REISEBERICHT - Juni 2012

Das reparierte Ruder Ruder3.jpg

 

Ruder und Skek sind einwndfrei und wie neuRuder1.jpg

 

Der Propeller ist geprüftpropeller.jpg

 

Wassereinbruch muss repariert werdenreparatur1.jpg

 

Mit Sorgfalt wird repariertreparatur2.jpg

 

Reparierter Fürling

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Abendstimmung in Navarezzeabendstimmung 1.jpg

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Der Chefchef.jpg

 

Geblumte Strassen in Sardinienstrasse sardinien.jpg

 

altes Tor in Villaputzuture.jpg

Über die ganze Korrespondenz per Mail zwischen mir, der Versicherung, dem Experten und der Werft könnte man ein Buch schreiben.
Ich fasse nur kurz zusammen.
Zuerst bekomme ich die Kostenschätzung, bemerke aber schnell, dass die angebotenen Arbeiten, nicht denen auf der SAMANTHA entsprechen, sondern ein anderes Schiff betreffen.
Dann versuchte der Experte in etwa in Englisch zu erklären, dass er die angebotenen Arbeiten zu niedrigeren Kosten einschätze.
Die Versicherung hat, und das muss man sagen, super schnell reagiert und innerhalb von 24 Stunden 50% Anzahlung auf die Kostenschätzung überwiesen.
Dann ging es hin und her zwischen der Versicherung, dem Experten und mir.
Dank einer Bekannten, die perfekt Italienisch spricht, konnte ein konstruktiver und verständlicher Dialog zwischen der Werft und mir hergestellt werden.
Ich schrieb in Französisch, die Bekannte übersetzte das ins Italienische. Die Italienische Antwort übersetzte sie wieder ins Französische.
So erfuhr ich dann dass die SAMANTHA am 15.6.12 fertig zur Übergabe sei.
Mit der Versicherung, deren Schadensbearbeiterin aus Hamburg, am Telefon sehr offen und verständnisvoll war, bin ich nach wie vor am Kämpfen. Der Experte, den ich leider nicht treffen konnte, besteht auf seiner Darstellung des Sachverhaltes, der sich doch um Einiges, von dem unsrigen unterscheidet. Scheinbar gibt es auch Probleme wegen den Übersetzungen und der Interpretierung des Coast-Guard-Protokolls. Nach meiner Ansicht ist der Schlag am Motor mit der Folge der Abscherung der Schrauben die Ursache  des ganzen Übels, nach Ansicht des Experten nicht. Die Differenz auf der Rechnung ist dadurch ganze 12000€.
Ich werde versuchen, mehr zu erfahren, wenn ich das Boot übernehme.
Schliesslich ist es soweit und ich trete die Reise an. Ich habe noch einigen Sachen vom und auf das Schiff zu bringen und somit ist für mich der beste Weg über die Strasse mit dem Auto. Da ich nie wusste wann das Schiff bereit sein wird, bis dann eine Woche vor dem 15.6.12 konnte ich niemanden mehr finden, der mit mir kommen könnte, also fuhr ich alleine.

 

