REISEBERICHT - August 2014

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In der Bucht von Göcek ist richtig was los

 

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Besuch in der Mövenbucht

 

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Claudi

 

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Rudy hat jemanden der beim Segeln hilft und im Boot zum Rechten schaut

 

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Kalkan, Moschee

 

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Im Hafen Kalkan

 

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Abendstimmung Kalkan

 

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Auf Reede bei Castellorizon, der griechischen Insel mitten in der Türkei

 

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Bei Kerkova. Wildes Gestein

 

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Das Dorf Kerkova

 

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Die Burg

 

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Die Sakropharge

 

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Badefreuden bei 28°C

 

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Claudi putzt das Dingi....

 

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....und steuert die SAMANTHA

 

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Rita kommt, geniesst die Wärme. Ein Schock von 9°C auf 37°C innert wenigen Stunden. Das Wasser bringt Abkühlung

 

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Gemütlich zur Apérozeit

 

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In der Kaltwasserbucht bei Ali ist etwas los.

 

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Abendessen bei Ali

 

1.8.14

Draussen stehen grosse Wellen. Hier in der Bucht liegen wir gut. Die Entscheidung ist, wir bleiben hier. Freundliche Schiffsnachbarn schwimmen vorbei und wünschen uns einen schönen Nationalfeiertag. Zum ersten Mal bemerke ich eine etwas erhöhte Aktivität. Es wird gebadet. Man holt die Tauchbrillen hervor und geht schwimmen. Gegen Abend unternehmen wir sogar noch einen Spaziergang um die Bucht, zu schönen Aussichtspunkten.

Zur Feier des Tages koche ich Rösti und Bratwurst mit Zwiebelsauce und zum Dessert Griesköpfli. Für die Beiden zu kochen macht richtig Spass, denn sie schätzen es sehr und sind dankbare Esser.

Dass ich heute das Handy von Noel in einer Bagskiste gefunden habe und er somit wieder mit der Welt verbindung hat, war natürlich das High-Light des Tages.

 

2.8.14

Die Sonne steht schon hoch am Himmel. Es ist 0830 als ich erwache. Vorne in der Koje ist noch alles ruhig. Im Cockpitt sitze ich und lese. Irgendwann werden die Jungen schon ausschlüpfen. Um 0930 stelle i9ch den Generator an, das ist das Zeichen dass Tagwache angesagt ist. Es regt sich nichts im Schiffsbauch. Ich mache mir ein einfaches Frühstück und trinke einen Kaffee. Dann setze ich mich an den Tisch nund bearbeite diese Homepage. Seit Francois gekommen ist habe ich nichts mehr geschrieben. Es ist Zeit dies nachzuholen.

Es ist nun b ereits 1230, nun kommt Bewegung ins Boot.

Man ist aufgestanden !!!!!

Das Frühstück wird nun zum Mittagessen, dann legen wir los. Das Ablegemanöver mit Landleinen funktionniert super.

Kaum aus der Bucht frischt der Wind auf und Noel übt sich im Segeln. Er macht das schon recht gut und scheinbar macht es auch Spass.
Später am Nachmittag legen wir in der Quellenbucht an, mit einem gut gelungenen Anlandemanöver. Wenn sich alle konzentrieren und jeder seine Aufgabe richtig ausführt, dann sieht es aus als seien wir ein engespieltes Team. Zum Abendessen geniessen die beiden Teenies Fleisch und ich einen Fisch.

 

3.8.14

Auch heute ist uns der Wind gut gesinnt. Wir segeln bis nach Fethye und setzen dann den Anker in Göcek auf Reede.

Bierchen in der Bar und natürlich Handy-Stunde mit Wifi

 

4.8.14

Spät aufstehen, Frühstücken gegen Mittag und ein wenig Segeln, dann In einer Bucht mit Landleine festmachen. Etwas Baden und Handy bearbeiten.

 

5.8.14

Segeltag vom feinsten, in der Bucht von Göcek hin und her, dann auf Wunsch der Jungen wieder in der Drachenbucht fesstmachen. Die Drachenbucht scheint es den beiden angetan zu haben, obwohl ja nur etwas gebadet wird. Den Spaziergang, oben auf den Berg wollen sie nicht machen.

