REISEBERICHT - März 2010

 

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Riesen Yachten bis 40 m in der Marina und tausende von kleineren Booten

 

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Patrick begeistert als neuer Skipperkandidat

 

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Gleich gehts los mit Segeln vom Feinsten

 

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Vorbereitung zur ersten einfahrt in Kapy Koyu

 

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Ein schönes Segelgebiet

 

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Einfahrt Kapy Koyu bei Mohammed

 

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Am Steg, Patricks erste Anlandung

 

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Zur Abwechslung ein kleiner Marsch auf den Hügel

 

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Blick von oben

 

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Den Ufern entlang die schönen Buchten anschauen

 

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Einfahrt in die Bucht von Fethjie

 

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Die Strände sind noch leer

 

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Hotelanlagen warten auf die Gäste

 

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Konzentriertes Manövrieren

 

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Die Kaltwasserbucht bei Ali ist noch unbesetzt

 

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Es geht weiter zum Naturschutzgebiet

 
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Türkis-blaues Wasser

 

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Nachmittags gehts ganz schön zur Sache

 

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Es wird bald dunkel, Einfahrt wieder bei Mohammed zum Fischessen

 

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Zurück nach Marmaris, mit super Wind

 

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Rudy beobachtet alles

 

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Patrick schreibt sein Logbuch für die Meilen. 1000 müssen es werden, 500 sind schon gesegelt.

 

Hurra....

Patrick , mein ältester Sohn ruft an, er hat eben die Theorieprüfung für den B-Schein bestanden.Gleich wird geplant.

Am 25.März  gehen wir für einige Tage aufs Boot, das in der Yachtmarina Marmaris auf uns wartet.

 

25.3.1

Pünktlich um 0730 klingelt es bei mir an der Haustüre. Patrick steht mit Sack und Pack bereit. Noch schnell einen Kaffee, dann müssen wir los. Zu Fuss in 5 Min. erreichen wir die Bahnstation.

Mit der SBB über Zug und Zürich erreichen wir den Flughafen. Weil wir uns keine böse Überraschung leisten wollen, sind wir so frühzeitig beim Check-in, dass noch nicht einmal der Schalter besetzt ist.

Aber nach nur 5 Min. Wartezeit können wir einchecken und unser Gepäck abgeben. Dies wird direkt nach Dalaman durchgecheckt, ohne dass wir uns in Istanbul darum bemühen müssen.

Irgendwie und wie alte Waschweiber tratschend verbringen wir die Wartezeit bis wir dann pünktlich bei der Türkisch Airline einsteigen können. Bereits hinter uns haben wir einen Marathon durch den Flughafen, denn die Türkisch Airline steht gewohnheitsgemäss am letzten und am weitesten entfernten Gate, warum auch immer!

Der Flug ist angenehm, die Maschine gut ausgestattet und wie üblich bekommt man auf diesem Flug noch nach alter Väter Sitte eine vollständige Mahlzeit und Getränke serviert, ohne dass man dafür extra seine Börse aus der Hosentasche ziehen muss, und das, obwohl der Flug ja nur gerade 2 ½ Stunden dauert. Die ganze Flugzeit lang, wenn wir nicht gerade beim Essen sind, fachsimpeln wir.

Mit einem lächeln stelle ich fest, dass Patrick die gelernten Theorien eifrig anwenden will. Ich erinnere mich noch gut, wie auch ich anfänglich mich an das Gelernte gehalten hatte, bis ich dann merkte, dass einiges in der Praxis auch etwas einfacher geht. So zum Beispiel, konnte ich Ihm klarmachen, dass ich nicht in jedem Hafen zur Behörde renne, mit Papieren und Pässen bestückt um mich anzumelden. Heute warte ich geduldig, ob mich jemand zum Anmelden auffordert. Klar, in den Marinas ist das anders, denn dort muss man sich ja anmelden um den Platz zu bezahlen, nicht aber bei öffentlichen Häfen. Und so geht die Flugzeit im Nu vorbei.

In Istanbul wechseln wir direkt zum Domestic-Terminal. Nun scheint es, dass wir die vier Stunden Zwischenaufenthalt brauchen können, denn hier stehen so viele Leute vor den Kontrollposten dass man vermuten könnte, es sei zu einem Volksaufstand gegen die Regierung aufgerufen worden.