17.06.12

Der Wecker zeigt 0430 als er mit Eindringlichkeit darauf besteht dass ich wach werde.
Alles ist schon seit dem Vorabend bereitgestellt und ich kann pünktlich losfahren.
Nach der ersten Kreuzung schon zeigt mir das Navi an, dass ich um ca 1300 in Civitavecchia sein werde.
Ich hatte am Vortag gehört, dass es am Gotthard Probleme wegen dem Felssturz gebe, also entscheide ich mich den Weg über den San.Bernardino zu nehmen. Es ist zwar schön, aber wesentlich länger als durch den Gotthard. Mein Navigerät verschiebt die Ankunftszeit auf 1500. Da die Fähre um 1500 fährt und man mindestens eine Stunde vorher dort sein soll, wird mir langsam heiss.
In der nähe von Lugano, wechsle ich von der einen Autobahn auf die andere. Dies sei der beste und schnellste Weg und vermeidet die Umfahrung von  Mailand, so haben mir Freunde geraten, die es wissen müssten, denn sie wohnten lange im Tessin. Auch diese Fahrt entlang dem See ist wunderschön, aber wenn man hier zum Teil hinter einem 3-Rad Tuck-Tuck oder einem Touristen herfahren muss und  das Navigerät nach und nach die Ankunftszeit von 1500 bis auf 1615 verschiebt, wird dies Fahrt zur Höllenfahrt und macht kein Spass mehr.
Schliesslich erreiche ich die Autobahn die von Turin  nach Genua führt. Einmal das Ticket bezogen, drücke ich auf das Gaspedal und klebe mich hinter die schnellsten Italiener. Mit 180 bis 200 KmH düse mich so Genua entgegen.
Die Ankunftszeit ist zurück auf 1500, was noch nicht langt, aber es ist ja noch ein Stück  Autobahn vor mir und wenn alle Italienischen Polizisten am Sonntag frei haben…
Pech. Bei Genua stehe ich nun im Stau. Das hätte ich vermieden, wenn ich die gewohnte Autobahn von Lugano nach Mailand und direkt nach Genua gefahren wäre!
Nochmals eine halbe Stunde verloren. Es wird mir heiss, nicht nur wegen der Aussentemperatur von 29°C, nein auch weil mein Inneres kocht.
Endlich habe ich Genua und den Stau hinter mir.
Wieder düst ein Italiener mit 200 Sachen an mir vorbei. Ich hinten nach, schaffe es aber nicht auf längere Zeit hinter ihm zu bleiben, er hängt mich ab.
Ich meinte zu wissen, dass die Limite auf italienischen Autobahnen 110 sei. Habe ich mich getäuscht, denn wenn ich mit 110 fahren würde, wäre ich ein Hindernis auf der Autobahn. Augen zu und durch. Ich schaffe es, schliesslich dass ich um 1415 im Fährhafen stehe. Völlig kaputt und erledigt setze ich mich nach dem Verlad auf einen bequemen Sitz und mach ein Nickerchen. Das habe ich verdient, denn schliesslich bin ich fast 200 Km weiter gefahren und trotz Stau auf den ursprünglichen Fahrplan nur ¾ Stunden verloren.
Abends um 2200 bin ich in der Werft und richte mich auf der SAMANTHA zum Schlafen ein.

 

18.06.12

Es ist 0900 als sich der Werftchef meldet. Ich muss gestehen, die Arbeit die gemacht wurde sieht 100% aus. Wenn man nicht wüsste wie das vorher ausgesehen hat, könnte man glauben es sei nie etwas passiert. Super Arbeit !
Herr Romano, der Chef, bietet mir an, mich von Olbia zurückzufahren, wenn ich mein Auto dort beim Hotel parkiere. Ich will nämlich nicht am Ende der Woche noch am späten Abend nach der geplanten Ankunft der Bahn aus Cagliari nach Porto Cervo mit dem Taxi fahren um das Auto zu holen.
Am späten Nachmittag wird die SAMANTHA ins Wasser gehoben. Danach bereite ich sie für die Reise vor. Am Abend koche ich mir ein Cordon- bleu und Gemüse. Ich hatte am Nachmittag gebunkert.

 

19.06.12

Los geht’s.  Ausserhalb des Hafens treffe ich ideale Segelbedingungen an. Keine Welle und 16-18 Knoten Wind von leicht achtern.
Ich lege Kurs nach Porto Vecchio auf Korsika an. Dort werde ich die mir fehlenden Elektroteile für den Anschluss des neu mitgebrachten Fernsehers kaufen können.
Herrliches Segeln.
1830 fällt der Anker in der Reede vor dem Hafen.
Kottelets und Cous-Cous und zum Dessert ein Eis. Lecker.

Herrlicher ruhiger Abend. Genüsslich sitze ich draussen mit einer Zigarre und einem spannenden Buch.

