsgrüsse mailen.

Trotzdem wir beide nur ein Bierchen hatten, fällt die Rita beim Einsteigen ins Dingi daneben und geht Baden.

"Ist nicht lustig !" sagt sie.

Zurück auf dem Boot, sehen wir dass ein Segler bei einer Untiefe gestrandet ist und das Boot versenkt hat. Es liegt ganz schräg im Wasser und ist halb vollgelaufen. Für die sind die Weihnachtsferien vorbei.

 

23.12.14

Gemütlich frühstücken, dann legen wir los. Der Wind ist voll dabei und wir erreichen schnell die Bucht, die schön und ruhig sein soll. Schön ja, ruhig, nein. Rita dreht fast durch, legt sich hin und will einfach abwarten. Wir sind an einer Boye festgemacht, aber es schauckelt ganz schön. Im anderen Eck der Bucht scheint es etwas ruhiger zu sein, aber dort sind alle Boyen besetzt. Einige kennen sich scheinbar aus.

Hoffen wir dass es am Abend ruhiger wird. Leider nur ein bischen. Leichtes Schaukeln bleibt die ganze Nacht.

 

24.12.14

Nur ums Eck, und wir setzen den Anker direkt vor der Stadt und neben einem Kreuzfahrtschiff bei Fort de France.

Es ist kaum Mittag vorbei, so dass wir noch Zeit haben einen Bummel in die Stadt zu machen. Fort de France ist recht charmant, eine Reissbrett-Stadt. Alle Strassen sind im rechten Winkel, so wie die Ami-Städte und La Chaux de Fonds. Rita stöbert in den Klamottenläden herum und wird auch fündig. Im Carefour-Supermarkt decken wir uns auch noch ein, denn hier ist das Angebot riesig und variert, ausser, auch da gibt es nichts richtiges an Fleisch. In der Karibik habe ich bis anhin noch niergens einen Metzger gesehen. Schweineschwänze eingelegt könnte man an jedem Eck kaufen, aber nicht mit Rita.

Fürs Abendessen lassen wir uns etwas einfallen.
Nach dem Apéro gibt es Lachsbrötchen, dann Avocado mit Cocktailsauce, dann Crevetten an Senf-Zitronensauce. Als Hauptspeise werden Steaks, Pommes und Gemüse serviert. Als Nachtisch bekommt jeder einen Schockoladepuding. Das GAnze wird abgerundet mit einem Avocado und einer Zigarre, (für mich)  eine Zigarette (für Rita)

 

Eine etwas andere aber schöne Weihnacht ist es.

 

25.12.14

Schon in der Nacht hat es dauernd geregnet. Den ganzen Tag lang geht es weiter mit Regen, Sonne, Regen. Um 1600 wollen wir in die Stadt und einen Eisbecher essen. Nichts ist, alles ist zu, nur verregnet werden wir und kommen patsch nass zurück auf's Boot.

Den Abend gestalten wir richtig romantisch, kochen ein Fondue (das hatte Patrick mitgebracht), hören Weihnachtsmusik und geniessen das Zusammensein.

 

26.12.14

Schon früh sind wir beide wach. Nach dem Frühstück, bereits um 0800 heben wir den Anker und segeln zurück nach Le Marin. Hier hängen wir uns an eine Boye, nahe den Stegen, gehen mit dem Dingi an Land, trinken einen Apero und danach geniessen wir eine Rösti und Bratwurst.

Morgen sollten wir Rainer treffen. Rainer ist als Skipper mit Crew unterwegs. Rainer war mein Segellehrer und Skipper-Kurs-Lehrer. Auch Rita hatte vor 10 Jahren bei ihm, mit Barbara auf Elba einen Lernkurs gemacht. Wir freuen uns auf das Wiedersehen.

 

27.12.14

Heute ist Waschtag. Ich bin gerade dabei die Wäscheleine zu montieren, da fährt ein Katamaran neben uns vorbei und der Skipper ruft mich beim Namen. Es ist Rainer !!!

Mit seinem Kat legt er an einem Steg an. Wir folgen Im mit dem Dingi. Das Wiedersehen ist wunderschön. Muss man doch wirklich um die halbe Welt segeln um alte Freunde zu treffen. Am Abend gehen wir alle ins Tic Toc, zum Essen. Hier haben wir Zeit zu plaudern und von den alten Zeiten zu berichten. Spät, gehen wir zurück zum Boot.

 

28.12.14

 

Von Le Marin segeln wir zurück in die Bucht von Le Fort de France, nach der Mitan Bay. Es kommt keine Freude auf bei Rita, denn es schaukelt ziemlich stark. Das Örtchen bringt auch nichts besonderes, ausser Klamottenläden für Touristen. Es gelingt mir auch nicht irgendwo in ein Netz zu kommen um diese Homepage hochzuladen. Überall auf der ganzen Insel gibt es nur Probleme mit WiFi, und das in einer französischen Kolonie ! Sind doch sonst die Frogies so gut in Sachen Komputer. Hier scheint Herr Holland kein Geld hinzuschicken für eine anständige Infrastruktur.

 

29.12.14

Am Abend sind wir in St Pierre, einer letzten Bucht in Martinique. Kein Kommentar. Rita schaut mich dauernd von oben bis unten an, das weil es anders gar nicht geht, wegen der Schauklerei. Zufällig liegen noch zwei andere schweizer Schiffe gleich neben uns. Die einen wohnen in Sion, die anderen in Champery. Da gibt es natürlich etwas zu reden. Bei René und Ginette aus Champery trinken wir dann auch noch einen Kaffe.

