REISEBERICHT - März 2014

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Am Zollsteg von Pula, mein erster Stop in Kroatien

 

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Riesiges Amphitheater, wie im alten Rom

 

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Gemäuer vom Theater

 

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Altes Pula

 

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Hat hier mein Freund Nick Dora sein Boot versteckt ?

 

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Blick zwischen die Inseln Richtung Süden

 

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Abendstimmung in der Bucht

 

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Käsespätzle Kotlett und gemischter Salat

 

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Die Wolken wie Walzen verraten nichts Gutes. Die Bora blässt ungestüm

 

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Anfahrt Zadar

 

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Bilder aus der Altstadt Zadar

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In Zut an einem Steg mit 120 Bootsplätzen

 

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Schöne und ruhige Bucht mitr 20 Boyen

 

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Unten in der Bucht liegt die SAMANTHA an der Boye

 

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Blick von oben nach Süden mit all den Inseln

 

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Blick von oben nach Norden

 

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Grosses Gipfelkreuz

 

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Eine imposante Festung in der Einfahrt zu Sibernik

 

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U-Boot-Bunker in der Einfahrt zu Sibernik

 

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Sibernik Altstadt

 

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Blick über Sibernik

 

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Über Sibernik gibt es noch Reliquien aus dem letzten Krieg

 

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Imposante Burg tront über der Stadt

 

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Eine Burg mitten in der Stadt

 

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Sibernik am Quai

 

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Auch ein anderer Segler ist unterwegs

 

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Ein Kollege, auch mit mehreren Masten

 

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Hvar Hauptplatz

 

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Hvar am Quai

 

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Blick von der Burg. SAMANTHA einsam am Quai

 

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Herrliches Segeln vor dem Wind

 

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Anfahrt Korcula

 

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Kirche in Korcula

 

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Einfahrt ins Naturschutzgebiet Polance

 

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In der ruhigen Bucht Polance

 

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Die ersten Fische die ich sehe

 

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Griesköpfli, Hausgemacht vom Chef selber

 

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Moderner Hotelkomplex vor Dubvronik

 

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Polizeikontrolle unterwegs

 

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Anfahrt Dubvronik

 

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Unter dieser Brücke muss ich durch

 

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Marina Dubvronik

109€ für nichts

 

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Zugang zur Stadt Dubvronik

 

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Typisches Gässchen

 

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Hauptgasse

 

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Ein weiteres Gässchen

 

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Traumschönes Gebäude

 

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Ausfahrt aus der Marina, ich störe die Mövenversammlung

 

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Cavat

 

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Abendstimmung in der Bucht

 

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Im Café an der Promenade in Cavat

 

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Morgenstimmung, Hinten der Berg den ich besteigen will

 

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Das Gipfelkreuz

 

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Im Hintergrund die Bucht von Cavat

 

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Unten sieht man einen kleinen Hafen und die Strasse die ich entlang marschiert bin

 

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Gulasch, Blumenkohl an weisser Sauce, Teigwaren und ein Glas Wein, so soll es sein.

 

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Befestigte Einfahrt nach Monte Negro

 

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Dort vorne muss ich zum Zoll

 

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Eine riesen Werft mit Trockendocks für grössere Kaliber

 

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War vielleicht einmal.

Heute lege ich an und schlafe inn Ruhe

 

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Kaputte Bungalos, die wie Negerhütten aussehen

 

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Kaputte Villa

 

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Freude für Motorboot, Leid für Segler

 

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Tivat, hier arbeiten sie am Hafen um ein 2. Monaco zu schaffen

 

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Wie auf dem Vierwalstättersee

 

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Unheimlich

 

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Die Festungsmauer von Kotor und Burg oben auf dem Fels

 

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Alte Stadt von Kotor, ein echtes Juwelier

 

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Die Burg und Festungsmauer bei Nacht

 

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Der Übeltäter. Eine Wäscheklammer in der Bilgenpumpe.

 

3.3.14

0700, ich stehe auf, frühstücke und düse in die Stadt zum Telekom-Laden. Der öffnet um 0800. Ich trete in einen bereits überlaufenen Laden ein, werde dann aber von einem netten Herrn mit einem 1Meter-langen Rossschwanz bedient. Klick, klick , klick und mein I-Pad funktioniert auch mit dieser Karte. Scheinbar musste ein Kroatischer Server eingegeben werden, das müsste man halt wissen.

Leinen los, Ausfahrt unter Sicht, von einem leichtem Lächeln der Sonne begleitet lege ich vom Steg ab, fahre aus der Hafdenbucht und segle gemütlich einige Meilen südwärts, in die Bucht von Salina, die mir der nette Hafenchef empfohlen hatte. Hier setze ich zum ersten Mal dieses Jahr den Anker. Das Heisst, ich wollte ihn setzen, aber nach 5 Meter , klemmt die Winch. Ich bekomme die Kette nicht aus dem Kasten. Glück, dass es im Moment kein Wind hat und ich mich darum kümmern kann. Unten inn der Spitze des Bootes ist der Ankerkasten und der hat eine Inspektionsöffnung von der vorderen Kabine her. Ich schraube den Deckel weg und stelle fest, dass die geasmten 90 Meter Kette vernuschelt ist. Dies muss geswchehen sein, als ich vor Leucat im Sturm einmal komplett über eine Welle auf die Seite geflogen bin. Es hat ja auch bei dieser Aktion einiges an Holz gespalten und zerrissen, das ich das wieder leimen musste. Nun aber muss ich Meter für Meter aus dem Ankerkasten herausangeln. Nach 2 Stunden harter Arbeit und kompplett rostigen Handschuhen lasse ich die gesamten 90 Metre Kette auslaufen um dann 66 Metre wieder sauber einzuziehen.

Mit 2 Ankern, die ich den einen vor den anderen gespannt habe (verkattet), liege ich ruhig und selbst bei 3000 Touren im Rückwärtsgang bewegt sich die SAMANTHA keinen Zentimeter. Zur Sicherheit setze ich aber doch noch einen Ankeralarm (einen Kreis um den Anker, auf dem Plotter), der mich warnen soll, falls das Boot abwandert

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4.3.14

Bin ich ein Feigling ?