Nach fast einer Stunde Wartezeit sind wir in der Schlange zwar ein Stück weiter, aber noch lange nicht durch die Kontrolle. Wäre unser Anschlussflug nach 1 Stunde gewesen, hätten wir das Nachsehen.

Jetzt plötzlich erbarmt sich eine nette Polizistin, die übrigens sehr attraktiv aussieht und ohne Kopftuch ihren Job verrichtet, all den Wartenden und öffnet die Abschrankung so, dass wir auch dort durch die Kontrolle können wo steht  „only Turkish Citizen“.

Der Polizist am Schalter schaut mich skeptisch an und will mich gleich zurückschicken, denn ich sehe nach seiner Meinung doch nicht genug Türkisch aus. Die nette Polizistin kommt schnell zu Hilfe und dann geht es doch !  Bei uns in Zürich, werden die Türken an der Passkontrolle genau so skeptisch angekuckt. das ist eben eine Frage des Standpunktes.

Jetzt, da wir die Zeit nicht mehr mit Schlange stehen verbringen müssen, setzten wir uns in das Café, in dem ich schon mit Rita war, und in dem der Kaffee so teuer ist, dass man vermutet, das Kaffeepulver werde mit dem Preis für Goldstaub verglichen.

Hier setzen wir uns und fangen an mit unserem „Steinespiel“, eine Art Domino, das einem so in Bann zieht, dass man kaum aufhören kann. Zudem fordert es die ganze Konzentration, was den Vorteil hat, dass die Zeit schnell verfliegt.
Nach einem weiteren, guten Flug, bei dem wieder eine Mahlzeit serviert wird, erreichen wir Dalaman und nach nur wenigen Minuten kommt bereits das Gepäck auf dem Band. Super diese Türkisch Airline obwohl wir ja ganz günstige Flüge bekommen haben. Für 300.- SFR pro Person von Zürich nach Dalaman und zurück, da kann man wirklich nur staunen.

Am Flughafenausgang wartet ein älterer Herr mit einem Schild, auf dem unser Name steht. Patrick hat einen Shuttelservice per Internet gebucht. Die Kosten sind weniger wie die Taxis und man bekommt einen persönlichen Service.

Nach einer guten Stunde Fahrt erreichen wir die Marina. Wegen der Zeitumstellung ist es auch schon fast 11 Uhr nachts. Ich bezahle gleich den Fahrpreis, der auch die Rückfahrt beinhaltet, bekomme aber weder eine Quittung noch sonst eine Sicherheit, dass wir dann am 2.April auch wieder zurückgefahren werden.  Mal sehen !  Wir verabreden uns mit dem Fahrer für Karfreitag um 0600 an der gleichen Stelle im Hafen.

Ohlala……

Wir stehen direkt hinter der SAMANTHA  auf dem Steg. Nur, wie kommen wir auf unser Boot? Die Hafenmannschaft hat wegen den starken Winterwinden und Stürmen die SAMANTHA mindestens einen Meter weiter vom Steg weg vertäut. Beim Verlassen im September habe ich das Schiff bereits so weit weggebunden, dass ich gerade mit knapper Not den Sprung geschafft habe. Aber jetzt, das ist definitiv zu weit um einen Sprung zu wagen. Links und rechts sind die Plätze frei, so dass ein übersetzen über ein Nachbarschiff auch nicht möglich ist.

Wir stehen eine Zeitlang ratlos da. Ich gehe Mal auf Erkundungstour, ob ich etwas finde, mit dem ich übersetzen kann. Irgendwo werde ich mir ein Dingi oder eine Brett ausleihen.

Ich werde fündig, schultere ein langes Brett und schon bald ist die SAMANTHA so am Steg, dass ein normaler Schritt genügt.  Das Brett wird zurückgelegt und das Entern des Schiffes beginnt.

Wir sind beide von der langen Reise und dem ewigen Warten so müde, dass wir sofort in die Kojen fallen, nach dem wir noch den Strom angeschlossen und uns einen Willkommensdrunk genehmigt haben. Alles andere richten wir dann Morgen ein.

 

26.3.10

Es ist schon bald 0900 als ich erwache. Patrick ist wegen den Kindern gewohnt, früh aufzustehen und so war es auch heute. Ich habe nichts gehört als er schon früh zur Dusche ging und auch gleich fürs Frühstück eingekauft hat. Jetzt gibt es erst einmal einen Kaffee und ein gutes Stück Brot mit Käse.