 

20.06.12

Die Sonne scheint in die Kabine. Ich stehe auf. Schwup- schwup…. Ich habe die Füsse im Wasser.
Der Teppich neben dem Bett ist völlig durchnässt!
Ich gehe auf die Suche und werde schnell fündig, denn mit Wassereinbrüchen auf der SAMANTHA kenne ich mich aus. (War bereits im 2004 ein Problem).
Ungefähr 5 Liter Wasser schöpfe ich unter dem Bett hervor.
Erst verlege ich das Schiff in den Hafen, wo mir der Marinero die Leinen abnimmt. Ich erkläre ihm, dass ich nur für eine Stunde da sei um einzukaufen. Das ist OK so, meint er. Mein erstes Anlegemanöver gelingt mir  wirklich Musterhaft, so dass ein Deutscher Nachbar meint, man sehe schon dass da ein Profi am Werk sei !  Wenn der wüsste, hi hi ha ha !
Eigentlich wollte ich das Fahrrad nehmen, aber die Reifen waren platt und aufpumpen ging nicht. Der Fussmarsch wird mir gut tun, ich bin doch die letzten Tage etwas viel gesessen und habe mich wenig bewegt. Ich hatte Glück. Ich fand bereits im ersten Laden was ich brauchte und musste nicht eine halbe Stunde weiter zum nächsten Dorf marschieren wie beim meinem letzten Besuch in Porto Vecchio.
Auf der wieder super Segelfahrt wechselte ich die Luftschläuche am Fahrrad gegen die neu gekauften aus. Nun blieb die Luft drin.
Es ist gerade 1800 als ich wieder in der Werft von Porto Cervo festmache.

Heute gibt’s einen „dicken“ Apéro. Danach verweile ich mich im Pub und geniesse den EM-Match, einen Hamburger mit Pommes und Bier

 

21.06.12

Der Werftchef Herr Romano ist äusserst genervt. Ich fühle mich sehr unkomfortabel, denn vermutlich bin ich der Grund seines Missmutes.
Am Nachmittag wird die SAMANTHA an den Kran gehängt. Zuerst können wir nicht feststellen woher das Wasser kommt, denn es läuft viel Wasser aus dem Ruder, was normal ist. Wir wollen die Nacht abwarten und Morgen sehen.
Für mich gibt es einen gebratenen Putenschenkel und Bandnudeln, danach Bier und Fussballmatch. Ich muss den wieder im Pub anschauen, denn mir gelingt es nicht, das blöde Fernsehgerät in Gang zu bringen. Entweder ich bin zu blöd oder das Gerät ist mit meiner Installation nicht kompatibel. Ich werde Patrick, der dann im Juli mit Familie segelt, das machen lassen.

 

22.06.12

Sofort um 0900, Arbeitsbeginn, suchen wir gemeinsam nach dem Leck. Nur mit Hilfe von Druckluft, die wir oben einblasen finden wir einen Spalt im Skek, hinter dem Ruder, wo man nicht hinkommt!
Schliesslich, und mit Hilfe von Franka, der Sekretärin, die übersetzt, einigen wir uns, dass der Spalt von der Seite her angegriffen wird, Dazu muss ein Stück vom Skek herausgeschnitten werden. Herr Romano, erklärt, dass wir das so versuchen um wenigstens provisorisch den Wassereinbruch zu stoppen. Er sei bereit, im Herbst, die SAMANTHA nochmals in die Werft zu nehmen, das Ruder abzubauen und die ganze Arbeit nochmals zu machen. Selbstverständlich ginge das alles auf Kosten der Werft und würde mich nichts kosten. Fair, nicht ?
Mit Hammer, Meissel und Flex wird ein Loch von ca 30 x 10 cm in den Skek geschnitten. Wir finden die Schwachstelle. Nun wird  mit Geduld, Schicht für Schicht neu aufgebaut und alles wieder verschlossen, dann noch 2 Anstriche und die SAMANTHA ist bereit für’s Wasser. Die Mannschaft muss extra länger als 1700 bleiben, denn das Schiff muss noch ins Wasser. Wenn alles OK, ist, kann ich die ursprüngliche Planung noch einhalten, wenn‘s ein Problem gibt, ist alles im Eimer.
Wir sind alle gespannt, als die SAMANTHA schwimmt. Zu dritt beugen wir uns in die Bagskiste unter dem Bett. Es ist und bleibt trocken. Halleluja !!!
Ich verabschiede mich von der ganzen Mannschaft und beginne sofort mit dem auftakeln. Leinen los und mit super  Wind brause ich in die Nacht hinein Richtung Süden.
Ein Curry-Geschnetzeltes mit Reis und Erbsen bringen mich in Stimmung. Der Sonnenuntergang und der nachfolgende Sternenhimmel sind eine Wucht.
Der Radar, Plotter und sonst alle Geräte funktionieren einwandfrei, nur der Geschwindigkeitsmesser spielt verrückt. Ich weiss dass ich keine 20 Knoten Fahrt mache um dann gleich danach wieder nur mit 1,5 KN zu dümpeln. Das GPS zeigt eine Fahrt von 6-7 Knoten, und das ist realistisch. Hier muss nochmals ein Spezialist ans Werk. Der Sono-Speed spinnt nämlich, mit Unterbrüchen, schon seit 3-4 Jahren.
Unter herrlichem Sternenhimmel kurve ich um 0200 in La Caletta um die Mole.
Am Quersteg hat es keinen Platz. Ich gehe sofort an die Tankstelle, dort ist noch etwas frei. Das Anlegemanöver ist nicht ganz Ohne, denn der Wind ist ablandig und drückt die SAMANTHA vom Steg weg. Nach kurzem ist sie dann vertäut und ich im Tiefschlaf.
Hup…hup…pfiff…pfiff…., das betrifft sicher mich. Man bekommt dafür mit der Zeit so ein Gefühl für unangenehme Situationen.!
Ich streck den Kopf aus dem Cockpit. Tatsächlich liegt ein Fischerboot mit genervter Crew  neben der SAMANTHA und verlangt Platz. Mit Hilfe eines frühen Besuchers, um 0600 verschieben wir die SAMANHA um 5-6 Meter nach vorne und alle sind zu frieden.
Es ist dann 0800 als ich mit klopfen und SAMANTHA-Rufen wieder aus dem Schlaf geholt werde. Ob ich Diesel brauche? Der Tankwart hat seine Arbeit aufgenommen, früher als ich gehofft hatte.
Wir betanken die SAMANTHA und es fliessen 270 L in den Bauch und bei Ihm 480€ in die Tasche. Quittung ? Nein danke, brauche ich nicht, wird mit einem freundlichen Lächeln quittiert.