 

30.12.14

Von St Pierre legen wir gleich in der Früh los. Rita hat wegen der Schaukelei kaum geschlafen. Wir müssen aber heute noch nach der Insel Domenica. Das heisst, wir werden das volle Atlantik-Programm zwischen den Inseln bekommen. Gute 3 Stunden, dann sind wir wieder in Landabdeckung, ohne grosse Wellen, aber 3 Stunden sind für Rita äusserst hart. Sie versucht zu schlafen so gut es geht, während ich draussen versuche so sanft wie möglich zu segeln. Schliesslich haben wir es geschafft und gehen an die Bar und später zum Nachtessen, es soll sehr gut sein, haben uns René und Ginette versichert.
In der Tat, wir reservieren für 1900 einen Tisch, vertreiben die Zeit mit Baden und Skipo-spielen.

Um 1900 besteigen wir das Dingi (Rita nennt es unser Auto ), fahren an den Steg und betreten das Restaurant. Kein Mensch, weit und breit. Wir sind die einzigen Gäste.

Der Kellner weisst uns an einen reservierten Tisch, nimmt die Bestellung auf, während dem er ständig einen Kaugummi im Mund dreht.

Es gibt nur 3 Menüs. Fisch, Huhn und Vegetarisch. Rita bestellt einen Domenica-Salat zur Vorspeise, ich eine Suppe. Als Hauptspeise bestellt Rita den Fisch, ich das Huhn.

Ritas Salat ist nichts anderes als eine gewöhnlicher, gemischter Salat mit schönem Namen und meine Suppe etwas undefinierbares. Beides ist aber gut.

Auf die Hauptspeisen warten wir fast eine Stunde. Als dann endlich serviert wird, sind die Speisen bereits ausgekühlt. Vermutlich hat der Koch hier in diesem Hotel noch einen Nebenjob, zB als Tankwart an der gegenüberliegenden Tankstelle. Das Essen ist wirklich sehr gut, nur schade, dass es mit Lufttemperatur serviert wird.

 

31.12.14

Nur etwa 7 SM sind es bis zur Batali Beach, wo das Sunset Bay-Hotel angesiedelt ist. Es ist ein Belgier, der das führt und es soll sehr bekannt und extrem gut sein für Lobster.

Ich telefoniere um für den Abend zu bestellen und eine Boye zu reservieren. Alles OK, kein Problem.

Wir haben etwas mühe, das Hotel zu finden, können uns aber dann per Tel. einweisen lassen zu einer Boye. (Es hat nur 3) und nur ein einziges anderes Boot liegt dort in der Bucht.

Rita ist glücklich, weil es hier recht ruhig zu sein scheint

Am Nachmittag steigen wir ins Dingi und binden am Steg an. Das Hotel ist etwas zwischen den Palmen versteckt, aber sehr nett und scheint auch gepflegt zu sein. Ich klinke mich erst ein ins Netz und mache alle Updates.

Während dieser Zeit lernt Rita Judith und Karin aus Liechtenstein kennen. Ich finde die 3 Damen etwas später beim Rumpuntsch. Ich setze mich auch dazu, und die nächste Runde wird aufgetischt und die Runde fröhlicher.

Wir vereinbaren, dass wir heute Abend an einem gemeinsamen Tisch essen, was auch beim Management kein Proplem darstellt.

Als es schon langsam eindunkelt, hole ich die beiden Ladies am Steg ab zum Apéro auf der SAMANTHA.

Wir bestellen unser Essen so gegen 2000, werden auch recht schnell bedient, aber, plötzlich kommt die Kellnerin nochmals vorbei, nimmt die 3 Teller mit der Ente wieder weg und stellt sie vor die Gäste am Nachbarstisch. Gut war, dass mein Lobster noch nicht serviert war, denn dadurch wollten Judith und Karin noch nicht mit Essen anfangen und die Ente war noch unangetastet. Alle 3 Damen haben die Ente "medium" bestellt, das was aber auf dem Teller liegt ist sehr, sehr gut durchgebraten. Dann kommt auch mein Lobster. Ich traue meinen Augen erst nicht. Ein Baby-Lobster liegt auf dem Teller, und das für 60 Dollar.

Dann aber kommt "meine süsse" Gabriele, so heisst und ist unsere Bedienung, mit einer Platte voller Lobster. Ob ich die alle mag ? Nun werden die 60 Doller wieder sehr vernünftig !

Es ist dann beim Dessert schon 2200, Judith kann ihre Augen kaum mehr vor den davor vorgesehenen Öffnungen halten. Die beiden Liechtensteinerinnen verabschieden sich. Rita und ich bleiben noch einen Moment, warten aber Mitternacht auch nicht ab, denn es ist keine besondere Feststimmung und keine gute Musik hellt die Stimmung auf. Viele der mehrheitlich dunklen Gäste sind schon stark angetrunken und gröhlen an den Nachbartischen. Der Chef, ein älterer Herr, erfreut sich an einigen vollbusigen Damen und wirbelt von Tisch zu Tisch zum Small-Talk.

Die Überraschung haben wir, als wir ins Dingi steigen wollen. Das Böötchen hat sich unter die Badeleiter geschoben und als ich versuche dieses zu befreien, pfeifft es plötzlich und die Luft entweicht aus einer der 3 Kammern mit lautem Zischen. Schnell einsteigen und noch zum Boot fahren, bevor die Luft ganz raus ist und wir noch schwimmen müssten. Es klappt. Wir kommen gut an, steigen sofort aus und heben das Dingi an Deck.

Mit einem letzten Schluck an Deck verabschieden auch wir uns kurz vor Mitternacht von dem ereignisreichen Jahr 2014. Zu Hause sind unsere Lieben und Freunde vermutlich schon am pennen,denn dort ist es nun bereits 0500 im Jahr 2015.