Nach und nach richten wir unser Schiff ein. Ich bin darauf bedacht, dass Patrick alles kennen lernt, was das Schiff betrifft. Wir ersetzen die defekte WC-Pumpe durch die neue, die ich mitgebracht habe, ziehen alle Segel auf und schlagen alle Taue und Leinen an. Der Besuch beim Zoll ist besonders wichtig, denn unser Schiff ist unter Zollverschluss und muss erst ausgelöst werden. In der Yachtmarina ist das eine leichte Sache, denn der Verantwortliche für den Zoll im Hafenbüro ist äusserst nett und hilfsbereit. Mit dem Aufziehen der Genua müssen wir bis zum Abend warten, denn der Wind ist hierzu viel zu stark und kommt dazu noch aus der falschen Richtung.

Putzen, einrichten und alles auf dem Schiff kennenlernen, damit verbringen wir den ganzen Tag, ohne Stress.

Am Abend nehmen wir den Kleinbus in die Stadt. Im Souk ist nichts los. Nur 20% der Geschäfte sind offen. Ich frage einen Ladenbesitzer warum die Geschäfte heute zu sind. „Keine Touristen“ !

Die Saison beginnt erst nächste Woche, nach Ostern.

Nun bleibt uns nur noch der Gang ins Restaurant. Ich finde das kleine Eckcafé, wo ich mit Rita schon einmal gegessen habe. Auch heute ist es sehr gut, typisch Türkisch und dazu sehr günstig.

Wir erreichen den zweitletzten Bus, fahren zurück, genehmigen uns den Schlummertrunk und ab geht’s, in die nun herrlich, neu bezogene Bettwäsche. Ich verziehe mich unter die Decke, denn draussen wird es am Abend doch recht frisch.

 

27.3.10

Obwohl wir an Bord nun genügend Wasser gebunkert haben, benutzen wir nochmals die öffentlichen Duschen. Diese sind wie ich schon letztes Mal festgestellt habe, in einwandfreiem Zustand, sauber und ordentlich.

Einige Esswaren aus dem Hafen-Supermarkt nehmen wir noch mit, man weiss ja nie, ob die Restaurants unterwegs schon offen sind.

Von Kapi Koyu , bei Mohamed, hatte ich gehört, dass er dieses Jahr an allen Wochenenden offen habe.

Direkt nach dem Frühstück legen wir los mit dem Ziel, heute Abend bei Mohammed zu speisen.

Kaum aus dem Hafen, empfängt uns eine leichte Brise, so dass wir gleich Segel setzen und herrliches Segeln geniessen. Die SAMANTHA läuft wunderbar, das heisst, dass wir keinen grösseren Bewuchs mitschleppen.

Der Wind ist recht frisch aber im Windschatten ist es herrlich warm denn die Sonne scheint schon recht kräftig. Wir kommen gut voran. Patrick kontrolliert, ob sich all die gelernte Theorie in der Praxis auch anwenden lässt. Es wird gepeilt, gekoppelt und die Geschwindigkeit gemessen. Es funktioniert !

Amüsiert schaue ich zu und erinnere mich an meine ersten Törns nach der Theorieprüfung. Heute nimmt man das alles etwas gelassener und ganz besonders dann, wenn man das Segelgebiet ja bereits kennt.

Kaum sind wir um das letzte Kap herum, wird es richtig ungemütlich. Der Wind hat tüchtig zugelegt und zeigt sich in seiner gewohnten Nachmittagsstärke. Wir peilen den Durchgang zwischen den Inseln an, wo wir dahinter die Kapy Koyu ansteuern wollen. Patrick segelt und segelt, zwar im 2.Reff aber dennoch gut gelaunt. Ich werde langsam unruhig, denn in diesen sehr engen Passagen zwischen den Inseln weiss man nie, wie sich der Wind verhält und was einem erwartet.

Ich mach mich dann doch direkt vor der Einfahrt in die Passage bemerkbar. Patrick holt nun doch die Segel ein und startet den Motor. Mir ist gleich wohler.

Schliesslich hat uns die Passage mit nichts besonderem überrascht, aber eben, man weiss es erst danach.