Nein, ich glaube dass einfach die Vernunft gesiegt hat. Um 0900 ziehe ich den Anaker hoch, das klappt erst einmal ok, dann aber, den 2.Anker bekomme ich nicht hoch, denn ich habe gestern die Verkattungsleine scheinbar falsch eingefädelt. Der 2.Anker hängt am ersten, aber ohne dass ich die Leine zum hochziehen des 2. zu fassen bekomme. Mit etwas Geschick und Anstrengung sitzt er nun auf dem Deck und ich fahre aus der Bucht. Der Windmesser zeigt 15-16 Kn Wind aus östlicher Richtung an, gut zum gemütlichen segeln und zum Aufkreuzen wird das gehen.

Eine halbe Stunde später dreht der Wind auf und treibt die Anzeigenadel auf 35 bis 38 Kn. Die Wellen bauen auf es wird ungemütlich und dazu beginnt es auch noch zu regnen. Mein Tagesziel ist zwar nicht allzuweit weg, ich müsste aber nach Osten und somit aufkreuzen. Mit diesem Wind ist das eine unmögliche Sache, besonders mit der Amel, deren Schwäche einzig das gegen den Wind fahren ist. Ich drehe um und nehme Kurs auf die Bucht, aus der ich heute früh ausgefahren bin. Ob mich nun die Wettergeister veräppeln wollen ? Kaum gedreht, lässt der Wind nach und geht runter auf 20 bis 25 Kn. Nun, ich bleibe bei meinem Entschluss und ankere wieder in der Bucht von Salina. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

 

5.3.14

Die Windanzeige meldet 0,0 Wind. Die Wettervorhersagen sind da anderer Meinung. Es sollen 20-26 Kn Wind aufkommen. Ich lege los und überquere die grosse Bucht zwischen Pula und der Insel Kes.

Der Wind kommt auf sobald ich draussen auf dem offenen Meer bin. Die Richtung ist so, dass ich einen idealen Kurs, knapp vor querab anlegen kann. Bei den 15-20 Kn rauscht die SAMANTHA mit 6-7 Knoten dahin. Gegen 1000 steigt die Anzeige auf 30 und bis 38 Kn. Ich reduziere die Segel und die SAMANTHA steigert die Geschwindigkeit auf ständige 7,5 bis 8,5 manchmal sogar auf 9 Kn.

Leidig sind nur die kurzen, aufgebäumten Wellen. Als ich in die Nähe der ersten Inseln komme, bin ich auf der Leeseite (die dem Wind abgewandte Seite) und die Wellen legen sich. Ich hatte vor in die Bucht Clizi einzufahren, bemerke aber in letzter Minute kleine Zeichen auf der Karte. Beim hochzoomen, sind das Ankerverbotszeichen. Ich drehe ab und fahre in die nächste Bucht, die ich mir auch ausgesucht hatte. Nach 3 maligem ansetzen, sitzt der Anker dann endlich und hält fest, auch wenn ich mit 3000 Touren im Rückwärtsgang daran ziehe. Wenn der Anker bei 3000 Touren hält, verträgt es auch Windstärken von 8Bf. und das kommt eher selten vor, denn meistens beruhigt sich der Wind wenn die Sonne untergeht. Oft kommt er dann nachts um 0300 für eine kurze Weile. Ich beobachte die Bewegungen des Bootes auf dem Kartenplotter, wo ich genau sehe wie sich das Schiff am Anker hin und her bewegt. Mit einem Alarmkreis sichere ich mich noch ab. Dieser Kreis dient dazu, einen Alarm auszulösen, falls das Schiff aus dem abgesteckten Kreis herausfährt. Ich könnte auch noch einen Radaralarm setzen, einen Höhen- oder Tiefenalarm, aber das ist hier nicht notwendig. Zudem ist beruhigend, dass die SAMANTHA aus der Bucht hinaus aufs offene Meer getrieben würde, wenn der Anker nicht halten würde, denn der Wind blässt vom Land her. Zudem habe ich auch 2 Anker gesetzt, die hintereinander liegen. Sollte der eine nicht halten, ist es eine gute Chance, dass der 2. hält und wenn gar beide halten, dann können mich auch die stärksten Böen nicht aus der Ruhe bringen. Heute Nacht erwarte ich wieder, wie letzte Nacht fast Windstille.

Jetzt habe ich noch Mechanikeraufgaben. Die Ankerwaschpumpe funktieoniert nicht mehr. Nachdem ich diese ausgebaut, auseinandergenommen, geölt und wieder eingebaut habe, funktioniert auch die wieder. So ist man auf einem Segelboot, nie ohne Job.

Zum Abendessen mache ich heute Käsespätzle (selber gemachte) und dazu ein Kotlett und Salat.

" En Guete"

 

6.3.14

Ein herrlicher Segeltag endet um 1500 in der Marina von Zadar. Gleich hinter dem Hafenengang finde ich einen Steg an dem ich längsseits anlege. Es kommt denn auch gleich ein Marinero, der zwar nicht sehr hilfreich ist, aber sofort die Schiffspapiere verlangt. Danach düst er gleich wieder ab. Ich suche einen Stromanschluss und finde den auch, etwas weit weg, so dass eines meiner Verlängerungskabel zum Einsatz kommt. Die esrte Aufgabe heute ist, Einkaufen. Das kann ich in einem Supermarkt, nicht weit weg vom Hafen. Nachdem alles gefunden und auf dem Boot verstaut ist, schnalle ich die Wanderschuhe an und gehe die Altstadt langs und quer zu durchstöbern. Auch das alte Zadar ist eine einzige Festung mit riesiger Stadtmauer gewesen und ein rechter Teil davon ist noch erhalten. Es gibt auch schmucke Gässchen, alte Kirchen und Herrschaftshäuser, die von einer besseren Zeit erzählen könnten. Auf dem Rückweg stoppe ich in einer Bar um ein Bierchen zu zwitschern. Ob die schönen Augen der Bedienung oder das Bier mich mehr erfreut hat, weiss ich nicht, Auf alle Fälle kann man sagen, dass es in Kroatien unheimlich viele hübsche Mädels gibt. Die meisten Leute können auch entweder Englisch oder Deutsch, so dass man sich überall durchfragen kann.

