REISEBERICHT - April 2014

04_von_Burg_Kotor.jpg

Blick von der Burg auf die Stadt Kotor, mit SAMANTHA am Quai.

 

05_Ausfahrt-montenegro.jpg

Es hat abgekühlt. Noch 6°C draussen. Kein Wunder, direkt über der Stadt hat's geschneit.

 

06_schneeberge.jpg

Ausfahrt von Montenegro, mit Schneebergen

 

07_hagel.jpg

So sah es auf der SAMANTHA aus nach dem Gewitter mit Hagel.

 

08_glace_essen.jpg

In Kerkyra beim ersten Eis des Jahres

 

09_jenni_laden.jpg

Hat Grosskind Jennifer hier einen Laden ?

 

10_kerkyra_burg.jpg

Kerkyra, Stadtpark mit Burg im Hintergrund

 

11_kueste_entlang.jpg

Der Küste von Korfu entlang

 

12_San_Stephano.jpg

In San Stephano am Steg

 

13_kassiopi.jpg

Kassiopi bei Sonnenschein

 

14_Vor_dem Ankerausriss.jpg

In Kassiopi an der Pier vor dem Ankerausriss

20_Fruehling.jpg

Der Frühling kommt definitif

 

21_Fischerboot.jpg

Ein typisches Fischerboot in Kassiopi

 

22_Kassiopi_paeckchen.jpg

Mit der "Marie-Louis" im Päckchen

 

23_Robert_Iris.jpg

Mit Iris und Robert in Kassiopi

 

24_Francois_koch.jpg

François kommt in Kerkyra aufs Schiff und übernimmt als Koch und Skipper

 

25_Vorspeise.jpg

Lachsbrötchen auf Toast zur Vorspeise und Griespudding zum Dessert

26_Kotlett.jpg

Nudeln "Alfredo", Kotlett und Rosenkohl zur Hauptspeise

 

27_Bruecke_vorne.jpg

Da vorne müssen wir unter der Brücke Rio durch

 

28_Rio_Bruecke.jpg

Ob es langt in der Höhe ?

 

29_Rudy Arbeit.jpg

Weitab von zu Hause und doch immer wieder an der Arbeit

 

30_Messolongin_pfahlbau.jpg

Im Kanal von Messalongin hat es noch Pfahlbauer

 

31_Kanaleinfahrt.jpg

Einfahrt in den Kanal von Korynth direkt hinter einem Frachtschiff

 

32_Francois.jpg

François am Ruder

 

33_Kanalwand.jpg

Imposant in dem tiefen Kanal

34_Hydra_quai.jpg

In Hydra

35_bei_capitan_dimius.jpg

In Amargos bei Captain Dimius beim Bierchen

36_Francois_auto.jpg

Auto gemietet in Amargos

 

37_landschaft_amargos.jpg

Amargos Landschaft

 

38_Bucht_amargos.jpg

Schöne Bucht, Naturhafen

 

39_Dorf_durchgang.jpg

Gewölbekonstruktion in einem Dörfchen

 

40_Kirche_innen.jpg

Für Ostern geschmückte Kirche

 

 

41_pope_lauten.jpg

Der Pope bedient die Glocken noch von Hand

 

42_pope_und_helfer.jpg

Der Pope und sein Helfer

 

43_Francois_lesen.jpg

Trotz Regen lässt sich François nicht vom Lesen abbringen

 

44_Grossschiff.jpg

Dieser Kerl steuerte genau auf uns zu. Mit Motor auf vollen Touren konnten wir noch ausweichen

 

45_Kalymnos-1.jpg

Kalymnos

 

46_Kalymnos_am_Quai.jpg

In Kalymnos am Quai

40_kos.jpg

Endstation für François in Kos

25.3.14

Der Himmel ist verhangen, aber trotzdem starte ich um 0600 und werfe die Leinen los. Unter Motor tuckere ich die ersten 12 SM, bis ich aus der Bucht von Monte Negro raus bin. Dann, wie könnte es auch anders sein, habe ich einen herrlichen Wind von 20 KN, aber eben, auf der Nase. Ich kann es mir nicht leisten, aufzukreuzen, sonst wede ich nicht rechtzeitig in Korfu sein, wo Rita am 28. landen wird.

Tuck, tuck, tuck... den ganzen Tag.

Nachts wird der Wind immer stärker und dreht bis 35 KN auf. Das wäre ja alles nicht so schlimm, wenn nicht das Meer verrückt spielen würde. Ich kann keine Richtung ausmachen, aus der die Wellen kommen. Das Meer "kocht" und die SAMANTHA steckt immer wieder in die Wellen ein, so dass diese über das ganze Boot hinwegschiessen. Durch dieses Einstechen wird die Fahrt dermassen gestoppt, dass ich unter vollen 2400 Touren noch ganze 1,9-2 KN vorwärts komme. Später in der Nacht, als der Sturm so richtig tobt, beginnt es noch zu Regnen, aber wie ! Ich sehe nicht mal mehr die Hand vor den Augen so schwarz ist es. Irgendmal in der Nacht, nähert sich ein Passagierschiff von hinten. Genau auf meinem Kurs. Ich mache alle Lichter an, die ich an Bord finden kann. Darauf hin ruft mich der Käpten per Funk an und erklärt, dass er mich auf meine Steuerbordseite (rechts) überholen werde. Ich soll bitte meinen Kurs beibehalten. Das ist leicht gesagt. Die SAMANTHA tanzt wie wild. Ich ziehe einen Meter von der Genua raus, um das Boot zu stabilisieren. Ouffff.... Die Fockschot wickelt sich um die Winsch. Der Wind erfasst das Boot und es schiesst durch den Wind, nun genau auf das Passagierboot zu. Ich kämpfe mit einer zweiten Leine und der gegenseitigen Winsch bis es mir gelingt, die Fockleine zu befreien und den Kurs zu halten. Nach 20 Minuten ist der Kreuzer an mir vorbei, danach sehe ich niemanden mehr, die ganze Nacht.

An Ruhe oder ein Nickerchen ist nicht zu denken. Auch Kochen liegt nicht drin. Einzig, ein Instant-Süppchen, mit heissem Wasser aus dem Hahn angerührt und ein Stück Brot und Käse füllen den Magen, der seit dem letzten Frühstück nichts mehr bekommen hat. Und so geht es weiter bis es endlich heller wird, dann auch noch den ganzen Tag. Kurz nach dem hell werden, kann ich endlich die Segel aufziehen und den Motor für ein paar Stunden abschalten.