Die Anlandung an den Steg meistert Patrick Super und ohne Schwierigkeit. Vorteil ist, dass noch viele Plätze frei sind und wir genügend Platz haben für dieses erste Manöver.

Nach dem wohlverdienten Ankerdrink geniessen wir unser erstes Abendessen bei Mohammed. Er selber ist nicht da, aber „seine Jungs“ machen das ja auch gut.

 

28.3.10

Frühstück und dann gleich Leinen los, obwohl das Meer wie eine Öllache flach ist.

Heute üben wir erst einmal mit Motor.

Der Küste entlang besuchen wir eine Bucht nach der anderen.

In einer Bucht hat ein Künstler am Abhang zum Wasser mit Steinen eine fliegende Möwe dargestellt. Wir nennen sie nun die Mövenbucht. Vermutlich sind wir nicht die Einzigen, aber in den Büchern haben wir nichts gefunden, das daraufhin deutet.

Hier in dieser stillen  Bucht ist das Restaurant noch nicht in Betrieb. Wir üben das Anlegen mit und ohne Bugstrahlruder, lernen das Verhalten des Schiffes und das Manövrieren unter Motor. Nachdem Patrick mehrere Anlandungen am Steg super hingebracht hat, schleichen wir weiter der Küste entlang und erkunden einen grossen Teil des Gebietes.

mit 2 Ankermanövern wird das Programm ergänzt. Das erste Mal reisst Patrick beim Eindampfen den Anker raus, beim zweiten Mal geht’s besser und der Anker hält.

Die Wassertemperatur ist leider erst bei 18°C. Für mich zu kalt zum Baden. Schade, denn das Wasser ist so sauber wie bei uns im Wasserglas und lädt wirklich zum Baden ein. Brrrr…..

Wieder erwacht der Wind so gegen 14 Uhr. Wir profitieren noch, kreuz und quer durch die Bucht zu segeln, bis wir dann noch auf diem Idee kommen, das gegenüberliegende Fetjie anzulaufen, denn dort  war ich bislang noch nie.

Gesagt getan. Unter vollen Segeln kreuzen wir in die Bucht vor der grossen Stadt  ein, bestaunen all die riesigen Touristenanlagen  (alle noch im Tiefschlaf), drehen eine Runde und nehmen Kurs auf Göcek, unserem Tagesziel.

Langsam wird es am Himmel dunkel. Böse Wolken ziehen auf und über den Bergen im Westen fällt Regen. Ob wir es schaffen? Ob uns das Gewitter auch begrüssen wird ?  Es wird eine Zitterpartie, aber am Ende bleiben wir bis auf einige wenige Tropfen  verschont.

In die teure Marina wollen wir nicht, und im Stadthafen sieht es recht leer aus.

Ein Versuch, per Funk Kontakt aufzunehmen scheitert. Also, wir müssen uns selber irgendwie einen Platz finden. Ich schlage vor, zwischen den beiden Stegen anzulegen. Hier hat es einige Boote, aber noch genügend Platz. Langsam , ganz langsam fahren wir ein und gehen die Situation erkunden.

Es liegen keine Moorings. Ich bereite den Anker vor, Patrick steht am Ruder.

Eine Schlaufe fahren , Anker runter und rückwärts na den Steg. Alles ein Kinderspiel, denn den Wind haben wir ja direkt von vorne.

Die Leinen sind fest, wir sind  gerade dabei die Passerelle vorzubereiten als zwei Einheimische, die aber perfekt Deutsch sprechen uns anraten, uns auf der anderen Seite des Steges anzubinden, denn der Wind könnte zum Sturm auflaufen und uns an den Steg drücken. Er sei schon seit 20 Jahren hier mit seinen Schiffen und kenne sich aus.

Man soll eigentlich nie Ratschläge von einheimischen in den Wind  pusten.

Trotzdem stinkt es mir, jetzt wo alles, trotz des starken Windes so gut funktioniert hat und unser Schiff angebunden ist, umzulegen.

Auf der anderen Seite, sollte ich als „Lehrer“ mit einem guten Beispiel vorangehen !

Kann ja auch eine gute Übung sein, und Patrick zeigen, dass man auf einem Boot nicht unbedingt dann Feierabend hat, wenn man meint, sondern erst dann, wenn man absolut sicher ist, das alles in bester Ordnung und sicher ist.