Eigentlich wollte ich am Abend nochmals zum Bierchen, gehe dann aber nicht, weil ich keinen Durst habe und es in der Kabine so schön angenehm warm ist, wärdend draussen ein kalter Wind weht. Nachdem ich die TV Antenne aufgebaut habe, kuck ich noch einen Film.

 

7.3.14

Nach einer Nacht im Tiefschlaf und einem Standard-Frühstück, hole ich das Fahrrad aus seiner Versenkung in der Aussenbagskiste. Zuerst fare ich gegen Norden zur nächsten Marina in der Hoffnung dort einen Laden zu finden der Seile verkauft. Ich brauche unbedingt eine neue Leine mit der der Besan ausgefahren wird. Die alte Leine hat nun gute 10 Jahre gedient und den Geist aufgegeben. Leider gibt es auch im nächsten Hafen keinen Laden. ch fahre zurück, mit der Information, dass es in der Stadt einen Laden gebe, der heisst "Mitelli" und der hätte was ich suche. Also fahre ich in die gegengesetzte Richtung, bei meinem Boot vorbei und weiter in die Stadt. Nach einigem Durchfragen finde ich diesen Mitelli, den scheinbar jeder kennt.Hier ist ein Paradies für Bootsleute. Es gibt alles, was man brauchen kann und könnte. Ich muss mich zusammenreissen, nicht mehr zu kaufen als ich wirklich im Moment brauche.

Zurück im Hafen stoppe ich im Hafenbüro um zu zahlen. Ganze 75€ nehmen die einem ab,dabei hat er mir noch 15% Nachlass gegeben, weil, er Wasser und Strom nicht rechnet. Es gibt hier keine Sommer- und Winterpreise. Das ganze Jahr den gleichen, hohen Preis !!! Unverschämt.  Wenn das schon so teuer ist, hole ich noch nden Wasserschlauch hervor, fülle den Tank und wasche die SAMANTHA vom Salz rein. Sie strahlt und scheint es mir zu danken. Dann, endlich, gegen 1000 lege ich los, fahre aus dem Hafen und kann gleich die Segel setzen. Es ist nervig, der Wind, die Bora-Bora. Das ist kein Kriegsruf eines Südseebewohners, nein, es ist der Name eines der beiden Hauptwind in dieser Gegend. Schon beim Segelschein in Deutschland musste ich mich intensiv mit diesem Wind auseinandersetzen, denn er ist recht gefährlich. Bis jetzt hat mich das nicht gejuckt, aber im Moment nervt er. 5.. 15... 25.. 35... 20.. 30... 10... 5..18... und so weiter, im Minutentakt. Würde man die Linie grafisch aufzeichen sähe das Bild aus wie das Gebiss eines alten Aligators.

Der ständige Wechsel und das manöverieren zwischen all den Inseln, Inselchen und Untiefen fordern einem ganz schön. Gegen 1500 fahre ich in die Bucht ein, merke aber balkd, dass ich mich in eine falsche Bucht verirrt habe. Ich werfe den Motor an und wechsle in die nächste Bucht, wo ich einen elend langen Steg finde an dem ich längs anlegen will. Es taucht ein Mann auf, der mir duetet, ganz am Ende des Steges festzumachen, denn dort sei ich besser geschützt. All das erklärt er mir auf Deutsch, gibt mir dann noch eine Mooringleine hinten und eine vorne, damit die SAMANTHA vom Steg weggehalten wird. Nett, nicht ?? Ich farge, ob eines der 3 Restaurants geöffnet sei. Er meint, das das ganz vorne in der Bucht eventuell offen sei,der Rest sei zu.

Er lädt mich zu sich ein, falls mir etwas fehlen würde, ich erkläre ihm dass ich alles habe was ich bräuchte, er könne aber gerne bei mir ein Bierchen trinken. er lehnt ab und erklärt, dass ere schon Wein getrunken habe. Das glaube ich nihm aufs erte Wort, denn die Nase leuchtet die Bestätigung. Er wohnt hier ganz alleine und wartet auf die neue Saison.

Auf meinem Spazierer sehe ich dass an dem Steg 120 Anlegeplätze sind, dazu kommen noch die von den anderen Restaurants. Hier muss der Bär abgehen in der Saison. Beim vordersten Restaurant ist auch alles zu. Die warten alle wie die Löwen in der Höle auf die Saisoneröffnung, um dann wie Piraten die Jachties auszunehmen.

Das Montieren der TV Antenne habe ich nun schon richtig im Griff. Danach schaue ich noch einen Film um danach in einen Tiefschlaf zu fallen.

 

8.3.14

Tiefblauer Himmel und Sonnenschein sind an den Luken. Zuerst nehme ich nnoch eine Winsch auseinander, öle und schmiere diese, so dass sie den Diuenst wieder normal aufnimmt. Gestern hat sie nämlich gespuckt. Dann, Leinen los und ab in den Wind. Heute mache ich das Theater mit dem Wind nicht mehr mit, ich setze die Segel mit einem Reff, so dass ich auch bei 5 Knoten noch etwas Fahrt mache, aber dann bei 35 Kn keinen Stress habe. So geht es bis 1500, als ich in eine Bucht einfahre, die verspricht, gutt gegen die Bora geschützt zu sein. Als ich hier ankomme finde ich 2 Reihen rote Ankerboyen, insgesamt 20 Stück. Das macht das Ankern kompliziert, den nder könnte sich verheddern. Kurzer Prozess. Ich hole die Boyenfangleine, die ich an der Messe gekauft habe hervor und, zu ersten Mal, fange ich eine Boye und binde fest, Dieses Gerät ist Gold wert, den alleine ist es fast unmöglich eine Boye zu fangen. Es ist herrliche 17° draussen und die Sonne scheint. Das Dingi wird zu Wasser gelassen, eine 2 Leine an die Boye gesetzt und ans Land gehts. Ich habe einen Hügel hinter der Bucht ausgemacht, von dem man eine schöne Aussicht haben müsste. In der Tat, der Aufstieg hat sich gelohnt. Eine Rundumsicht über einen weiten Teil dieser Inselwelt ist faszinierend.

Heute Abend koche ich ein Curry-Geschnetzeltes mit Annanas und Reis.

Morgen unternehme ich nur einen ganz kurzen Schlag nach Sibenik.

 

9.3.14

Mit wunderbarer Morgensonne in dieser romantischen Bucht werde ich geweckt. So könnte eigentlich jeder Tag beginnen.