 

6.8.14

Von der Drachenbucht segeln wir wieder einmal zurück nach Göcek, wo der Anker gesetzt wird. Dreimal Raten, was danach gemacht wird.

 

7.8.14

Wir bleiben heute in Göcek. Es muss aufgeräumt und geputzt werden, die Koffern müssen gepackt werden und das ganze Schiff muss nach einzelnen Teilen, wie Kopfhöhrer und sonstige Artikel durchforscht werden.

Am Abend gehen wir nochmals beim Kebab-Hospital essen, in "unserer" Bar trinken wir noch einen Abschiedscocktail, dann werden die Wecker auf 0500 gestellt und ab gehts in die Kojen.

   
8.8.14

0500. Die Wecker rasseln. Ein letztes Mal ins Bad und für die Heimreise vorbereiten. Ich habe noch Sandwiches vorbereitet, die noch oben drauf ins Handgepäck gestopft werden. Mit dem voll beladenen Dingi landen wir beim Eingang der Marina an, wo bereits der Fahrer auf uns wartet.

Der Abschied ist kurz und bündig. Die beiden bedanken sich nochmals für alles, steigen ein und winken, bis sie um die erste Kurve entschwinden.

Es waren 2 schöne Wochen. Ungewohnt für mich, aber da die Beiden ein Muster von Anstand und Höflichkeit waren, habe ich gut und gerne damit leben können, dass sie sich halt wenig um die Schönheit der Gegend und die Freuden um den Segelsport interessierten, sondern nur den ganzen Tag, entweder schliefen oder auf dem Handy herummachten. Ich glaube, wir waren als Jugendliche etwas anders gestrickt. Wir wollten etwas erleben und etwas unternehmen. Ruhig sitzen war für uns eine Qual und am Tag schlafen müssen wurde als Strafe verwendet.

Ich galube dass man heute die Jungen ganz einfach an 2 verschiedenen Seiten des Hauses hinlegen könnte, jedem ein Handy in die Hand drücken müsste und die dann nach Ablauf der Ferien wieder hereinholt. Das wäre doch auch Urlaub, und zwar recht günstig, denn es fielen ja nur die Handy-Gebühren an. Dies könnte man dann UHU (ums Hus ume) Ferien mit Wifi nennen.

Um 1000 verlege ich das Boot in die Marina, heute wird der Bugstrahlrudermotor wieder eingebaut, das Bimini geflickt.

Den Tag verbringe ich mit Waschen. Fünf Maschinen muss ich füllen, bis alles wieder sauber in den Schapsen liegt. Bis zum Abend bin ich am Putzen, gehe noch einkaufen und schliesslich Skype ich noch mit Rita. Dann bin ich fix und alle und falle halb tot ins Bett.

 

9.8.14

Den letzten Schliff am Boot, Wasser auffüllen und Bootsdeck spülen. Dann ist es 1100 und Claudi mit Lissi werden vom Fahrer zum Boot gebracht. Es ist schön, die beiden wieder einmal zu sehen. Claudi ist eine Seglerin mit eigenem Boot auf dem Bodensee. Die kommenden zwei Wochen werden in Sachen Segeln bestimmt etwas interessanter werden.

Schnell werden die Taschen in die Koje gebracht und danach legen wir ab setzen den Anker vor dem Hafen, gehen nochmals einkaufen.

Ich leiste mir noch 2 neue Festmacherleinen. Die alten Leinen sind zwischenzeitlich vom Salz und der Sonne so hart und unbeweglich geworden, dass ich fast einen Vorschlaghammer bräuchte um diese zusammenzulegen.

Vollbepackt kehren wir auf die SAMANTHA zurück, trinken einen Apéro und gehen dann zum Essen und flanieren.

 

10.8.14

Die ersten Manöver fahren wir heute in der Bucht von Göcek. Der Wind ist super. Später angeln wir uns eine Boye in der "Boyenbucht" und geniessen das Wasser, den Apéro und das Curry-Geschnetzelte mit Reis. Einige junge Türken fahren ständig um nser Boot herum und tun so als würden sie Fischen. Wir bemerken aber bald, dass die mehr Augenmerk auf Lissi werfen, als auf ihre Fischerleine. Lissi liegt oben auf der "Sonnenwiese" und streckt ihre gut proportionierten Titen in die Luft. ( wohlverstanden , anständig im Bikini ) Das ist es was die jungen Türken interessiert. auch wenn sie deswegen verhungern müssten.