Ein kleiner Rundgang im Dorf, mit Besuch des Supermarkets und einem Taucherladen ist angesagt bevor ich dann ablege.

 

23.06.12

1000  genau lege ich ab. Die Segelkonditionen sind so, dass ich das ganze Leben vergessen könnte und nur noch so weitersegeln. Ich trimme die Segel mit Geduld und bis sie absolut perfekt stehen.
Geniessen, geniessen….. Es ist um die 40° und eine kleine Dusche zwischendurch wechseln sich mit einem noch im Tiefkühler wartenden Eiscornet ab. Endlich beginne ich mich zu entspannen. Ich bin trotz allen Hindernissen und Überraschungen im Zeitplan.
Dieser Genuss bleibt mir bis 1900 erhalten, als ich dann in Santa Maria Navarezze am Steg festmache.

Im Restaurant in, der ersten Kurve, geniesse ich die Spagetti Vongole und erstmals auf dieser Reise einen Dorado auf dem Grill zubereitet. In der Hafenbar lasse ich mir nachher noch den Match zu Gemüte führen, bis ich dann glücklich und entspannt in einen Tiefschlaf verfalle.

 

24.06.12

Die See ist glatt wie Öl. Motor…Motor… Heiss, bis 40° wie gestern, nur diesmal kein Lüftchen. Der Schweiss läuft in Mengen.
Mit viel Mut  demontiere ich die Biminiabdeckung, die nach einer seriösen Reparatur schreit (Schon seit einem Jahr). Nun wird erst einmal geklebt, wobei ein grosser Teil davon an meinen Fingern hängen bleibt. Dann wird genäht. Ich will keine neuen Löcher stechen um den Stoff nicht zu schwächen. Die bestehenden Löcher werden genutzt. Diese befinden sich alle 4 mm und das ganze Teil ist 4 m lang. Geduld ist gefragt. Nach Stunden bin ich fertig, die Abdeckung wird montiert und mit Stolz und Genugtuung betrachtet.
Am Nachmittag frischt Wind auf und ich komme doch noch zu einem schönen Segelabschnitt. Es ist 1630 und immer noch drückt die Hitze bei der Einfahrt an den gemieteten Jahres-Hafenplatz. Der Marinero scheint zu wissen, dass die SAMANTHA endlich nach Monaten wieder an ihren Platz zurückkehrt, denn er erwartet mich bereits mit meinen Leinen am Platz.
Das Waschen des Bootes ist auch für mich eine Wohltat, denn ich bekomme recht viel Wasser ab dabei.
Nun wird zusammengeräumt, die Wäsche gemacht und einiges für die morgige Heimreise vorbereitet.
Nochmals ein gutes Abendessen im Restaurant beim Camping mit Fussball, dann geht’s in die Heia.