Ich bin gespannt, ob mein spezieller Boyenhaken auch beim loslegen genau so gut funktioniert wie beim Boyen-fangen.

Er tut es und ich bin frei , fahre mit vollen Segeln nach Sibenik. Es sind gerade mal gute 6 SM, dann lege ich in Sibenik am Stadtquai längs an. Ich sehe niemanden, den ich fragen könnte und warte einfach ab, wenn es nicht passt kommt dann schon einer reklamieren.

Hier will ich die obere Burg besichtigen, denn von dort aus müsste man einen schönen Blick haben. Die Burg scheint etwas weit weg und ziemlich weit auf dem Hügel zu sein. Trotzdem marschiere ich los und komme dort , zwar etwas verswchwitzt zu einem Rundblick über die ganze Stadt. Man sieht auch gut den Einfahrtskanal, der mit 2 SM Länge eine Atraktion für sich selber ist. Am Eingang steht eine riesige Festung, bei der die alten Seeräuber nicht vorbei kommen konnten. Der Kanal ist ca 40 m tief, so dass auch grosse Schiffe einfahren können. Links und rechts ist der Kanal von kleinen idyllischen Buchten gesäumt. Einen U-Boot-Bunker gibt es auch. Diese Anreise ist richtig schön. Die Altstadt, ja, so la la, nichts umwerfendes, obwohl einige alte Häuser, die sich in einem totalen Wirrwar am Hügel ineinenderschachteln gut gepflegt werden.

Den restlichen Nachmittaq verbringe ich an der Sonne beim Lesen im Cockpitt. Der Thermometer zeigt 24°C im Schatten an. Draussen spatzieren die einen im T-shirt die anderen im Wintermantel vorbei

Am Abend suche ich ein kleines nettes Restaurant auf, wo ich auch gut esse.

 

10.3.14

Ich muss rechtzeitig los, denn heute ist ein längerer Schlag nach Split geplant. Neusestens habe ich ja glück mit dem Wind und so ist es auch heute. Relativ regalmässig zwischen 15 und 20 Kn blässt er und begleitet mich so, dass ich den grossen Bogen um die Inseln ständig segeln kann. Ich müsste vieleicht wieder einmal Lotto spielen.

Die Anfahrt von Split ist nichts spektakuläres und um 1600 fahre ich in die Stadtmarina ein. Hier hat man mir auf den Anruf per Funk auf Kanal 17 überaschenderweise geantwortet, mich auch gleich bei der Einfahrt abgefangen und an den Platz dirigiert. Es ist verdammt eng hier und ich muss höllisch aufpassen keine Leine zu fangen. Ende gut, alles gut, SAMANTHA ist vertäut und an den Strom angeschlossen.

Sofort schnalle ich die Landschuhe an und mache mich auf den Weg. Man nennt die Marina zwar Stadtmarina, bis zur Stadt sind es aber gute 15 Minuten Marsch. Die Altstadt hat wie alle anderen auch diesen mediterranen Flair, aber ganz besonders auffallend ist die wunderschöne Promanade. So eine schöne Quai- Gestaltung habe ich noch niergends gesehen.

Ich suche einen Laden in dem ich neue Bratpfannen kaufen kann. Nach eineigem kreuz und quer durch die Innenstadt laufe ich gegen einen Haushaltswarenladen wo ich endlich neue Bratpfannen kaufe. Danach wird noch einiges an Gemüse und sonstigen Kleinigkeiten eingekauft und schwer bepackt fusse ich zurück zum Boot. Ich war ganze 2 Stunden unterwegs. Mein tägliches Marschprogramm hiermit erfüllt.

 

11.3.14

Von Split nach Hvar sind es knappe 6 SM. Deshalb nehme ich mir alle Zeit der Welt mach dies und das und schlendere schliesslich zumm Hafenbüro um den Platz zu bezahlen. Ich flippe fast aus, 109 € nehmen die hier einem ab. Räuber !!!!!! Kein Wintertarif, das sind einfach Gängster hier. Zurück auf der SAMANTHA fülle ich noch den Wassertank und wasche das Boot vom Salzwasser frei. Die Ausfahrt gestaltet sich genau so heikel wie die Einfahrt aber es gelingt mir hinauszufahren, ohne eine Leine zu fangen. Oufffff.... Mit direktem Kurs gehts nach Hvar, der Wind steht super und bereits nach 2 Stunden bin ich am Ziel, lege längs am Quai an, schliesse den Strom an und gehe ins Hafenbüro um zu zahlen. Hier werde ich mit 50% des Preises, inkl. Strom und Wasser im Angebot mit vernünftigen 26€ erleichtert. Im Mai vor 10 Jahren war ich schon einmal hier mit Rita. Sie erinnert sich wegen dem Schaukel-Platz und der schönen Burg an diesen Ort. Es schaukelt nach wie vor die ganze Zeit und die Burg ist noch genau am gleichen Platz, nur als ich oben auf dem Hügel ankomme ist das Tor geschglossen. Pech. Auf dem "Dorfplatz" geniesse ich ein Bierchen an der Sonne, kaufe nochn ein und richte die TV antenne auf dem Boot ein. Ich habe den Dreh schon raus und es gelingt mir innnert 3-5 Minuten den Fernseher zu laufen zu bringen.

 

12.3.14

Unter der Decke warte ich bis es angenehm warm in der Kabine ist und lese noch einige Kapitrel im Buch, bis ich dann merke, dass es bereits 0900 ist. Noch einen kleinen Gang zum Supermarkt, holen was ich gestern vergessen habe. Leinen los, nach kurzer Strecke aus der Bucht lege ichn Kurs Richtung Korcula an. Mit einem setigen Wind von 10-12 Kn genau acherlich, entscheide ich kurzfristig, in die Bucht Loviste zu fahren und dort die Nacht zu verbringen. so habe ich Morgen nur eine gute Stunde bis Korcula. Um 1700 fällt der Anker , das heisst die beiden, in dieser sehr schönen und ruhigen Bucht.