 

11.8.14

Um 1000 müssen wir in Göcek sein. Die neuen Membranen für den Wassermacher sind bereit. Mit dem Dingi hole ich die Mechaniker ab und um 1200 funktioniert der Wassermacher wieder wie neu. Danach hält uns nichts mehr hier und wir segeln los. So wie der Wind steht, können wir der Küste entlang aufkreuzen und uns in die Drachenbucht legen. Dann, langsam aber sicher dreht der Wind rückwärts und wir fahren einen direkten Kurs zur Gemiller Reede. Na das ist ja auch nicht schlecht, denn das liegt auf unserem Weg Richtung Süden. Hinter der Insel mit dem Ruinendorf liegen viele Schiffe, mit und ohne Lautsprecher. Hier bleiben wir nicht. Dann aber am Ende der Insel finden wir eine ruhigen Platz, legen mit Heckleine an. Beim Manöver benutze ich das neu reparierte Bugstrahlruder. Leider nur eine Minute, dann pfeifft der Motor und auf dem Bugstrahler habe ich keine Reaktion mehr. Toll. Per SMS melde ich an den Techniker, dass ich wieder vorbeikommen werde, um die Reparatur nochmals zu m achen. Dann aber hoffentlich so, dass es nicht nur für eine Manöver langt. 500€ hat die Reparatur gekostet, und 1 Mal hat's funktioniert.

Die Nacht durch wurden wir mit einem leichten Schwell beglückt. Ich habe nichts gemerkt, aber die beiden Damen sind sich noch nicht gewohnt.

Die Lissi macht Panik als einige Wespen zu Besuch kommen. Ich hatte zwar die fünf Fünfrappenstücke hingelegt, (die sollen die Wespen fern halten), scheinbar kennen aber die türkischen Wespen die schweizerische Währung nicht, ganz im Gegensatz zu eineigen Herren in den oberen Etagen, die gerne  ihr Geld in dieser Währung horten.

Mit der Fliegenklatsche bewaffnet werden die Wespen, eine nach der anderen totgeschlagen. Bei jedem Neuankömmling rennt die Lissi auf und davon, mit Geschrei als wäre sie gestochen worden. Das geht so auf den Nerf, dass ich dann auch mal etwas lauter werde.

Mit Beginn der Dunkelheit sind dann auch alle Viecher weg.

 

12.8.14

Der Teufel will es dass wir heute keinen Wind haben. Gestern war Vollmond und das Wetter hat sich geändert. Mit Motorengeräusch den ganzen Tag im Ohr schleichen wir der Küste und dem langen Sandstrand entlang bis nach Kalkan. ob wir da um 1700 noch einen PLatz bekommen ? Ja. Glück haben wir. Es sind noch 3 Plätze frei und ich muss mich ohne Bugstrahlruder mit Buganker zwischen zwei Boote zwängen. Einer davon ist ein Schweizer . Auch wenn der am Boot keine Fahne gehabt hätte, wäre mir die Nationalität klar gewesen. So typische Mädels, vom tiefsten Berner Oberland, die erkennt man sofort und das freundliche "Grüezi mitenand " war auch spontan.
Nach Lammkottelets, Spinat und "Annemarie-Hörnli ( Hörnli und Zwiebeln in gleichen Mengen zusammen gekocht ), flanieren wir im Städtchen und setzen uns dann in eine Bar um den Abend zu geniessen. Claudi und Lissi gefällt es hier genau so wie mir.

 

13.8.14

Zuerst gehen die Damen noch einkaufen. Dann legen wir los und motoren nach Castelorizon, Vor Mysteri, legen wir uns auf Reede, fahren mit dem Dingi in einen kleinen Hafen und spazieren über einen romantischen Fussweg ins Städtchen. Beim Apero in gemütlichen Korbstühlen am Quai wird geskyped und werden Mails geschrieben. Dann im gewohnten Restaurant verzehren wir herrliche Calamari und Pommes. Das Ganze begleitet mit einem kühlen Rosé. Das ist Urlaub.