Auf, Leinen los, Anker einholen.  Denkste !  Plötzlich spüre  ich, dass der Anker hängt. Der Kettenzähler fängt auch noch im gleichen Moment an zu spucken und zeigt unmögliche Zahlen an.

Jetzt wird es heikel. Ein falsches Manöver und wir sind gefangen. Ein Charterboot neben uns ist seit heute Früh so mit dem Anker verheddert, dass man nun auf einen Taucher warten, der sie befreit, damit die Reise weiterhegen kann.

Patrick lässt mich ans Ruder und geht nach vorne. Wichtig ist nun, dass ich weiss, wo die Kette liegt.

Langsam manövriere ich mich über den Anker und ziehe ihn unter der Mooringkette, die im Hafenbecken liege, raus.  Beim zweiten Anlauf ist das Manöver gelungen und wir kommen frei.

Auf der Gegenseite des Steges kommen wir durch die Anweisungen unserer „Freunde“ mit fast 50m Kette und den beiden Achterleinen dann am Steg so sicher zu liegen, dass wir ruhig am Abend in die Stadt gehen können.

Die Gefangenen auf dem Charterboot sind durch unser Manöver ermutigt worden, ebenfalls in der gleichen Art, sich aus ihrer Lage zu befreien und starten den Versuch. Nach einigem , etwas unkontrolliertem hin und her, kriegen auch sie den Anker hoch. Der hat sich aber in ein ganzes Bündel von alten Festmacher- und Mooringleinen verhackt. Der Skiper , kurz entschlossen springt mit einem Messer bewaffnet ins kühle Nass und schneidet all die Leinen ab.

Wir schauen dem Schauspiel zu. Scheinbar ist auf dem Boot aber niemand, der das Schiff sauber manövrieren kann

Es wird ein schauerliches Schauspiel. Das Boot schlägt fast an den Steg, rammt gegen andere Boote und kann nur mit Hilfe der Zuschauer von Schaden bewahrt werden. Der Skipper versucht schwimmend das Schiff zu erreichen. Nein, man fährt weg, und dann mit Volldampf wieder rückwärts  und überrollt den Schwimmenden fast. Schliesslich, nach einer Zeit, die mir viel zu lange erscheint, gelingt es dem armen Kerl sich auf sein Boot zu hieven. Schnell zieht er etwas über, denn scheinbar ist er fast erfroren.  Es ist ein Grund mehr, sich die Mühe zu machen, ein Crewmitglied so auszubilden, dass das Schiff auch ohne Skipper kontrolliert gefahren werden kann. Die Mühe kann sich lohnen.

Es ist heute Sonntag. Wir gehen , nachdem der Muezzin uns seine letzten Tagesgebete kund getan hat, in die Stadt. Ich suche wieder das Kebab Hospital auf. Es ist noch sehr still im Dorf und man rüstet sich überall für die in der kommenden Woche beginnende Saison vor.

Als einzige Gäste werden wir von einer Mannschaft von  6 Köchen herzlich empfangen.

Ich frage, ob wir zum Essen von dem so köstlichen Ofenbrot haben könnten.

Leider sei heute Sonntag, und am Sonntag würden sie kein Brot backen, beteuert mir der Gastgeber mit mitleidiger Miene.  Ich müsste halt nebenan, im Supermarkt Brot kaufen gehen.  Ist doch der Hammer !  Gerade auf das Brot, das uns so köstlich geschmeckt hat, sollen wir verzichten. Es ist ein Jammer.

Nach dem ersten Bierchen werden uns die Vorspeisen serviert, und siehe da, mit einem breiten Grinsen im Gesicht bringt uns der Chef auch das von uns so gewünschte Brot.  Spassvögelchen, aber gut gemimt.

Das Essen ist gut, wie erwartet und auch der Wein schmeckt ausgezeichnet. Noch ein kleiner Verdauungsspaziergang durchs Städtchen, dann fallen wir nach einem ereignisreichen Tag geschafft in die Kojen.

 

29.3.10

Der erwartete Sturm hat uns seine Aufwartung nicht gemacht, dafür hat der Wind gedreht und ich erwache in der Früh als die SAMANTHA voll am  Anker in der Kette hängt.