 

26.3.14

Es fängt gerade an einzunachten, als die Marina von Gouvina auf Kreta in Sichtweite kommt. Bei Dunkelheit muss ich in die Marina einfahren, werde aber Gott sei Dank von einem Marinero abgeholt und an einen Platz gewiesen. Ouff, bis alles geklart ist auf dem Schiff ist es bereits 2100 und ich kann mir noch eine gute, wohlverdiente Mahlzeit kochen. Eine solche Höllenfahrt, das braucht kein Mensch. Hier bin ich aber gut aufgehoben und geniesse nun mein Bett.

 

27.3.14

Der Tag beginnt mit dem Besuch im Marina-Büro. Ich darf schon sagen, dass ich hier sehr organisierte und kompetente Leute treffe. Das bringt mich auf den Gedanken, hier einige Reparaturen ausführen zu lassen, die ich eigentlich in der Türkei machen lassen wollte. Es kommt ein Elektriker, der findet heraus, dass die Batterien flach sind und deswegen der Bugstrahlmotor nicht richtig arbeitet. Ich bestelle einen Satz neuer Batterien. Es sind 13 Stück ! Dann kommt der Segelmacher und schaut sich den kleinen Riss in der Genua , auf der Höhe der Saling an, Ich soll das Segel abschlagen, dann werde er es reparieren. Diese Arbeit kann ich erst Abends um 2000 machen, da der Wind zu stark ist. Der Frigo-Mensch kommt und stellt fest, dass es der Thermostat am Kühlschrank ist, der die Funktion beeinträchtigt. Auch das wird erledigt. Dann miete ich ein Auto, für gerade mal 22€ pro Tag.

Nun bin ich kaputt... gehe schlafen und träume vom morgigen Tag, wenn Rita kommt.

 

28.3.14

Um 0800 hole ich den Schiffsnachbar und seinen Kollegen ab. Wir fahren in den alten Hafen um unsere Transit-Logs zu kaufen. Dies ist bei der griechischen Bürokratie, wo die linke Hand nicht weiss was die rechte tut, ein Akt von 3 Stunden !! Danach kaufen wir uns noch die Prépayd-Karten bei Vodafon, wo es professionell zuget. Danach noch putzen..putzen, schrubben und noch mehr, bis ich um 1345 losfahre um Rita vom Flughafen abzuholen.

Pünktlich landert die Maschine der Agean Airline und es ist ein schönes Wiedersehen.

Abends pendeln wir in die Altstadt und suchen ein richtiges Griechisches Familienkneipchen auf wo wir schon vor Jahren einmal gegessen hatten. Wir finden es, essen so richtig typisch Einheimisch. Danach im Boot schlürfen wir noch einige Uso, und tauschen die neuesten Geschichten aus.

Weiter erzähle ich nicht.....

 

29.3.14

Die Katze kann das Mausen nicht lassen, heisst ein altes Sprichwort. Rita amüsiert sich mit dem Putzlappen !

Nachmittags gehen wir auf eine Fahrt ins Blaue, halten hier und dort an, um die schöne Gegend anzuschauen oder einen Kafféé zu trinken. Abends essen wir super gut in einem Restaurant in der Marina, das uns unsere norwegischen Schiffsnachbarn empfohlen haben.

 

30.3.14

Rita putz, und ich schaue zu.

Nachmittags, wieder auf Inselrundfahrt, diesmal nach Süden.

In einem Strandbeizchen essen wir gegrillten Octopuss. Auf der Visitenkarte, die der Besitzer uns mit der Rechnung überreicht, steht "Bestes Fischrestaurant Europas", es war ja gut, aber ob diese Bezeichnung nicht etwas hochtrabend ist ?

Das Nachtessen kochen wir auf dem Boot und geniessen einfach das Zusammensein.

 

31.3.14

Erst beginnt der Tag mit kleinen Arbeiten. Am Nachmittag ein Spaziergang durch die Altstadt. Rita wäre in Shopinglaune. Pech gehabt, die meisten Läden sind geschlossen. Scheinbar ist das hier am Montag so. Pech für sie, Glück für meine Kreditkarte !

 

1.4.14

Schon April ! Das Wetter ist sagenhaft und wir sitzen im T-Shirt herum. Nachmittags wiederm eine Fahrt ins Blaue, an die Ostküste, wo wir schöne Örtchen finden, aber alles ist noch geschlossen und verlassen. Was uns auf unseren Fahrten durch's Hinterland auffällt, sind die vielen, ja sehr vielen vergammelten oder unfertigen Häuser und Bauruinen. Hier liegt ein begrabener Geldhaufen ! Wenig ist fertig, und zum Teil auf einem Stockwerk bewohnt, der Rest noch Baustelle.

Das Abendessen geniessen wir nochmals in diesem gleichen Restaurant in der Marina. Es ist einfach Spitze und dazu noch preiswert. Unser letzter Abend, Morgen gehts zum Flughafen. Brigitte schickt noch ein SMS, dass der Flug Lufthansa wegen Streick gekänzelt sei. Oh, dann müssen wir morgen schauen, wie Rita nach Hause kommt.

 

2.4.14

Früh aufstehen. Rita ist ganz nervös. Rechtzeitig fahren wir zum Flughafen, wo wir von einer netten Hostesse am Schalter aufgeklärt werden, dass Rita nicht über Frankfurt mit Lufthansa fliegt, sonder von Athen direkt mit Swiss nach Zürich. Dort wird sie dadurch ca 3 Stunden früher landen als ursprünglich geplant. Ist ja keine schlechte Nachricht.

Nach der entsprechenden Abschiedszeremonie bringe ich das Auto zurück, lege vom Steg ab, gehe noch an die Tankstelle um auch den Diesel aufzufüllen, dann raus aus der Bucht und Richtung Norden. Erst segle ich in der Gegend herum, ohne zu wissen, was ich eigentlich will. Soll ich nach Kassiopi ? Da scheint mir der Wind ungünstig. Soll ich nach San Stephano Ankern, da war ich noch nie. Schliesslich fahre ich in San Stephano ein, hier winkt mir ein Kerl, vom Steg, ich könne dort anlegen. Ich erkundige mich über die Wassertiefe, die soll 2 M betragen, meint er. Etwas knapp. Ich taste mich ganz langsam an den Steg heran, stelle 2,3 m Tiefe am Stegkopf fest, drehe, lege den Anker aus und fahre rückwärts an den Steg und binde fest. Nicolas heisst der junge Mann. Er erklärt, dass heute der 2.Tag ist seit sie geöffnet haben. Ich bestelle ein Bier, bezahle 3,5 € und warte den Abend ab. Ich gehe heute abend hier essen.

Das Nachtessen besteht aus einem kleinen Octopus-Arm und danach 2 kleine ca 20 cm lange Fische vom Grill, einen griechischen Salat und 1/2 Liter Rotem. Das Ganze finde ich mit 39€ sehr teuer. Auf der Visitenkarte des Restaurants steht "Bestes Restaurant auf der Insel". Papier ist ja geduldig und nimmt alle Druckerfarbe an. Ich könnte gerne andere Restaurants als wesentlich besser empfehlen.