Der Rückweg ist gut beleuchtet und wir finden unser Dingi und danach die SAMANTHA ohne Problem

.

14.8.14

Ohne WInd. Es ist beschis......, fahren wir bis kurz vor Kerkova. Dann kommt etwas Wind auf und wir machen in der Bucht eine Site-Seeing-Tour. Danach drehen wir ab und steuern den Steg bei Ramazan an. Hier können wir wie üblich Steuerbord anlegen. Ein Schwumm, dann ein Spaziergang über die Landzunge zu den Sakrophargen in Apelei. Auf dem Weg dorthin verliert Claudi die Sohle an einem Schuh und humpelt nun auf den spitzen Steinen als wäre sie barfuss. Claudi ist ein gutes Gemüht und nimmt es sportlich. Danach der Apéro und um 2000 Essen bei Ramazan. Ich geniesse einen Fisch, die Mädels Calamari. Die Pommes sind wieder eine Wucht aber der Salat ist diesmal so mit Peprocini durchmischt, dass er auf der Zunge brennt.

Die Nacht ist ruhig, ausser dem Hahn der meint er müsse den Muezin ersetzen und um 0500 sein Geschrei loslassen.

 

15.8.14

Erst scheint es als hätten wir heute keinen Wind, dann aber, kaum aus der Bucht, blässt es so, dass wir flotte Fahrt machen. Claudi ist schon richtig fitt und segelt die SAMANTHA selbständig. Es sei aber schon etwas anders als auf ihrer Jolle am Bodensee, meint sie dann mit einem Strahlen auf ihrem Gesicht, wie ein Frosch auf Hochzeitsreise.

In der Bucht von Kalkan setzen wir erst den Anker, denn ein Anlegemanöver mit Landleine ist mir zu riskant. Nach eine Stunde beruhigt sich der Wind und wir legen um, diesmal mit Landleine.

 

16.8.14

50 SM bis zur Drachenbucht und das fast alles unter Segel. Ein sportlicher Tag, der Freude macht. Wir setzen den Anker und die Landleinen da wo es noch Platz hat, zwischen 2 Gullets. Da geht die Post ab. Das 10 Italiener und Italienerinnen so viel Lärm und Party machen können, war mir bis anhin nicht bewusst. Es geht bis Punkt 12, dann macht der Skipper die Lichter aus und es wird still. Jetzt haben wir eine Chance , schlafen zu können.

   
17.8.14

Es ist 0530 als ich aufwache. Draussen ist ein Radau. An Deck sehe ich, dass sämtliche Guletts, es sind etwa 10, den Anker heben und abhauen, als würde die Polizei in 5 Minuten kommen und allen eine Busse erteilen. Vermutlich ist es die Flucht  vor den Wespen. Diese kommen bei Tagesanbruch, bis Mittag, dann wieder zum Zvieri und verschwinden beim Dunkelwerden.

Wir bleiben den Tag hier zum Baden. Das Wasser ist klar und 28 Grad. Backgammon wird gelernt und die ersten Tourniere gespielt.
Dann, am Nachmittag kommt eine Gulet angefahren. Ein Boy kommt mit dem Dingi zu uns und fragt, ob es uns nicht störe wenn sie neben uns anlegen würden. Ich falle fast aus den Wolken, sowas habe ich bis jetzt noch nicht erlebt. Dazu waren die Passagiere auch äusserst zivilisiert. Scheinbar hat der Skipper einen Einfluss auf die Gäste.

Man lernt immer wieder Neues kennen.

 

18.8.14

Von der Drachenbucht bis Giftlik , da wo der Club Fayah ist müssen wir aufkreuzen. Der Wind dreht am Nachmittsg bis auf 30 Kn auf und wir segeln wie die Weltmeister, bis dann auf dem letzten Schlag ein Knall uns die Haare zu Berg steigen lässt. Die Genuaschot ist gerissen. Mit eingerollter Genua motoren wir in die Bucht und legen längs am Steg an. Die Calamari zum Nachtessen sind eine Wucht. 58 SM haben wir heute hinter uns gebracht.