Frühstück wie gewohnt, Leinen los und gleich profitieren vom herrlichen Windchen mit Kurs zur Kaltwasserbucht bei Ali. Es hat merklich abgekühlt und wir müssen uns mit Pullover und Jacke warm halten. Trotzdem scheint immer wieder die Sonne zwischen den Wolken durch, so dass Patrick sich am Nacken einen leichten Sonnenbrand holt. Wir holen uns den Wetterbericht aus der Schweiz : Schnee bis in die Niederungen und kalt.

Whow, da geht es uns ja doppelt gut.

Am Nachmittag fahren wir bei Ali in die Bucht. Tote Hose. Es nähert sich ein kleines Motorboot mit zwei jungen Kerlen. Die bestätigen, dass Ali erst an Ostern, nächstes Wochenende kommen würde. Wir könnten aber gerne bei Ihnen in der Nachbarbucht im Restaurant guten Fisch essen, denn sie hätten bereits geöffnet. Wir werweissen. Lediglich die noch viel zu frühe Zeit, lässt und zur Weiterfahrt entscheiden. Wir segeln noch um das nächste Kap, an einen Ort, der als ökologische Sperrzone deklariert ist.  Es ist dort sehr schön, das können wir feststellen, obwohl wir wegen einer gespannten Kette nicht weiterfahren können. Wie wohl türkische Grüne aussehen ? Ob die auch mit randlosen Brillen, strähnigen haaren und gestickten Socken daherkommen ? Trotzdem, ich finde es gut, dass schöne Gebiete entsprechend geschützt werden, obwohl man ja eigentlich den grössten Teil, des Segelgebietes in dem wir das Glück haben, uns zu bewegen, schützen müsste, und dann wäre es vorbei mit unserem Vergnügen.

Es ist erfreulich, dass die Türken eine sogenannte Umweltpolizei hat, die während der Saison die Buchten abfährt und das Verhalten der Schiffsbewohner kontrolliert. Es ist Pflicht, Schmutzwassertanks zu führen. Es dürfen Landleinen nicht an Bäumen festgemacht werden, Müll kann bei den Restaurants am Steg ende abgegeben werden und wird eingesammelt und trotzdem darf man überall an den Stegen kostenlos anbinden und ist nicht einmal verpflichtet, sich auch dort zu verköstigen. Die Türken verstehen etwas vom Tourismus, und ich denke, machen damit ganz gute Geschäfte. Dazu kommt die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Fröhlichkeit der Bevölkerung.

Es wird schon fast dunkel. wir laufen wieder bei Ali ein und machen fest.

Nur ein einziges Boot ist neben uns am Steg, die Saison beginnt erst in 4 Tagen.

Es war ein  längerer Segeltag, und nun wird ein einkilöniger Fisch für uns gegrillt.

Wie schon der ganze Tag ist es merklich kühler und wir sitzen mit der ganzen, unterbeschäftigten Mannschaft oben im Restaurant , in der mit Planen geschlossenen Hütte am Kaminfeuer. Wir essen, sie spielen ein Spiel, eine Art  Rummi.

 

30.3.10

Heute soll es gemütlich wieder in Richtung Marmaris gehen. Ein Segeltag, wie man sich das nur träumen kann. Guter Wind und aus gewünschter Richtung, Sonne. Zum vollendeten Glück fehlen nur noch die Frauen.

Unser Ziel in der Bucht von Ekincik ist das Restaurant am Hang wo Rita und ich letzten Herbst so gut gegessen haben.

Direkt nach der Umrundung des letzten Kaps wird uns klar, dass heute nichts wird mit unserem Traum, denn das Restaurant ist mit Brettern zugenagelt. Es liegen 2 Boote am Steg. Wir werden  dort anlanden.  Ein Marinero gibt uns Zeichen, uns hinter dem Steg zwischen die beiden anderen Boote zu legen. Wir drehen och eine Runde und machen alles zum Anlegen bereit.

Es ist nicht einfach an diesen sehr engen Platz zu manövrieren aber Patrick macht das mit einer Ruhe und Gelassenheit, die schon einem erfahrenen Skipper gleich kommt., und das nach erst einer Woche Training.