 

3.4.14

Draussen ist es ruhig, sehr ruhig sogar. Es werden etwas stärkere Winde angesagt für Morgen. Eine Verlegung nach Kassiopi, hinter die Mohle scheint mir eine gute Lösung. Es sind nur 3-4 SM und ich fahre in Kassiopi ein. Ein deutscher Segler hat sich am Molenanfang längs gelegt. Ich weiss von früher, dass ich eigentlich auf einem der drei ersten Plätze anlegen müsste wegen der Tiefe und den Steinen. Das ist nicht möglich. Ich setze den Anker im Hafen, fahre ungefähr 50 m rückwärts und werfe die Leinen der Dame vom Deutschen Schiff zu, die sich auch sofort als Iris vorstellt. Es hat alles gut geklappt.

Im Café nebenan genehmige ich mir ein Bierchen an der Sonne und weil der Magen knurrt, bestelle ich ein Plättchen von kleinem Allerlei dazu. Ich bekomme einen Teller mit allem Möglichen drauf,. Da sind Teile von Frikadellen, gebratene Speckstückchen, ein paar Pommes und Oliven, etwas Tomaten und Gurcken, gerade was man so zu einem Bierchen vertragen kann. Die Rechnung : 3€ !

 

4.4.14

Heute ist Halligalli angesagt. Der Wind kommt mit bösartigen Böen vorne auf die Nase.

Ein Fischer kommt vorbei und erklärt meinem Nachbarn, er solle ich unbedingt mit dem Heck an die Pier legen, denn es gäbe starke Winde.

Gemeinsam legen wir sein Boot um. Ich an der Pier, Robert und Iris auf dem Schiff. Beim 2. Anlauf hält der Anker und das Schiff "Marie-Louise" wird vertäut. Nach den ersten Böen, fährt plötzlich die SAMANTHA rückwärts an den Quai. Ich muss raus und den Anker neu zu setzen. Dabei treibt es mich in die Mooringleine eines Fischerbootes, gleich nebenan. Nichts geht mehr. Ich sitze fest. Nach Jahren hole ich den Tauchanzug hervor. Der geht mir übrigens wieder, nachdem ich ja über 6 Kilo abgenommen habe. Mit Tauchflasche und allem drum und dran tauche ich ab und befreie den Propeller von der Leine.

Danach wird der Anker mit 60m Kette neu gesetzt, und natürlich mit 3000 Touren eingedampft. Neu an der Pier festgebunden dürfte nun alles iO sein. Denkste.

Ein kleiner Marsch um die Halbinsel und ich entdecke viele süsse kleine Buchten mit Sandstrand. Teilweise liegen schon Leute an der Sonne und andere baden bereits.

Die wenigen Touristen, die man sieht sind fast ausschliesslich Engländer. Einige sind von deren Insel geflüchtet und haben sich hier auf dieser Insel fest niedergelassen.

Ich will mir auf dem Rückweg noch ein Bierchen gönnen und nochmals so Häppchen bestellen. Diesmal bekomme ich eine Varieté von Meeresfrüchten, Pommes , und Gemüsestückchen. Ich glaube die brauche so die Reste von den verschiedenen Essen auf. Obwohl ich heute nur ein kleineres Bier bestellt habe, dafür aber noch einen griechischen Kaffee, verlangt man heute 6€. Ich glaube die machen die Rechnungen irgendwie nach dem Stand des Mondes.

Am Abend habe ich Robert und Iris zum Nachtessen eingeladen. Wir sitzen gemütlich am Tisch. Iris will sich eine Zigarette holen und kommt schnur straks zurück. Deren Schiff hält nicht mehr mit dem Anker. Die Böen werden immer bösartiger. Robert und ich entscheiden, dass er sein Boot doch wieder längs legen soll, denn die Anker sind hier nicht sicher.

Gesagt getan. Nun liegt er sicher an der Pier.

Ei boumm.... und meine SAMANTHA hat wieder den Anker losgerissen, obwohl ich ja nun über 60m Kette gesteckt habe.

Robert schlägt vor, dass wir die SAMANTHA bei ihm ins Päcken legen (dh längsseitig bei ihm angebunden). Das Manöver klappt ohne Problem, danach können wir mit dem Essen und Schwatzen weiterfahren.

Die Nacht liegen wir gut und ich schlafe durch bis in der Früh.

 

5.4.14

Noch ein Tag faulenzen. Ich bleibe in Kassiopi, spaziere in der Gegend herum und geniesse einfach das Leben. Zwischendurch ein Schwätzchen mit Iris oder Robert und so geht der Tag vorbei. Gegen Abend kommen 25 Segelboote in den Hafen. Sie sind Teilnehmer an der alljährlichen Regatta von Kerkyra nach Kassiopi und machen hier Station. Der Abend ist mit einem etwas höheren Decibel-Level geschmückt als sonst in diesem ruhigen Städtchen.

 

6.4.14

Es ist Sonntag. Ich kann nicht loslegen, weil mehrere Anker über meine, quer durch den ganzen Hafen gelegten Kette gelegt worden sind. Um 1300 startet die Regatta wieder in umgekehrter Richtung, und ich kann ebenfalls ablegen. Mit schönem Wind lege ich die halbe Strecke nach Kerkyra zurück, dann legt sich eine Flaute in die Bucht. Tuck..tuck... tuck... langsam aber sicher gehts der Marina von Yachtclub entgegen.

In der Marina angekommen zurre ich die SAMANTHA fest und bereite die Koje für François vor. Er landet um 2015 und wird gegen 2115 bei mir auf dem Boot sein.

Alles klappt super und wir gehen noch in die Stadt um etwas zu essen und ein Bierchen zu trinken.

 

7.4.14

Wir haben es nicht eilig. Frühstücken erst wie gewohn t ausgiebig, dann legen wir los und tuckern unter Motor bis nach Paxoi. Dies ist ein Dörfchen in einem schmucken Hafen, versteckt hinter einer Insel mit gutem Schutz. Wir bekommen für 5€ einen Stromanschluss, als wir uns längs an die Quaimauer legen. Einkaufen, Bierchen, gutes Abendessen kochen. Alles Paletti. François ist ein super Koch und das Ruider konnte ich ihm ebenfalls überlassen, so dass ich nun eigentlich fast so etwas wie Urlaub habe!