 

19.8.14

Von Giftlik bis Marmaris ist es nicht weit. Auf Reede ankern wir und ich bringe die Mädels zum Souk. Claudi hat mich gebeten, sie zu begleiten. Das tue ich doch gerne ! Nachdem dann aber beim 4. Geschäft bereits 3 durchstöbert sind, fand ich es an der Zeit, den beiden Damen zu zeigen, wo ich mich zum Bierchen und Shisha hinsetzen werde und geduldig auf deren Rückkehr warte.

Nach zwei Stunden kommen die beiden dann angerauscht. Claudi zitterte vor Aufregung. Was ist denn passiert ? Nichts, aber so supper Schnäppchen hat man gemacht, dass sie ganz aufgeregt ist. Dann wird eine Weile darüber debattiert, wo man dann all diese Einkäufe verstauen könne , denn die Taschen waren doch schon bei der Hinfahrt gestopft voll.

 

20.8.14

Von Marmaris per Motor direkt zu Mohammed. Kein Wind. Bei Mohammed gibt es gutes Essen und die Bucht gefällt gut. Das Wasser ist schon fast 30°C warm.

 

21.8.14

Ein kurzer Schlag bis Göcek auf Reede. Dann Organisation mit Emek-Technik, der Amel-Vertretung hier, um das Bugstrahlruder zu prüfen.

 

22.8.14

Um 1000 muss ich unter den Kran in der Marina fahren. Die SAMANTHA wird aus dem Wasser gehoben und das Bugstrahlruder ausgebaut. Dann muss ich warten. Um die Zeit zu vertreiben nehme ich die Spachtel aus der Werkzeugskiste und kratze die Muscheln ab, die sich angesetzt haben. Wieder einmal merke ich, wie gross eigentlich das Boot ist.
Da die SAMANTAH schon mal aus dem Wasser ist, wird gleich noch das Getriebeöl gewechselt und die Proppellerflügel geschmiert.

Dann kommt der Chef mit den schlechten Nachrichten. Im Inneren des Bugstrahlruders sind die Zahnräder kaputt und müssen ersetzt werden. Bei Amel will er diese bestellen. Bis die da sind wird es einige Tage dauern. Also, wird die SAMANTHA ohne Bugstrahlruder wieder ins Wasser gesetzt und vor Göcek verankert.. Zwischenzeitlich haben die Girls die Läden in Göcek durchgearbeitet und einige Päcklein mehr werden verstaut werden müssen.

 

23.8.14

Heute Abend ist Abreise für Claudi und Alissa. Dann bekomme ich ein SMS. Ich muss nach Fetyie und dort ausklarieren. Ich bin nun schon 90 Tage in der Türkei und das ist das Maximum, was ich innert einem halben Jahr sein darf. Per Motor düsen wir nach Fetyie. Hanspeter, der gestern auch nach Göcek kam, kommt mit und macht so Bekanntschaft mit Claudi und Alissa. Es geht lustig zu und her auf dieser Fahrt.

In Fetyie übergebe ich dem Agenten die Papiere um 1100 und er verspricht dass wir spätestens um 1400 abreisen können.

Warte, warten und nochmals warten. Um die Zeit auszunutzen und wenn ich schon an einer Tankstelle liege, fülle ich den Diesel auf. 400 Liter werden platz haben. Der Tankwart kommt nach 300 L und fragt ob er noch mehr einfüllen soll. "Ja, machen sie voll" ist meine Antwort. Ich gehe ins Büro des Agenten über die Strasse und als ich zurückkomme ist eien Aufregung auf dem Boot. Die Bilgenpumpe pumpt frisch  und fröhlich Diesel in den Hafen. 500 Liter wurden gefüllt, 400 davon hatten platz im Tank und ca 100 l sind über eine defekte Dichtung am Tankinspektionsdeckel in den Motorraum gelaufen und von dort in die Bilge versunken und dann hinausgepumpt. Super.