Auf der einen Seite liegt ein Katamaran mit 2 Familien und eine ganzer Horde von Kindern. Die eine Tochter ist bereits von der Pubertät befallen, etwas was aus jungen Mädchen so richtige Gören macht. Diese hier sieht sich als Superstar, trotz ihrem nicht sehr attraktiven Äussern. Sie flaniert neben uns an der Gangway entlang als wäre es ein Catwalk. Dauernd wird an den Haaren herumgezupft, als könnte Sie damit unsre Aufmerksamkeit erwecken. Wir amüsieren uns köstlich.  Die kleineren Buben benutzen den Cat als praktisches Turn- und Klettergerät. Mir wird manchmal flau im Magen, wenn die für ihr Alter übertollkühnen Kletterparaden vollführen. Die Eltern geniessen derweil den Apero. Diese Jungs werden sicher einmal grosse Seemänner. Ob die junge Lady auch Ihren Traum als Model verwirklichen kann ?  Da müsste Mutter Natur noch ein hartes Stück Arbeit vollbringen. Aber Träumen ist ja nicht verboten und wie viele träumen auf einem Segelboot ?

Die anderen Nachbarn, ein junges amerikanisches Pärchen, vrsucht die meiste Zeit, mit einem Angel an einer Schnur das Mittelmeer leer zu fischen.  Scheinbar sind die schon länger unterwegs und wissen kaum mehr etwas mit der Zeit anzufangen. Normalerweise fangen Männer an das Schiff zu putzen. Hier ist diese Phase scheinbar schon vorüber.

Wir überlegen, ob wir die etwa  zwei Kilometer lange Strecke zum Hotel in der Bucht marschieren sollen um zu essen, oder aber selber kochen. Was, wen das Hotel auch geschlossen ist ?

Könnte ja sein.  Wir kochen. Für diesen Eventualfall haben wir ja eingekauft und nun kommen die Hühnerbrüste als „ Geschnetzeltes“ mit Bandnudeln und Erbsen auf den Tisch.  Auch Schweizer Essen kann gut sein. Den längeren Abend verbringen wir mit unserem Dominospiel und ausgedehnten Plaudereien über das Segeln.

 

31.3.10

Heute Abend wollen wir zurück in Marmaris sein. Hierzu haben wir alle Zeit der Welt. Auf den Schiffen neben uns ist noch Nachtruhe als wir Frühstücken. Als wir dann nach vorgerückter Morgenzeit loslegen strecken alle andern auch schon die Köpfe aus den Luken.

Quer über die Bucht Motoren wir erst einmal. Ich möchte Mal die verschiedenen im Buch beschriebenen Ankerstellen sehen, denn ich kenne nur eine und dort schaukelt es immer fürchterlich. Rita kann davon ein Liedchen singen.

Vor uns nach dem Kap erwarten wir den Wind, der uns zurück nach Marmaris tragen soll. Und so war’s.

Ich kann vor Glück auch diesen Segeltag nicht beschreiben. einfach alles super. Patrick will auf halber Strecke auch noch die farbige Besanfock aufziehen, was wir dann auch tun. Das Glück strahlt förmlich aus seinen Augen als das farbige Segel oben ist und wir einen weiteren Knoten zulegen.

In der Bucht von Marmaris ist die Tageszeit soweit vorgeschritten, dass der Wind auf seine übliche spät nachmittägliche Stärke aufdreht. Mit 25 Knoten auf der Nase müssen wir in die Marina einfahren und dann geht’s quer zum Wind zwischen den Stegen entlang und dann rückwärts an unserem Platz einparken, wo wir die Landleinen mit den Federn liegen haben.

Ich fordere Patrick auf, sich für die Anlandung vorzubereiten. Alles macht er gut und richtig, nur mit dem Funkgerät will er sich nicht anfreunden. Wir müssen die Marina anfunken, damit die uns helfen können , falls… und uns die Landleinen annehmen. Ist normal, nur man muss eben die Ankunft funken, das gehört zum Können eines Skippers.

Nichts zu machen. Patrick hat bei dem Funkgerät so viel Respekt wie der Teufel bei einem Weihwasserbecken.

Rudy, „der alte Skipper“ funkt, meldet unser Ankommen an und bittet darum, dass man uns assistiert.

Kein Problem.

Mit Patrick bespreche ich die Strategie. Wir wollen erst am Steg vorbei und dann Rückwärts in einem  „L“ an den Platz einparken.