 

8.4.14

Erst wieder Motor, dann doch noch richtig segeln. Ende Nachmittag nähern wir uns dem Kanal von Lefkas. Da sehen wir schon von weitem Bagger an der Arbeit. Das lässt erst mal nichts Gutes ahnen. Aber, wir kommen näher und näher und finden hinter den Baggern die Einfahrt. Diese ist zu unserer Freude bereits ausgebaggert und so tief wie ich sie noch nie erlebt hatte. Erwas Adralin wird gespritzt, weil der Wind justum zur Einfahrtszeit richtig aufdreht, aber... wir schaffen es. Eine kleine Runde müssen wir noch vor der Brücke drehen, weil wir 10 Minuten zu früh (vor der ganzen Stunde) angekommen sind. Pünktlich um 1600 wird die Brücke zur Seite gedreht und wir können in den Kanal einfahren und uns danach an der Quaimauer längs anbinden. Ein Schweizer, der auch dort liegt hat uns kommen sehen und mit patriotischem Gefühl uns sofort mit den Leinen geholfen.

 

9.4.14

François stampft gleich in der Früh nochmals ins Städtchen und holt frisches Brot. Dadurch schmeckt das Frühstück natürlich heute besonders gut. Wir haben keinen langen Schlag vor heute, denn wir wollen nur bis Vychlion, in die Bucht zu Dimitris und dort Abendessen.

Leider hat Dimitris nicht offen und ich kann ichn auch niergens finden. Pech gehabt. François setzt den Anker  auf der gegenüberliegenden Buchtseite und dampft mit 3000 Touren ein. Das Dingi wird flott gemacht und wir steigen zu zweit ein. Das Neue ist ein Dingi für 2 Personen. Es ist verdammt eng und ich muss ganz langsam fahren, damit wir nicht patschnass werden.

Nachmittagsbierchen. Am Abend gehen wir in ein Restaurant das wir vorher entdeckt hatten. Hier essen wir einen griechischen Salat und danch einen 1,5 Kg schweren Fisch (Groupa). Das Essen ist lecker. Trotz dem Liter Wein, finden wir bei Nacht unsere SAMANTHA wieder ohne Problem. Nachts erwache ich als es draussen stürmt wie verrückt und der Regen wie aus Kübeln niederprasselt. Aber, alles ist OK, der Anker hält wie eine 1.

 

10.4.14

Nach kurzer Anfangsphase zur Bucht hinaus bekommen wir einen Wind achterlich und 20 Knoten. Die SAMANTHA läuft wie am Schnürchen. Ständig haben wir 8-9 Knoten Geschwindigkeit drauf und so rauschen wir um die verschiedenen Inseln bis zur Einfahrt in den Kanal von Mesalongin. Durch den Kanal haben wir ständig 20-25 Knoten querab un d somit sind die Arschbacken arg zusammengelemmt, denn der Kanal ist sehr eng und sowie ich mich erinnere an vielen Stellen untief. Diesmal schein esw anders zu sein. Wir haben ständig 2-3 m Wassder unter dem Kiel. Die haben den neu ausgebaggert.

An der Quaimauer legen wir längs an. Ein netter Herr fährt extra mit seinem Auto zu uns um die Leinen abzunehmen. Das ist Hilfreich, denn der Wind ist ablandig (drückt uns von der Mauer weg).

Ein Spazierer ins Städtchen, Bierchen und danch schlage ich vor dass ich ein Ragout mit Kartoffelstock koche.

Als wir zurück auf dem Boot sind, muss ich feststellen, dass das aufgetaute Fleich nicht Ragout sonder Hünerleber ist. François unterdrückt höflich seine Begeisterung. Statt Karoffelpüré mir Ragout gibt es halt dann Hünerleber mit Reis. Man muss halt flexibel sein, wenn man nicht alkle Sprachen lesen kann, und tiefgefrohren sieht halt vieles ähnlich aus.

Wir haben es überlebt.

 

11.4.14

In der Früh ist draussen das Wasser so ruhig, dass man meinen könnte, wir wären in einem Schwimmbad.

Leinen los und durch den Kanal in die grosse Bucht von Korinth getuckert. Erstes Zwischenziel ist die grosse, imposante Brücke Rio. Wir bekommen Wind von Achtern und wieder wie gestern mit Stärken bis 25 KN. Es läuft und läuft. Uns gefällt es. Bis jetzt noch.

Bei der Brücke muss ich François per Funk anmelden und wir bekommen eine Anweisung, wo wir durchfahren dürfen.

Kurz nach der Brücke. E sist schon 1600, möchten wir eigentlich nach Nafpaktos in den kleinen historischen Hafen. Aber der Wind hat sich zwischenzeitlich zum Sturm hochgearbeitet. An ein Einlaufen in den kleinen Hafen ist nicht mehr zu denken. Regen, dunkle Wolken, Blitz und Donner kommen auch noch zum Rendez-vous. Wir setzten ein neues Ziel hinter einer Insel, etwas 5 SM weiter fest und erreichen dieses auch schnell bei diesem Ritt. Das Einlaufen ist an diesem geschützetn Ort kein Problem, nur werde ich nervös als mir der Tiefenmesser plötzlich die lange Nase macht und die Tiefe nicht mehr anzeigen will. Irgendwo einzulaufen ohne Tiefenmesser ist für mich wie blinde Kuh oben auf einem Berg spielen. Nach mehrmalihgem, Ein- und Ausschalten tut er dann doch noch und meine Nerven entspannen sich. Es regnet noch eine Weile. Nach dem Abendessen hört es auf und wir spazieren noch ins Dörfchen zu unserem, zwischenzeitlich traditionellen Bierchen.

Die Marina hat man angefangen zu bauen. Hatte dann aber kein Geld mehr (vermutlich von der EU), liess alles so wie es ist, und scheinbar kann sich jeder hier hinlegen ohne zu bezahlen.

 

12.4.14

Genau um 0600 erwache ich. Starte den Generator. Aber, François kommt nicht aus der Koje. Ich hole Ihn, denn heute wollen wir eine grössere Strecke, ca 50 SM, bis zum Kanal von Korinth hinter uns bringen. Der Wind, der gestern so heftig geblasen hat, ist verschwunden. Ein strahlender Himmel über den neulich schneebedeckten Hügeln und nur ein leichtes Lüftchen begleiten uns. Wenig Freude für einen Segler. Später kommt etwas Wiund auf und wir können noch eine Teilstrecke heute segeln.

Es wird bald Abend. Wir entscheiden, in den Hafen von Korynth einzulaufen und erst Morgen durch den Kanal zu fahren. Der Hauptgrund ist, dass wir auf der anderen Seite des Kanals noch mindestens 1-2 Stunden brauchen um einen geschützten Ankerplatz anzufahren. In Korynth finden wir grosse, schön geschmückte Fussgängerzonen, gemütliche Cafés und Bars.