Ich stope die Bilgenpumpe, hole in einem Laden ein Gummiprofil und bastle damit eine neue Dichtung, die Hanspeter und ich dann gleich montieren. Um 1600 bekomme ich endlich die Papiere, nachdem sich der Agent und der Polizist der Immigration plötzlkich einigen konnten, dass ich nicht 91, sondern 90 Tage in der Türkei gewesen sei.

Endlich können wir zurückfahren. Auf der Rückfahrt machen sich die beiden Damen zur Abreise bereit, denn wenn wir in Göcek zurück sind wird das Taxi warten um sie zum Flughafen zu fahren.

Ende gut, alles gut. Es hat geklappt, die Beiden sind im Taxi, Hanspeter auf seinem Boot und ich koche mir eine einfache Platte Spagetti, dazu habe ich nun richtig Lust.

 

24.8.14

Es ist brühend heiss schon am Morgen. Ich verlege die SAMANTHA in die Marina, schliesse den Strom an und schalte die Klimaanlage ein, dann ...putzen...waschen, räumen, einkaufen .....schwitzen bei 42°C.

Am Abend gehen wir, Hanspeter, Bernhard ( ein anderer Schweizer mit einer Amel) mit Töchterchen zum Kebab Hospital zum Abendessen.

 

25.8.14

Um 1000 steige ich ins Taxi und fahre zum Flughafen, Dort hole ich Rita ab. Danach auf dem Boot werden erst die Neuigkeiten ausgetauscht. Apero mit Hanspeter und Bernhard, dann schönes Abendessen zu zweit. Wir geniessen es, nach drei Monaten wieder beisammen zu sein.

 

26.8.14

Einkaufen, dann Abfahrt in die Badebucht, nicht weit weg. Hier legen wir mit Landleine an. Rita geniesst die Wärme und das herrliche Wasser. Die 20 Grad Tempperaturunterschied von zu Hause machen etwas zu schaffen.

 

27.8.14

Die Bugstrahlruderteile sind noch nicht da. Rita und ich entscheiden, nicht länger zu warten und nach Süden zu fahren. Die erste Etappe ist die Kaltwasserbucht bei Ali. Leider schaukelt es hier wie üblich. Rita nimmt eien Tablette, sonst würde sie durchdrehen. Wir sind schon früh am Nachmittag da und können das Spektakel der ein- und ausfahrenden Gullets beobachten. Nach und nach kommen auch andere Segler um festzumachen. Es geht hier zu wie im Busbahnhof in Gagliari. Beim Einnachten begeben wir uns nach oben ins Restaurant. Es ist eine super schöne Ambiente hier und das Essen wie üblich sehr gut. Die ganze Nacht schaukelt es. Mich stört es nicht, aber Rita schläft nicht besonders.

 

28.8.14

Wir haben heute viel vor. ca 30 SM sind es bis Kalkan. Zwischen Ali und Kalkan gibt es keine Bucht in der man übernachten könnte. Schon um 0800 legen wir los und bekommen bereits starken Wellengang seitlich. Das liebt Rita ganz besonders. Dank Stugeron, hält sie tapfer durch, bis wir dann bereits um 1300 in Kalkan im geschützten Hafen anlegen. Sofort wird der Strom angeschlossen und die Klimaanlage erzeugt eine angenehme Temperatur. Draussen sind es 35°C mit 75% Luftfeuchtigkeit. Drinnen ist es angenehm uind Rita macht ein ausgiebiges Schläfchen. Die Pillen machen eben Müde. Ein Bad am Strand, Ein herrliches Abendessen "Tête à tête" , ein Spazierer durch das Städchen. Einen letzten Drink und dann gehts in die Haya.

 

29.8.14 Kein Problem beim Ankerheben in Kalkan. Der befürchtete Ankersalat bleibt aus. Mit Motor und Segeln erreichen wir die bucht von Kerkova, machen eine kleine Rundreise um die historischen Stätten und legen dan bei Ramazan längs am Steg an. Baden, gutes Essen und danch bekommt das kleine mädchen (Enkelkind von Ramazan) eine Barbi-Puppe geschenkt. dies ist mein Abschiedgeschenk, da ich heute das letzte Mal hier bin und mit Rita die herzliche Gastfreundschaft geniessen kann.
30.8.14

Vom Ramazan nach Kas in die SE-Ankerbucht sind es nur wenige Stunden. Segeln vom mfeinsten. Auch Rita gefällts, da der Wind regelmäsig blässt und keine Welle das Boot durchschüttelt.