 

13.3.14

Heute lungere ich erst einmal herum, denn ich habe keine lange Strecke vor mir. Kor cula ist mein nächstes Ziel und das ist nur wenige Meilen weg. Gestern abend, als ich schon unter der Decke lag und noch einige Seiten vom Buch streichelte, wurde ich plötzlich mit einem Alarm aus dem Bett geholt. I ch war gleich auf 180 und konnte mir diesen Alarm nicht erklären. Draussenn war es sehr ruhig und dere Anker konnte eigentlich nicht losgerissen sein. Sofort war ich am Navigationstisch und sah, dass ich eine SAR-Meldung bekommen habe. SAR steht für "Save And Rescue". Mit meinemm Navtex bekomme ich Wetter und Unfallmeldungen, wobei die Notrufmeldungen dann den Alarm auslösen,weil ich das so eingestellt hatte. Ich lese, dass in der Südtürkei ein Flüchtlingsboot gekenntert ist und man die Leute sucht.Alle Schiffe in der Gegend sollen einen verstärkten Ausguck halten. Ich bin ungefär 2 Wochen Reise von der Südtürkei weg. Ich stelle den Alarm für SAR-Meldungen aus, gehe wieder incs Bett, kann aber noch eine Weile nicht schlafen, nicht wegen den armen Flüchtlingen, nein, weil mich der Alarm so erschrocken hat. Die restliche Nacht verlief dann ohne nweitere Zwiuschenfälle. Nun am Morgen will ich einmal kontrolieren, was mit ,einen Fehlstromalermen los ist. Letzthin, als ich unvorsichtig mit dem Wasser im Motorraum herumhantiert hatte, sind einige Pumpen nass geworden und das hätte, nch meiner Meinung einen Fehlstrom anzeigen sollen, hat es aber nicht. Ich erinnere mich, dass ich im August, den Elektriker in Porto Corallo gebeten hatte, nach dem Fehlstrom, der anzeigte, zu suchen. Er hat dann auch innerhalb weniger Minuten, den Alarm weggebracht. Ich ahtte da ber nun eine Vermutung und der gehe ich nach. Und siehe da, der schlaue Kerl hat einfach die Anzeige vom Strom getrennt, und somit war der Alarm weg. Mindestens hat die Lampe nicht mehr geleuchtet. Ichg schliesse die Leuchte wieder an, bin aber beruhigt, dass kein Alarm mehr anzeigt. Ich werde das in nächster Zeit gut beobachten. Denn ein Fehlstrom (Kriechstrom) kann auf dem Boot fatale Auswirkungen haben. Bei einer Amel, so hat man mir erzählt, sind die Bolzen, die den Kiel halten komplett weggefressen worden. Bei meiner SAMANTHA, hat sich die Auswirkung bis anhin immer am Mastfuss des Besans gezeigt, da löst sich die Farbe und es ist Korosion am Mastfuss festzustellen. Nicht so schlimm, aber man sollte es schon ernst nehmen.

Weiter versuche ich mich als Elektriker an der Kettenzählanzeige. Die spuckt und zählt nicht mehr, allerdings läuft der Zähler irgendwann und letzthin zeigte er 365 m an. Ich habe aber nur 90 m Kette !

Leider gelingt es nicht den Zähler wieder zur Vernunft zu bringen, da muss schon ein Fachmann her. Mal sehen, ob ich in der Türkei jemanden finde.

Gegen 1100 hole ich die Anker hoch und nehme die kurze Strecke nach Korcula in Angriff. Der Wind ist regelmässig zwischen 10 und 12 Kn, leider aber auf der Nase. Ich habe Zeit und kreuze auf. An der Sonne ist es nun gute 20°C, ein merklicher Anstieg gegenüber der morgentlichen Temperatur von nur 7°C. Für die Luftlinie von 6 SM zu bewältigen segle ich eine Strecke von guten 12 SM, komme aber trotzdem bereits um 1500 in der Bucht bei Korcula an. Das erste Mal lasse ich das Dingi zu Wasser und rudere ans nahe Ufer. Bei einem Bierchen in der Altstadt buche ich den Flug über Internet für Rita, die mich am 28.3 besuchen kommt. Au, wie ich mich freue !

 

14.3.14

Eigentlich wollte ich heute nach Salano, eine schöne Bucht nördlich von Dubronik. Aber eben, der Wind. Kaum ein Lüftchen uns spiegelglatte See. Kurzum ändere ich den Kurs und fahre nach 12 SM  in eine Bucht im Naturschutzgebiet der Insel Mljet. Es ist ein historischer Naturhafen, der von den Römern gebraucht wurde. In15 m Wassertiefe lasse ich die Anker fallen. Das Dingi, und diesmal auch der Motor dazu, bringen mich zum Dörfchen Polace. Hier sind einige Häuser direkt am Ufer entlang aufgereit, das ist alles. Von den 20 Hàusern sind mindestens 10 Restaurants, alle zu, und alles wartet auf die Saison um dann die Segler zu berauben. Keine Kneipe ist irgendwie "anmächelig" und warum im Buch steht es sei schön hier, müsste man mir noch erklären. Ausser die Bucht ist schön und windgeschützt. Ich spaziere der Strasse entlang und werde freundlich von den wenigen Leuten begrüsst, aber irgendwie schauen die mich an als käme ich vom Mond oder Mars. Trotzdem, das Bierchen ist gut, obwohl es hier um einiges mehr kostet als überall vorher. Na was solls.

 

15.3.14

Ich vertrödle mit verschiedenen Kleinarbeiten möglichst viel Zeit am Morgen, denn wenn es wieder wie gestern ist, kommt der Wind erst nach der Mittagszeit auf. Zur Zeit zeigt die Windanzeige 0,0 Wind.

Ich staune nicht schlecht als ich draussen rund um die SAMANTHA Fische sehe. Die sind etwa 25-30 cm lang und sind die ersten Fische die ich überhaupt dieses Jahr sehe. ich dachte schon dass es in Kroatien keine Fische gibt, und so auch praktisch keine Fischer und schon gar nicht solche die am Ufer hocken und fischen, wie das in Italien überall der Fall war. Ich teile mit den Fischen ein Stück Brot und das gefällt denen. Hier eie Angel auszuwerfen kommt mir nicht in den Sinn, denn für mich sind die viel zu klein. Den Vormittag dümple ich mit 2 Knoten Richtun Solano, meinem Tagesziel entgegen. Um 1400 kommt dan der Wind auf und mein Seglerherz jubelt. 1600 Uhr mache ich an der Quaimauer längs fest,obwohl in meinem Buch steht dass das verboten sei, aber die Zeiten ändern sich. Es ist erlaubt , angeschrieben und der Kassierer ist auch schnell da und holt sich 34€ab,steuert dann direkt in die Bar und trinkt ein Bier. Ich auch. Ein kurzer Spazierer durchs "Dorf" führt mich zu einem riesigen 5-Sterne Hotelkomplex mit sicher 200 Zimmern und allem drum und dran. Ob ich hier meinen Urlaub verbringen möchte? Wohl kaum.