 

13.4.14

Die Durchfahrt durch den Kanal ist wie schon im 2004 beeindruckend. Wir müssen uns direkt hinter einem Frachtschiff einordnen, wie wir über Funk mitgeteilt bekommen. Auf der Ostseite des Kanals ist die Zahlstelle. Hier stelle ich fest, dass wir nach wie vor in deren Computer registriert sind von der letzten Fahrt im 2004.Aber, hatte ich letztesmal noch 230€ bezahlt, muss ich diesmal 310€ hinblättern. Schon happig.

Die restliche Tagesfahrt endet im kleinen, schmucken Hafen von Perdika wo wir am Wasserschiffquai mit Buganker und Heckleinen anlegen können. Das ganze Dorf, das sich dem Hafen entlang strckt, besteht praktisch nur aus Tavernen und jeder Besitzer versucht krampfhaft und mit allen Tricks, einem in seine Kneipe zu locken. Der eine bietet auf die Preisliste 10% Rabatt an und auf die Getränke 15%. Wenn wir zu zweit kämen, gäbe se einen halben Liter Wein gratis. Ein anderer offeriert uns kostenlos zu essen, wenn es uns nicht schmecken würde... und so weiter.

Wir suchen uns eine Taverne aus und sitzen unter der Pergola über dem Hafen, obwohl es draussen schon seit unserer Ankunft regnet. Das Essen ist so la,la, besonders der Octopus ist gummig. Mein Fisch ist gut und das Suflacki das FRançois isst ist auch ok. Der Reisser war das heute nicht. Die Nacht ist ruhig und angenehm.

 

14.4.14

Um 0600 rasselt der Wecker. François und ich hocken gleich danach am Frühstückstisch. Irgendwie komen wir auf den heutigen Trip zu sprechen, dann fällt uns auf, dass wir ja nur etwa 30 SM vor uns haben und nicht wie vorher geplant 60. Wir haben anm Abend zuvor uns entschieden einen Zwischenstop in Hydra zu machen und somit nur wenige Meilen zu fahren. Vergessen haben wir aber, dass wir ja deswegen gar nicht so früh aufbrechen müssen. Wir gehen beide nach dem Frühstück nochmals eine Stunde ins Bett.

Danach haben wir einen ruhigen Tag und nur wenig Meilen. Bei der Ankunft in Hydra pfeifft der Wind ganz tüchtig, aber wir erobern einen Platz direkt am Stadtquai zwischen einem schwedischen Segler und einer englischen Motoryacht. Hydra kennen wir beide schon von früher, machen aber trotzdem einen Spaziergang durchs Städtchen, trinken im Strassencafé ein Bierchen. An der Sonne ist es schön warm, im Schatten verträgt man eine Jacke.

Es kommen immer mehr Boote in den Hafen und es beginnt ein richtiges Hafenkino. Eine blaue Yacht mit Norwegerfahne sticht mir in die Augen und bei näherer Betrachtung entdecke ich Johar, unser Nachbar in Govina. Ich gehe hin und nehme ihm die Leinen an. Er macht ganz schön grosse Augen als er mich plötzlich erkennt. Die Seglerwelt ist manchmal schon sehr klein.

Eine junge Hafenpolizistin weisst mich an, mich im Büro mit den Papieren zu melden.. Ich bin paff, als ich in das Büro am andern Ende des Hafens eintrete. Die erste schöne Griechin empfängt mich mit einem süssen Lächeln. Dann.... kommt eine andere aus dem Nebenraum, wesentlich weniger atraktiv, aber scheinbar für die Papiere zuständig. Mit einem Auge schiele ich auf die auszufüllenden Papiere, das andere bleibt an der Schönheit hängen. Ich werde freundlich getadelt, weil ich im Logbuch noch nicht einen einzigen Eintrag (Stempel) habe, obwohli ich ja kaum in einem Zug von Kerkyra bis hierher gefahren bin. Ich verspreche mich zu bessern und gewissenhaft an jedem Ort wo wir anhalten, mich zu melden und die Papiere stempeln zu lassen. Gut dass ich bald eine Kirche finde, in der mir dann meine Lüge vergeben werden wird.

Hydra ist einfach etwas Spezielles und hier muss man einen Stop machen wenn man in der Gegend ist. Das Ambiente, mit den Eseltaxi ist grossartig und wird Gott sei Dank gehütet.

 

15.4.14

Mit starkem Wind segeln wir wie die Verrückten zu einer Insel, wo ich meine, den Besuch bei Dimitris , ein Amelbesitzer, wiederholen zu können. Als wir in die besagte Bucht einfahren, stellen wir fest, dass wir hier zwar schon einmal waren, aber nicht in der Bucht von Dimitris sind. Die insel heisst halt etwas anders. Sirifos statt Sifonos. In der rechten Ecke, wo es zum liegen ruhig wäre sollm man nicht ankern weil dort viele Ketten am Grund sind und man riskiert, den Anker nicht mehr hoch zu bringen. Tauchen möchte ich nicht und deshalb verdrücken wir uns in die östliche Ecke vor den Sandstrand. François setzt den Anker auf sauberen Sandgrund und dampft ihn mit 3000 Touren ein. Er hält bombenfest. Im Boot drin hat man das gefühl als sässen wir in einer Berg-und Talbahn auf der Kermess. Es schauckelt hin und schaukelt her, es ist kein Moment ruhig. Um 0200 erwache ich, weil der Wind höllisch um die Wanten pfeifft.

Ich kann nicht mehr schlafen und setze mich auf die Bank am Esstisch, die Geräte ständig im Blick. Ich weiss wie es ist, wenn ein Anker losreisst und da wir recht nahe am Ufer liegen, ist mir nicht geheuer, denn sollte der Anker losreissen, hat man keine Zeit zu verschwenden wenn man nicht auf dem Strand landen will. So verbringe ich die Nacht, während François gemütlich und tief schläft.

 

16.4.14

Es ist dann 0700, Zeit zum Frühstück und loslegen. Unser Tagesziel ist Paros. Eine Fahrt, die jedem hartgesottenen Segler das Herz höher schlagen lässt. In nur gut 5 Stunden bewältigen wir die 35 SM. Bei der Ankunft vor dem Hafen dreht der Wind nochmals tüchtig auf. Vorallem gibt es immer wieder heftige Böen von bis zu 30KN. Mein Adralinspiegel ist auf Höchststand. Bevor ich einfahre, drehe ich noch ein paar Runden vor dem Hafen. In einem Moment, wo der Wind leicht abfällt fahren wir ein. In der einen Lücke, in die ich gerne eingefahren wäre hat keine Mooring mehr und die daneben ist durch eine quer gespannte Leine zugemacht. Ich muss schnell umentscheiden und neben einem kleinen Segler einfahren. Im Moment wo wir neben ihm sind, erfasst uns eine heftige Böe und drückt uns auf das arme kleine Böötchen,. Die Fender verhindern das Schlimste, aber mit dem Bugstrahlruder hängt die SAMANTHA in seiner Mooringleine ein. Pingo...