 

25.06.12

Die letzten Bissen Brot und ein Rührei werden zum Frühstück verschlungen, dann wird aufgeräumt und geputzt. Um 1200 stehe ich am Quai, wo mich ein Freund des Marinero mitnimmt nach Villaputzu zur Bushaltestelle. Er lädt mich nicht am ersten Platz aus, denn hier sei es viel zu heiss, weil es keinen Schatten gibt. Er fährt mich noch 2 Stationen weiter an einen schattigen Platz. (Das ist ein weiterer Beweis der Freundlichkeit der Sarden)
Mit 10 Minuten Verspätung kommt der Bus und wir fahren  in 2 Stunden über die Berge nach Cagliari. Dort kaufe ich das Bahnticket nach Olbia. Die  1 1/2 Stunden Wartezeit geniesse ich unter den Arkaden bei einem Bier. Während den  anschliessenden 3 Stunden Bahnfahrt strapaziere ich meine Augen beim Lesen im spannenden Buch.
Mit Freude find ich das Auto absolut in Ordnung auf dem Hotelparkplatz wieder.
Kurzes Einchecken, dann ab in die Stadt zum Essen.

Leider ist  „meine“ Kneipe am Montag geschlossen und ich setze mich ins nächstliegende Restaurant.  Die Vorspeise hier, hätte in einem Loch im Zahn Platz gehabt, hätte ich welche. Das folgende „ Filet de Manzo“ würde bei uns als Müsterchen präsentiert. Der Hauswein konnte nur Glasweise bestellt werden, 1 dl für 5€, was sonst für einen Liter, meistens auch noch besseren Wein, verlangt wird. Touristenfalle !  Und das Ganze für 50€ !   Es gibt schon  mutige Geschäftsleute. Umgekehrt ist es im 4-Sterne Hotel, wo ich für ganze 65€ in einer Suite einquartiert werde. Rechnet man alles zusammen und dann den Durchschnitt wäre es schon O, wenn die beiden zusammen gehören würden

 

26.06.12

Um 0700 gibt es Frühstück, um 0730 bin ich am Fährhafen. Die Fahrt ist unscheinbar und ich bin mit Lesen so angespannt, dass die Zeit schnell vorbei ist.
In Livorno wird entladen und schon geht die Reise über die Autobahn weiter.
Es zeigt der Thermometer 37° und der Tachometer max. 110 Km/h. Ich will das Glück nicht nochmals herausfordern und schliesslich ist meine Frau keine Fähre die pünktlich und ohne auf mich zu warten abfährt.
Die Fahrt ist ohne besondere Vorfälle, ausser dass ich unfreiwillig eine Siteseeing in Mailand machte, weil ich einen Moment an einer Abzweigung nicht aufgepasst habe.
Am Gotthard wurde die Tunnelsperrung angezeigt. Dies soll um 2200 geschehen. Ich werde erst  ca 10 Minuten später dort sein. Hier winkt das Glück. Tatsächlich erreiche ich den Tunneleingang 10 Minuten nach 10. Die Arbeiter sind gerade daran die Sperrung einzurichten. Ich und ein nachfolgendes Fahrzeug werden gerade noch durchgelassen dann ist zu.
In Göschenen, beim Tunnelausgang beginnen meine Scheibenwischer zu arbeiten. Es regnet  und die Temperatur ist 20° weniger als in der Toscana.
Knapp vor Mitternacht kann ich meine Frau in die Arme schliessen und Ihr endlich erzählen was alles passiert ist. Todmüde falle ich um 0200 ins Bett. Ich muss schnell schlafen, denn mein erster Termin ist bereits morgen Früh um 0800.

 

Nun wartet die SAMANTHA auf Patrick mit der ganzen Familie zum Segelurlaub.

Patrick hat inzwischen den B-Schein erhalten und kann somit selbständig die SAMANTHA segeln