Ich koche noch frische Griesköpfli, die bis zum Abendessen noch auskühlen können,ich freue mich schon drauf.

 

16.3.14

Es sind nur 6 SM Luftlinie bis Dubvronik und so nehme ich ess gemütlich. Nur mit der Genua lasse ich mich an mein Ziel ziehen. Der Wind steht so, dass ich eine schnurgerade Linie fahren kann, im T-Shirt im Cockpitt mit einem Buch an der herrlich wärmenden Sonne.

Vor Dubvronik werde ich vom fliegenden (schwimmenden) Zoll kontrolliert und man wünscht mir nach Einsicht meiner Papiere eine gute Weiterfahrt. Kurz darauf schwenke ich in den Kanal ein, in dem die angepeilte Marina liegt. Hierzu muss ich unter der Brücke durch. Ich kriege das Herzflattern, denn ich hab das Gefühl dass ich mit dem Mast da unten nicht durchkomme, aber ruhig Rudy, du warst ja schon im 2004 da unten durchgefahren und die haben die Brü^cke bestimmt nicht abgesenkt. Per VHF (Funk) rufe ich die Marina an, aber wie üblich bekomme ich keine Antwort. Jedoch, als ich mich der Marina nähere kommt ein Marinero an die Pier und weist mich an den Platz. Dort steht ein 2. Marinero und die beiden legen die SAMANTHA an die Leinen. Danke.

Mit dem Ortsbus fahre ich dann in die STadt. Erst dachte ich ich könnte das mit dem Fahrrad tun, aber gott sei Dank, habe ich mich umentschieden, denn das ist eine nschön lange Strecke mit rauf und runter. Dubvronik sehe ich heute das dritte Mal. Ich bestätige wieder, es gibt nur eine mögliche Beschreibung dieser Stadt: "Traumhaft schön". Das Bier ist hier nochmals teurer. Von 10 Kuna im Norden angefangen hat sich das gegen Süden kontinuierlich bis 20 Kuna hochgesteigert.

Ich beobachte beim Bierchen in der Altstadt die Leute und stelle fest, dass die japanische Invasion eingeleitet ist !

Weiter fällt mir auch hier auf, dass ich in ganz Kroatien kaum je einen Jungen gesehen habe mit dieser bei uns zu Hause so typischen Jugo-Frisur, die diese in der Schweiz wie Abzeichen mit ich herumtragen. Hier würde man warscheinlaich sofort sagen "Ha, das ist einer der in der Schweiz lebt.".

Im kleinen Hafen kaufe ich von einem Fischer noch einen komisch aussehenden Fisch, der aber sehr gut sein soll. Zwar habe ich einen Hünerschenkel aus dem Tiefkühler schon herausgenommen, aber den kann ich grillieren und dann morgen wärmen.

Zurück auf der SAMANTHA schaue ich den Sonnabentlichen Tatort und schlafe dann friedlich. Morgen wird das Marina-Büro offen sein und dann werden wir sehen, wie weiter. Ich bin schon auf den Preisschock gewappnet, denn das ist auch eine dieser staatlichen Marinas wie Split.

 

17.314

Kein Wind. Ich gehe ins Büro der Marina und warte auf die Überraschung. Die kommt, nicht ganz unerwartet, denn es schleichen viele Leute in der Marina herum, die alle mit irgendwelchen Arbeiten beschäftigt sind. Viele Leute, das heisst, viele Löhne, und das wiederum heisst, hohe Preise. Und wie, 111 € kassieren die für eine Nacht ab, ohne den Service, wie Schwimmbad, offenes Restaurant, offene Läden, es ist eiunfach eine Frechheit. Nach 4 Stunden dümpeln mit Motor auf niedrigster Stufe fahre ich in die Bucht von Clavat ein und lasse den Anker fallen. Beim esrten Mal hält er nicht, beim 2 Anlauf klappt es und er hält auch bei 3000 Touren. Mit dem Dingi geh ich an Land, kaufe noch etwas ein und trinke an der Promenade an der Sonne ein Bierchen. Dann zurück aufs Boot und ein gemütlicher Abend und ein gutes Essen.

 

18.3.14

Wie schon die vorherigen Tage scheint die Sonne an einem wolkenlosen Himmel. Ich schnalle die Wanderschuhe an und stiefle los. Erst eine Viertelstunde rudern, dann marschiere ich der Strasse 5 km entlang ins nächste Dorf. Dort finde ich einen Weg der in Richtung Berg geht. Ich habe einen Gipfel in der Bergkette ausgemacht, wo ein Kreuz oben steht und dort will ich hin. Nach 2 Stunden Kampf durch Gestrüpp und Steinhalden komme ich oben an. Auf dem Weg sind mir 2 Schlangen begegnet, die sich aber nicht als Fleischfresser entpuppt haben, so komme ich noch gut davon. Ich breche einen Stock ab, mit dem ich ab nun immer auf die Steine klopfe um eventuel umherlungernde Schlangen zu warnen. Die Aussicht ist fantastisch aber der Abstieg sehr mühsam. Ständig komme ich ins rutschen und ich weiss nicht wie viele Male ich auf den Ar.... gefallen bin. Einmal bin ich in den ekelhaften Dornengestrüppen hängen geblieben und Kopf voran in dem unter mir liegenden Gestrüpp gelandet. Später blieb einmal mein linkes Bein hängen und der ganze Rudolf sauste den Berg hinunter. Dabei wurde mein Knie komplett durchgedrückt, so dass ich danach kaum mehr auf dem linken Bein stehen konnte. Ich musste aber noch mindestens eine Stunde weiter marschieren um das Dingi wieder zu besteigen. Qual, Qual...