Wir binden hinten die Leinen an, und ziehen die SAMANTA mit einer seitlichen Leine gegen den Wind von dem Nachbarboot weg. Das Dingi wird ins Wasser gelassen und mit dem Bootshacken bewaffnet löse ich die Leine vom Bugstrahlruder. Gut dass ich das Bugstrahlruder nicht bewegt habe, sonst wäre das eien Katastrophe geworden. Man lernt mit der Zeit....

Nun, können wir die SAMANTHA endgültig an ihrem Platz vertäuen und mit mehreren Leinen stabilisieren.

Das Hafenbüro finden wir nicht und somit gibt es auch hier keinen Stempel.

 

17.4.14

47,5 SM hart am Wind schafft einem. Dazu müssen wir heute sehr genau navigieren, denn auf unserer Strecke zur Insel Amargos segeln wir im Slalom um viele Inselchen und Untiefen herum. Die Einfahrt wird ebenfalls sehr spannend wegen dem heftigen Wind, der uns vom Quai wegtreiben will, aber wir finden einen Platz, den wir längs neben dem Fähranleger in Beschlag nehmen. François geht nach vorne an die Spitze. Seine Aufgabe ist, ein Leine um einen der Poller zu werfen und das Schiff festzubinden. Ein netter Herr kommt angerannt und hilft die Leine zu plazieren. Einmal eine Leine fest, wird langsam aber sicher das Boot an den Quai gezogen und die restlichen Leinen werden belegt. Kaum angebunden schüttet es wie aus Kübeln und ein Gewitter mit Blitz und Donner entlädt sich direkt über uns. Da haben wir wieder einmal Glück gehabt, noch vorher anzulegen.

Im nächsten Café bestellt François für uns Bier, von der Marke "FIX". Der Besitzer, Koch und Bedienung in einem, bringt 2 Bier der Marke "Mythos". Frage:" haben sie nicht Fix ?" oh, "ich habe das falsche Bier gebracht, da müsst ihr dann nicht bezahlen." Sowas kann ich mir in der Schweiz kaum vorstellen.

Wir haben dann aber trotzdem die 5€ auf den Tisch gelegt, denn wir wissen doch aus der Presse, dass es den Griechen nicht so gut geht, da können wir als Schweizer doch nicht so sein.

Nach dem Nachtessen schlendern wir durch das Dorf und enden in der Kirche, wo eben eine Messe abgehalten wird. Wir stellen uns in die Reihe und beobachten amüsiert die Zeremonie. Die einen sind todernst und bekreuzigen sich alle 1-2 Minuten, singen lauthals, zum Teil auch schön falsch mit, andere schwatzen und unterhalten sich. Wir verstehen nur Banane, bleiben aber bis nach etwa einer Stunde, die Leute zur Kirche rauswandern. Wir auch. Es war amüsant, ich konnte aber doch den Herrn bitten, mir meine im Hafenbüro von Hydra erzählte Lüge zu vergeben und meine Lieben daheim in seine Obhut zu bitten. Noch einen kleinen Metaxa auf dem Heimweg in einer kleinen Bar und eine gute Nacht.

 

18.4.14

Auto mieten, Inselrundfahrt, Besuch des Klosters in Chore. Wieder eine Messe (allerdings sind wir erst bei etwa Halbzeit dazugestossen, und das genügt). Nun haben wir genug Messen besucht für diese Ostern. Interessant war es aber schon.

Wir werden von einem Hafenpolizisten angesprochen und müssen aufs Hafenbüro. Hier wird wie überall ein Akt daraus gemacht, einen Stempel in das Transitlog zu drücken. Alles durchlesen, photokopieren und so weiter. Jedesmal habe ich das Gefühl dass ich der erste Segler bin, der mit den Papaieren ins Büro kommt. Wie geht das dann zu, wenn im Sommer hunderte Segler unterwegs sind ?

Heute Abend gehen wir Essen. Auf Gratwohl setzten wir uns in eine Taverne, bestellen Lammkottlets und griechischen Salat.

Als ich ein mal eine Bemerkung zu François mache , wegen dem Besuch im Hafenbüro, kommt vom Nebentisch  in richtigem "Baslerdütsch" der Einwand, dass das hier überall so sei. Ich frage die Dame, was sie hierher verschlagen hätte. Sie erzählt uns, dass sie schon seit vielen Jahren hier in die Ferien gehe, und jetzt sogar eine Wohnung in Dauermiete hätte. Nach einigen hin und her über die Tische weg, setzt sie sich zu uns und wir haben viel Spass mit Ihren Geschichten. Evelin heisst Sie und ist eine wasachechte Baslerin. Sie klärt uns auch auf, dass es nur 3 gute Tavernen gebe zum essen, eine davon sei diese hier. Da hat uns unser Instinkt wieder einmal gut beraten. Später trinken wir bei Kapitän Dinmius , da wo er uns das Bier schenken wollte, noch einen Kafféé, dann wird es Zeit in die Federn zu schlüpfen.

.

19.4.14

In der Früh, als ich die Augen öffne, göre ich dass es regnet. Nicht gut, denn heute haben wir einen langen Schlag nach Kalymnos, ca 64 SM vor uns. ERst das Frühstück, heute mit Schinken und Ei, und dann erst aufregen.

Zum Aufregen kommt es nicht mehr. Der Regen hat nachgelassen und der Wind aufgefrischt. 

Wir legen los und können auch sofort die Segel setzten, denn der Wind kommt achterlich und verleiht uns eine rasante Fahrt der Ostküste von Amargos entlang, danach steht der wind direckt von hinten und wir baumen die Segel wie ein Schmetterling aus und geniessen das herrliche Segeln. Ein kleiner Beitrag zu unserer Freude bringt auch noch die Sonne, denn sie vertreibt die Regenwolken und bescheint uns mit herrlicher Wärme.

Wie geplant erreichen wir Kalymnos gegen 1700. Ein Hafenmeister winkt uns an einen Platz, wo wir anlegen sollen. Beim Ausfahren der Kette, klemmts. Wir müssen in der Mitte des Hafens die Kette herausatrbeiten und können dann nach guten 15Min. endlich anlegen. Der Platz kostet 7 plus 5 für Strom.

Hier auf Kalymnos wird Ostern gefeiert mit Knallkörpern. Nicht nur solche Knallpetarden, wie sie bei uns am 1.August losgelassen werden, nein hier scheint man kiloweise Dynamit zu sprengen. Die Druckwellen lassen die Fensterscheiben klirren. Je lauter es knallt umso grösser ist die Freude bei der Bevölkerung. Es sei eine Erinnerung an die Vertreibung der Türken, erklärt uns ein Alter, der in der nähe unseres Bootes auf der Bank sitzt und sich kindlich freut. Da die Knalls unangemeldet kommen, zucken François und ich jedesmal zusammen und ich komme einem Herzstillstand nahe.