In der Bucht legen wir mit Landleinen an und verbringen viel Zeit im Wasser. Die Schale putze ich vom Dingi aus, bis auch die schwarzen Flecken vom Auspuff weg sind. Rita versucht vergeblich eine der vielen riesig grossen Schiltkröten zu fotografieren.

Mit dem Dingi unternehmen wir eine 20 minütige Reise bis Kas in den Hafen. Wir durchstöbern die Touristengässchen von Kas, trinken etwas unter kühlenden Bäumen und fahren kurz vor dem Eindunkeln zurück, wo wir uns eine herrliche Platte Spagetti mit Zuccini Sauce, eine Spezialität von Rita, kochen.

 

31.8.14

Da wir hir sehr ruhig liegen, schlafen wir auch länger. Dann Baden, und los gehts gegen Mittag nach Mistery, Castellorizon, der griechischen Insel. Rita bwar noch nie hier. Ich befürchte, dass mich hier ein Anlanden teuer zu stehen kommen könnrte, da ich ja schon 2x ums Bezahlen herum gekommen bin. Ob die mich registriert haben ?

Wir versuchen es erst auf Reede, da wo ich mit Claudi und Lissi geankert hatte. Aber es ist zu wild. Der Wind blässt stark und sehr böhig. Dann versuche ich es in der Bucht daneben, dort scheint es ruhiger zu sein. Der Anker rauscht ein Stück hinunter, dann ist Schluss. Es klemmt wieder einmal. Ich muss die ankerkette aus dem Kasten ziehen. Mein Mittelfinger an der linken hand fängt bereits an zu jucken!

Ich benutze ein Stück Tau um die Operation durchzuführen, denn mit den Fingern lange ich dei Kette, so nahe bei der Winch nicht mehr an.

Als derA nker sitzt fahren wir durch die ganze Bucht, als hätte ich keinen anker fallen lassen. Wenige Meter vom andern Ufer entfernt gebe ich auf und hole den Anker hoch. Wäre ich ein Bauert, hätte ich sicher Freude, gehabt. Einen riesen Haufen von Seegras hebe ich und versaue das ganze Vorderdeck. SAMANTHA gleicht mehr einem Heuwagen als einem Segelboot.

Ein erneuter Versuch zu ankern, lasse ich dann weg, als ich Ritas bittende Äuglein sehe, die mich wie ein treuer Bernhardiner anschauen.

Mutig fahren wir dann doch an den Stadtquai, legen an und harren der Dinge.

Alexandra sei ihr Name. Hübsch ist sie und sehr freundlich. Ich gebe Ihr die Papiere und bekäme alles spät am Abend nach dem Essen zurück. Sie trägt keine Uniform, sie ist eiuen Agentin und handelt für die Behörde. Scheinbar wurden auch hier die Beamten im Zuge der Trojka reduziert.

Lzzarazi hat für uns einen Tisch direkt neben dem Boot. Ein Meru, wie ich ihn schon mit Markus genossen habe, bestellen wir, dann gehen wir auf eine kleine Tour. Einkaufen, Apéro trinken und etwas flanieren. Es Es ist fast wie auf Hochzeitsreise.

Das Abendessen, mit Vorspeisen, gutem wein und dem Meru sind wie immer ein Genuss, allerdings nicht ganz billig. Griechenland ist wesentlich teurer als die Türkei. Dei müssen ja schliesslich einmal die geborgten EU-Gelder zurückzahlen, und das tun wir ja indirekt, wenn wir hierher kommen.

Schliesslich bekomme ich von Alexandra die Papiere und die Rechnung. Es sind 76€, für Hafenplatz, griechisches Transitlog (das brauche ich für die nächste Reiseetappe) und die Agentenfee.

Da waren doch allemeine Bedenken, die Griechen könnten gut organisiert sein, um sonst gewesen. Der Aufenthalt macht so dann auch doppelt Freude.