Schliesslich habe ich es humpelnd geschafft und auf dem Boot sofort eine Salbe eingerieben. Danach sitze ich an der Sonne mit einem Apero und einer Zigarre (billiger Stumpen), chatte per Skype mit Peter eine halbe Stunde und geniesse die Zeit.

 

19.3.14

Der Generator springt an, stellt aber nach kurzer Zeit ab, und auch wiederholte Versuche fruchten nicht besser. Mit dem Handbuch in der Hand analysiere ich die Situation. Ich muss scheinbar einen Service machen. Es gibt keinen Trick dieses Verlangen zu verschieben. Also, es wird ein Ölwechsel gemacht. Gut dass ich genügend Reserveöl und einen Ölfilter habe. Nach einer halben Stunde läuft der Generator wieder wie es sein muss. Danach lasse ich auch den heutigen Tag an der Bessereung meines Knies arbeiten. Ich gönne dem Bein Ruhe und salbe es alle paar Stunden ein. Am Abend lege ich eine DVD ein und sehe mir einen James Bond Film an. Ich glaube es nicht, es gibt tatsächlich auch noch einen 007 Film den ich noch nie gesehen habe.

Gegen 2100, ich bin gerade mit dem Film fertig fängt es draussen an zu stürmen. Die Windanzeige steigt bis 30 und 35 KN rauf.

Irgendeinmal geht der Ankeralarm los, ich bin aus dem Sicherheitskreis raus. Ob es die Kette so gestreckt hat oder ob der nker losgerissen ist, ich weiss es nicht. Jetzt ist Action angesagt. Die Felsen vom Ufer sehe ich schon erschreckend nah. Die Wassertiefe ist von 7 auf 4 m geschrumpft. Ohne irgend etwas vorzubereiten drehe ich den Motor an und steure aus der Bucht raus. Ich sehe die Umrisse recht gut da der Mond noch recht hell scheint. Den Anker ziehe ich gleichzeitig hoch, ghabe aber keine Zeit, mich um den 2. Anker zu kümmern. Den ziehe ich einfach mit, bis ich dann nach einer halben Stunde soweit draussen auf dem offenen Meer bin, dass ich anfangen kann, mich um die Dinger zu kümmern. Erstens werden die Positionslichter eingeschaltet, die Schwimmweste angezogen und die Geräte eingeschaltet. Dann gehe ich nach vorne zum Bug und befreie den Anker von einem riuesen Haufen Meeresgrund, der mit hochgezogen wurde. Dann wird der 2.Anker frei gemacht und hochgeholt, all das ist nicht ganz ohne bei Nacht und Dunkelheit und stark schauckelndem Boot, aber es gelingt. Nach einer halben Stunde harter Arbeit bin ich durchgeschwitzt und fertig. Nun muss noch das Dingi, das hinten hängt und mit dem Motor bestückt ist besser gesichert werden, denn dieses tanzt wie wild in den Wellen. Mit einer langen Leine binde ich es sicher fest und so hat es ein bisschen mehr freiraum um mit den Wellen klar zu kommen. Nach einer Stunde bin ich soweit draussen und von den nächsten Inseln entfernt, dass ich vom Motor auf Segel umstelle. Mit nur einem Meter von der Genua draussen, mit Wind querab, läuft die SAMANTHA mit 1,5 bis 2,5 KN von der Küste weg ins offenen Meer raus. Die Wellen sind unangenehm und wie in einer Kreuzsee. Trotzdem versuche ich etwas zu dösen auf der Bank vor den Kontrollgeräten. Gegen Morgen wird es wieder ruhig und ich schlafe noch eine Stunde, mit dem Radarwachkreis eingeschaltet, um danach den neuen Tag zu beginnen.

 

20.3.14

Ganze 20 SM habe nachts gefahren und die muss ich heute wieder zurück. Leider kommt den ganzen Tag kein Wind auf, die haben scheinbar letzte Nacht alle Reserven verbraucht. Motor...Motor... bis in die letzte Bucht von Kroatien direkt an der Grenze zu Montenegro. Hier komme ich nach 55 SM endlich an, obwohl die Bucht von Cavat nur 12 SM Luftlinie weg ist.

Es gibt hier eine kurze Quaimauer, bei der in der ersten Hälfte das Wasser tief genug ist, so dass ich das Schiff längs an die Mauer anlegen kann. Gleich wird mir von einem Mann geholfen und später kommt noch eine ältere Frau vorbei die mir Orangen bringt. Die letzten Bewohner in Kroatien scheinen besonders nette Leute zu sein. In dem Weiler ist alles zu ausser einer Bar, wo ich ein Bierchen schlürfe. Danach kommt noch die Polizei mit dem Schiff vorbei, will die Papiere prüfen und gibt sie wieder nach 10 Minuten zurück. Alles OK. Ich freue mich auf eine ruhige Nacht in der ich wie in Mutters Schoss schlafen werde, denn am Quai fest angebunden ist beruhigend und kaum für Überraschungen gut.

 

21.3.14

Mit schönem Wind segle ich weiter und verlasse heute Kroatien. Montenegro ist der nächste Staat in der Reihe. Es trennen mich bis zur Grenze nur etwa 6SM, aber mit dem Aufkreuzen werden es etwas über 10. Im Hafenbuch lese ich dass ich den Zoll in Zelenika als erstes anfahren muss um einzuklarieren. Ich finde den Zollsteg auch sofort, biinde längs an und gehe zum Kontainer der mit Polizei angeschrieben ist. Freundlich werde ich von einem Beamten begrüsst und gleich weiter zu einem anderen Gebäude, zum Hafenmeister komplementiert.

Auch der Herr Hafenmeister ist sehr nett, erklärt mir aber, dass ich um 7 Tage in Montenegro umherzuschippern, 140 € für ein Vignette hinlegen müsse. Dabei haben die Schweizer es nicht fertig gebracht, die Autobahnvignette von 40 auf 100 Fr aufzustocken ! Hier wissen die wie man mit Ausländern Kasse macht, da könnten wir uns etwas davon abschneiden. Der Hafenmeister ist dann noch so freundlich und schenkt mir eine Gastlandflagge von Monte Negro. Schwieriger wirds, als ich mit der Karte bezahlen möchte. Es stehen zwar 2 Kartenlesegeräte da auf seinem Tisch, aber er weiss nicht wie die funktionieren. Ha..ha...