Wir haben Zeit, zu einem Bierchen und einem Quai-Bummel bevor ich das versprochene Mousaka koche.

Die Knallerei begleitet uns den ganzen Abend, hört aber um Mitternacht Gott sei Dank auf, so dass wir doch noch zum Schlafen kommen.

 

20.4.14

Heute ist lediglich die Überfahrt nach Kos, ca 20 SM auf dem Programm. Wir gehen es locker an und profitieren von dem Mittagswind um uns nach Kos hinüberzu tragen.

Im Stadthafen, am Quai legen wir an. Bis jetzt hatte ich dort immer kostenlos gelegen jetzt verlangen die 40€ plus Strom 5., Dies ist unverschämt und ich buche nur 2 Nächtre. Denn wenn François übermorgen wegfliegt, verlege ich mich wieder nach Kalymnos, wo ich die Woche verbringen werde, bis Philippe und Sophie kommen.

Ich muss wieder ins Hafenbüro. Gleiches Prozedere, nur scheint die junge Dame, die uns bedient, kaum des Lesens und Schreibens mächtig zu sein.

 

21.4.14

Ein Auto können wir mieten von heute 1000 bis morgen 1000 und das tun wir auch.

Wir fahren auif der ganzen Insel herum, besuchen die verschiedenen Strände und Feriendörfer. Wir sind erstaunt dass noch kaum etwas offen ist und wie vergammelt, unschön und unfertig es im Hinterland ist.

Für nur 24€ essen wir herrliche Spiesse (Souflaki) in einem Strandrestaurant, das heute den ersten Tag offen hat.

Zurück in Kos putzt François seine Kabine und danach gehen wir ins Restaurant, in dem ich mit Peter und Patrick vor 2 Jahren so guten FIsch gegessen hatten. Auch diesmal ist es sehr gut und sehr preiswert. Wir staunen beide über den Betrag von nur 24€ ! (für beide zusammen)

 

22.4.14

Regen, regen und ein Wecker der einem um 0430 aus dem Bett jagt, das mag man nicht.

Trotzdem, wir müssen um 0500 los zum Flughafen.

Nach 30 Min Fahrt steigt François aus und verschwindet im Terminal. Ich starte das Auto..... aber es reagiert nicht. Tot.

Ich finde den éffner für die Motorhaube, öffne und haue dem Motor eine runter. Da sehe ich dass sich das Batterieanschlusskabel bewegt. Etwas festklopfen, und die Karre läuft wieder.

Zurück im Hafen lege ich mich nochmals ins Bett, frühstücke um 0830 und fahre dann in die Marina , die etwa 2 Km weg ist. Ich hab riesen Glück und finde ein Ersatzteil für das WC. Es ist das einzige Ersatzteil für ein WC das der Verkäufer im Laden hat und genau das brauche ich.

Ich muss mich im Hafenbüro noch abmelden, (gleiche Prozedur wie immer) und das Auto zurückbringen, dann lege ich los und verlege in die Marina zum Tanken. Das Anlegen an der Tankstelle wird zum Akt, denn der Wind blässt stürmisch und es steht eine wilde Welle. ZU dritt schaffen wir es, die SAMANTHA längs anzulegen, nicht aber ohne dass sogar eine Leine g gerissen ist. 224 Liter gehen in den Tank. Das Ablegen ist kein Problem und die Überfahrt nach Kalymnos geniesse ich wieder bei schönstem Sonnenschein.

Hier empfängt mich wieder der freundliche Hafenmeister, gibt mir Strom und wünscht mir eine schöne Zeit.

Und..... es knallt immer noch. Ostern ist zwar vorbei, aber es wird scheinbar auch heute noch etwas spezielles gefeiert.

Langsam aber sicher geht das einem auf die Nerven.

 

23.4.14

Kleine Arbeiten sind angesagt. Ich habe mir eine "to do-Liste" angelegt und beginne diese abzuarbeiten.

Mittags mach ich eine Pause, geh in ein Café gleich über die Strasse, bestelle einen griechischen Kaffee mit wenig Zucker.

Als ich bezahlen will, nur 1€, fragt mich der Besitzer ob ich gerne Musaka kätte. Das sei eine seiner Spezialitäten und er mache sie jeden Tag frisch. Ja sicher habe ich Musaka gerne, alles andere wäre ja gelogen. Wir unterhalten uns noch über das Rezept, und er lädt mich ein heute Abend sein Gast zu einem Musaka zu sein. Auf die Frage, warum , sagt er einfach "weil sie ein so netter Mensch sind". Schade dass er keine Frau ist, sonst hätte ich ihm gleich einen Heiratsantrag gemacht.

Es ist 2000 und ich schlendere hinüber in die Taverne. Ich komme mir etwas komisch vor, aber ich befürchte dass ich ihne beleidigen würde wenn ich nicht käme.

Mit einem Musaka, garniert mit Salatund Pommes, wede ich verwöhnt. Das Musaka ist gut, ich muss mich aber mit meinem auch nicht schämen. Er hat nur eine Lage Kartoffeln und eine Lage Auberginen. Ich mache das mit je zwei Lagen. Er schält die Auberginen nicht und schneidet sie längs auf. Das gibt dem Musaka einen besseren Geschmack mit den Auberginen. Man kann immer wieder etwas lernen.

 

24.4.14

Einiges auf meiner "to-do-Liste" ist erledigt. Leider ist es mir nicht gelungen die Ankerwaschpumpe zu flicken, denn es fehlen Ersatzteile und hier, wo doch viele kaum etwas anderes verstehen als Griechisch und alles mit diesen Hyroglifen angeschrieben ist komme ich nicht zu recht um die Ersatzteile zu suchen. Ich lande unverblümt bei einem Motorradmechaniker: Nach meiner Theorie kann auch ein Motorradmechaniker eine Wasserpumpe flicken. 

Dieser spricht perfekt englisch und schickt seinen Angestellten mit mir zu einem Mechanker, der das könne. Danke.

Die Pumpe kann ich morgen bringen und am Samstag sei sie repariert. Super (wenns klappt)

 

25.4.14

Es ist genau 0830 und ich stehe vor dem Mechanikerhop. Er ist zu. So schnell beginnen die Griechen scheinbar doch nnicht mit der Arbeit. Ich lege die Pumpe in einer Tüte vor die Türe und komme in einer Stunde wieder zurück. Der Chef meint, er hätte noch keine Zeit gehabt sich die Pumpe anzusehen, ich soll um 1200 wieder kommen, dann hätte er sie auseinandergebaut.