Schliesslich muss ich meine lieben Euros aus der Tasche kramen und bar bezahlen, denn er bringt es nicht hin mit den Geräten. Weiter gehts dann zurück zur Polizei, die scheinbar auch gleichzeitig Zollstelle ist. Hier gebe ich die entsprechenden Papiere ab und warte, warte, warte..

Verzwifelt töggelt der Beamte auf dem Key-Board umher, das Gesicht wird immer länger und zwischendurch schaut er wieder im Fernseher läuft (scheinbar ein Film). Als er dann zum Tel greift und zwischendurch unter den Tisch krabbelt, wird es mir zu blöd. Ich frage, ob ich zwischenzeitlich in den nahen Supermarkt einkaufen gehen könne. Er findet das eine super Idee und stottert etwas von Systemproblemen.

Als ich wieder auftauche wartet er bereits draussen mit den Papieren in der Hand. Wir verabschieden uns, er geht weiter den Film schauen, ich gehe eine Bleibe für die Nacht suchen. In einer Bucht der nahen Insel, lege ich an einem alten Steg an. Es steht zwar darauf geschrieben, dass man hier nicht anmachen dürfe, aber alles in der Umgebung ist zu Schrott verkommen. Ein Badehaus, eine Villa und viele kleine Bungalos, die aussehen wie Negerhütten und am ganzen Hang verteilt sind. Alles kaputt. Ganz langsam pirsche ich mich an den Steg, ein Auge immer auf dem Tiefenmesser. Schliesslich bind ich an, habe aber nur noch 40 cm Wasser unter dem Kiel. Das  ist ja mehr als eine Handbreit, die man mir allgemein gewünscht hat, und so liege ich gut. Die TV Antenne ist schnell installiert und ein gemütlicher Abend beginnt, gefolgt von ruhigem, tiefem Schlaf.

 

22.3.14

Lange habe ich geschlafen. Als ich den Kopf aus dem Niedergang strecke sehe ich seit längeren wieder Wolken. Die Windanzeige hätte jedem Motorbootfahrer Freude bereitet, sie zeigt nämich "0,0 " an, nicht aber einem Segler. Heute will ich die Bucht von Montenegro besichtigen. Mit dem Motor auf niedrigsten Touren trotte ich durch die Gegend. Man bekommt hier das Gefühl als würde man auf dem Vierwalstättersee fahren. Rundum steile Berge und überall Dörfer. Die Gegend ist tatsächlich so schön, wie man mir das prophezeit hat. In Kotor lege ich am Stadtquai an. Es ist erst Mittag. Ein Spaziergang durch das antike Städtchen ist genau so beieindruckend wie der Besuch von Dubvronik. Ein Teil der Altstadt setzt sich den Hügel hinauf fort zu einer Burg mit einer Festungsmauer, die einem einfach sprachlos macht. Wie haben die das damals geschafft, diese Monsterfestung in die Felsen zu bauen ? Ich bin froh, dass ich es bis hierher geschafft habe und nicht in Tivat angehalten habe. Dort sind auch riesige Bauarbeiten am Hafen imm Gange, denn Tivat soll ein 2. Montecarlo werden. Die haben hier heute wie früher grosses im Sinne.

Gemütlich sitze ich in eine Bar und genehmige mir einen Campari-Orange, während ich im Internet surfe und mit Peter , Patrick und Philippe Skype.

 

23.3.14

Ich habe ihn !!!! Den Übeltäter.

Als ich heute früh, nach 10 Stunden Tiefschlaf aufwache höre ich ein Geräusch, das es nicht geben sollte. Schnell finde ich heraus, dass es die elektrische Bilgenpumpe ist, die nicht abstellt. Im Motorraum sehe ich dann auch, dass die Pumpe zwar läuft, aber nichts herauspumpt.

Ich steige in die Arbeitskleidung, obwohl heute Sonntag ist, baue die Pumpe aus und nehme sie auseinander. Da ist er, eben, der Übeltäter. Eine Wäscheklammer in der Pumpe ! wie kommt die wohl da hinein ?

Alles gereinigt und wieder zusammengebaut, funktioniert sie auch wiefder und pumpt und pumpt, bis dioe Bilge leer ist. Gott sei Dank. Aber.. mit diesem Übel ist es nicht getan. Es ist ein schwarzer Sonntag.

Die Wasserpumpe spinnt ebenfalls, sie will nicht mehr aufhören zu pumpen, auch wenn ich das Wasser abstelle. Ich fummle an ihr herum, ohne genau zu wissen was ich tue. Scheinbar hockt ein Kontakt fest, schliesslich bring ich es hin, dass sie dann doch irgendmal aufhört, aber so ganz in Ordnung scheint sie nicht zu sein. Ich warte Mal ab, vielleicht tut bsie ja morgen wieder. Und,... um nicht schon vor Freude zu plazten, stelle ich auch noch fest, dass der Kühlschrank auch nicht mehr kühlt und abgetaut ist. Das hatte ich schon einmal vor Wochen, dann funktionierte er aber plötzlich wieder, vielleicht tut er ja auch Morgen wieder. Hier muss ein Spezialist her, ich kann da nichts machen. Gut dass es draussen noch nicht so warm ist. Ich werde versuchen in Korfu einen Kühlschrankdoktor zu finden. Warum steigen eigentlich immer alle Geräte am selben Tag aus? Murphy's-Law !

Mit all diesem Scheiss, entscheide ich mich, mein Programm zu ändern. Heute bleibe ich hier, fahre dann Morgen an den Ausgang aus der Bucht und dann direkt nach Korfu, ohne noch einen Halt in Albanien zu machen. Albanien kenne ich ja schon von 2004 (siehe Berichte 2004) und so habe ich etwas Zeit, in Korfu zu versuchen die Dinger in Ordnung zu bringen.

 

24.3.14

Regen, Regen....Regen

Zwischendurch ein Strahl Sonne. Sofort schnalle ich die Schuhe an und will etwas die Beine vertreten. Plötzlich finde ich mich oben auf der Burg ! Ich weiss nicht wie viele hundert Treppenstufen es bis da oben sind, auf alle Fälle viele.

Eigentlich wollte ich heute weiterziehen, aber bei diesem Schittwetter ..., nein danke. Morgen ist auch noch ein Tag.