Um 1200, pünktlich, wie eben ein Schweizer ist, stehe ich erneut in der Werkstatt. Die  Pumpe liegt immer noch am Boden. Ich frage , ob ich sie auseinanderbauen soll. Der Chef lächelt und erklärt mir, dass sie repariert sei. Neue Kugellager, neue Dichtung und eben, richtig zusammengebaut. Ich hätte beim ZUsammenbauen einen Teil verdreht gehabt.... oh, da kommte es doch aus, dass ich kein Mechaniker bin und dass dieser Beruf auch gelernt werden muss... pfui Rudy.

Nun, wo ich doch einen sehr kompetenten Mech  gefunden habe, stelle ich die Frage, ob er eventuell auch mal die Propellerbremse anschauen könnte, denn die funktioniert auch schon eine Weile nicht mehr richtig. Nach einiger Überzeugungsarbeit meinerseits erklärt er sich bereit, um 1300 sich das Teil auf dem Boot anzuschauen. Er opfert einen Teil seiner Mittagszeit dafür, hat eine brilliante Idee. Ich soll beim Motorradhändler schauen ob ich eine Bremsbacke bekomme, die man dann auf den Träger aufschweissen könnte.

Schurstraks laufe ich zum Motorradhändler, wo ich tatsächlich fündig werde. Dieser will von Bezahlung nichts wissen und schenkt mir die Bremsbacke. Zurück auf dem Boot demontiere ich die Bremse, bereite alles vor und um 1700, als der Mech wieder mit der nachmittäglicher Arbeit beginnt, schweisst er mir die Teile zusammen. Nach einer weiteren Stunde ist alles wieder montiert und funktionniert einwandfrei.

Warum die Griechen hier alle so freundlich und hilfsbereit sind ?

Wir Schweizer sind doch nicht in der EU und bezahlen ja nur wenig an die Staatsschulden.

 

26.4.14

Mit Intensität drücken sich die Sonnenstrahlen in den Falten meiner Vorhänge in die Kabine. Es ist 0900 als ich deswegen aufwache. Zeit an die Arbeit zu gehen. Heute wird geputzt. Das Cockpitt und die Scheiben sind alle sauber als die Kirchglocken die 2.Nachmittags-Stunde verkünden. Duschen, einen Kaffee bei meinem Freund und ein Cornet mit Vanillecrème bilden die Brücke zu einem arbeitsfreien, faulenzenden Nachmittag. Beim Kaffee habe ich mein Nachtessen bestellt auf das ich mich nun 6 Stunden freuen kann.

Das Nachtessen bei Satis ist eine wahre Wundertüte.

Bestellt hatte ich einen Tintenfischsalat, 4 Sepia gegrillt und dazu Kartoffeln.

Ich setze mich hin, bin aber auch der einzige Gast.

Dann, erst bekomme ich einen griechischen Salat,  nichts mit Tintenfisch.

Dann bekomme ich Pommes vorgesetzt. Die sind zwar gut, aber wenn ich nicht anfange diese zu essen, werden si kalt, und das mag ich nicht. 2/3 der Pommes sind in meinem Schlund verschwunden als mir dann 5 kleine Tintenfische (gegrillt) vorgesetzt werden. Ich kaue wie an einem Fahrradreifen, aber dank dem dass ich gute Zähne und einen Pferdemagen habe, ist alles OK.

Zur Sicherheit bestelle ich noch einen UZO. Satis empfiehlt mir aber einen Schnaps, ähnlich dem italienischen Grappa, der sicherlich nicht schaden kann und eventuell beim der Verdauung hilft.

Schliesslich verabschiede ich mich bei Satis und lege mich in die Koje.

 

27.4.14

Keine hast. Nach dem Frühstück nehme ich den Anker hoch und lege Kurs an Richtung Türkei. Güllück ist der Ort, an dem ich Morgen Philippe, Sophie und Louis abholen soll.

Der Wind ist fantastisch, blässt mit 20-25 KN und fast querab.

In nur 6 Stunden erreiche ich Güllück und habe somit 36 SM hingelegt.

Das Anlanden in Güllück ist nicht ganz Ohne. Die Plätze die für Segler im Revierbuch angegeben sind sind alle besetzt. Es gibt ja nur 5-6. Im Hafenbecken nebenan erspähe ich 2 Ausflugsboote und entscheide mich daneben anzulegen. Wenns nicht passt, kommt schon jemand reklamieren.

Es reklamiert keiner, sondern man hilft mir die SAMANTHA an den richtigen Platz zu buxieren und anzubinden.

Die Leute hier sind alle nett und hilfsbereit. Einer, sein Name ist Baturay, bietret sich sofort als Agent an um die Behördengänge zu erledigen. Er organisiert alles und ist äusserst hilfsbereit.

Sofort will ich eine neue Prepayed Karte für die Türkei kaufen.

Morgen um 1200 könnte ich eine bekommen, meint der Verkäufer. Im Supermarkt mit einem orangen M, wie Migros, (so heisst er auch) bekomme ich alles was ich brauche für die nächsten Tage.

Am Abend bin ich kaputt und lege mich früch schlafen. Leider nicht für lange. Es heult bald ein Sturm im Hafen, der alle Boote herumwirft und tobt als wäre der Teufel verärgert und will sich an der Menschheit rächen. Wir binden alle Boote aneinander und jeder steht auf dem Boot und harrt der Dinge. Nach einer guten Stunde ist alles vorbei, so als wäre nichts gewesen.

Gute Nacht.

 

28.4.14

Den halben Tag verbringe ich mit dem Organisieren der Prepayd Karte. Um 1730 habe ich sie und es funktioniert !

Es ist dann bereits 2145 als das vorbestellte Taxi, meine 3 Passagiere vors Boot bringt. Ich habe noch eine Kleinigkeit gekocht, wie das gewünscht wurde, dann nach dem Essen beziehen alle ihr Quartier. Sophie und Philippe legen sich in die Vorderkabine, Louis schlaft imn der Skipperkabine, nahe bei Opa.

 

29.4.14

Es ist 0900 als uns der Agent die Papiere bringt und wir loslegen können. Zuerste müssen wir uns aber noch von 2 Ankern befreien, die ich im Hafenbecken beim Anlegen gefischt habe. Da ich aber nicht alleine bin un der Wind nicht allzustark blässt, ist dies kein grösseres Problem. Wir segeln dann in eine Bucht, wo Philippe , der jetzige Skipper, den Anker wirft.

 

30.4.14

Heute zieht es uns weiter nach Kalymnos. Hier legen wir am gkleichen Platz an, den ich vor 3 Tagen verlassen habe. der Hafenmeister begrüsst mich wie einen alten Freund und Satis hat gleich wieder die Spendierhosen an. Louis, mit dem ich herumstolziere bekommt einen Lutscher und Opa soll zur Begrüssung einen Kaffée bekommen. Natürlich bezahle ich den Kaffée.