Erst funktioniert es auch, nur, dann drücken uns Böen quer zum Schiff gegen die erste Bootsreihe. Es könnte knapp werden. Wenn wir die zum Teil sehr flachen Mooringleinen fangen, sind wir gebucht.

„Patrick, fahr nochmals vorwärts raus, wir fangen nochmals von vorne an, wir sind zu nahe an den Leinen“ das habe ich kurz vorgeschlagen.

Wir fahren  draussen nochmals eine Runde. Diesmal wollen wir vorwärts einzufahren , gegenüber  eine Lücke suchen und dann rückwärts zurück an unseren Platz.

Gesagt getan, es klappt wunderbar und Patrick gelingt eine erste Anlandung unter absolut widrigsten Bedingungen. Alles geht ohne auch nur ein Boot zu touchieren oder sonst irgendwo anzuecken.

Die Marineros , vier an der Zahl, sind gewappnet und bereit einzugreifen.  Es ist nicht nötig.

Stolz wie ein Pfau geht Patrick danach auf der SAMATHA auf und ab und kontrolliert nochmals alle Fender und Leinen.

Wir gehen von Bord um uns in der Hafenbar einen wohlverdienten Ankerdrink zu genehmigen.

Als wir zurückkommen liegt neben uns ein Ami mit seinem Schiff. Er hat vorwärts eingeparkt und meint, es sei ganz schön schwierig gewesen. Beim anlanden hat er eine Mooringleine erwischt und muss nun einen Taucher haben, der die Leine wieder vom Schaft nimmt. Noch während wir mit Ihm ein Schwätzchen halten, kommt ein anderes Boot eingefahren. Die Marineros stehen auch da bereit, können aber den Zusammenprall mit dem einen Boot beim einparkieren nicht verhindern. Es schrubbt und schrabbt, bis dann endlich auch diese Boot an seinem Platz festgezurrt ist. Danach geht ein Geläufe los. Es kommen Hafenarbeiter, es kommen Versicherungsleute, Bootshandwerker und viele mehr. Es werden der Schaden begutachtet und Kosten geschätzt. Der Skipper hockt da wie ein begossener Pudel. Es ist auch nicht schön, wenn ein Urlaub mit einem Schaden endet und den Urlaub entsprechend verteuert. Er tut mir leid, so wie er da hockt und sinniert, Glücklicherweise ist seine Frau dabei cool geblieben und hat keine Anzeichen von nahender Scheidung ausgestrahlt.

Der böse Wind.

Später in der Hafenbar feiern wir ruhig und in aller Stille unseren gelungenen Törn, und nach dem Essen  strahlen dann die Äuglein noch mehr, denn der Wein ist auch gut in der Türkei.

Das Essen war gut, aber nicht so hinreissend wie uns das der Kellner versprochen hatte. Wir liessen uns überreden, einen Othmanentopf zu bestellen, der soll so gut sein, dass wir nie mehr etwas anderes essen wollten. Gut, man kann’s ja mal probieren, jedoch hätte ich eigentlich aus Erfahrung wissen müssen, dass Türken die besten Verkäufer sind. Das beweisen die ja täglich im Souk, wo man aufpassen muss, dass einem nicht alte Türkinnen als heiratsfähige Jungfrauen angedreht werden. Es ist halt der türkische Charme.

Na gut, schlecht war ja das Lammgeschnetzelte nicht, nur war da leider auch noch etwas vom alten Bock mit rein geraten, aber, der Wein hat’s dann schon gerichtet. Und, spätestens nach dem Schlummertrunk war alles egal, Hauptsache das Bett war am richtigen Ort.

 

1.4.10

Heute ist erster April.

Kopfschmerzen haben wir beide keine. Der Wein hat nicht nur gut gemundet, er muss auch von guter Qualität gewesen sein, obwohl er auch Zahlbar war.

Ich werde heute wegen dem Datum höllisch aufpassen. Aber scheinbar kennt man das mit dem 1.April in der Türkei nicht, denn alles ging glatt über die Bühne. Die SAMANTHA wurde wieder unter Zollverschluss gelegt, wir haben die Fendersocken bordofarbig, wie die Scheuerleiste, bekommen und damit das Boot geschmückt. Das übliche Procedere wurde ganz gemütlich den ganzen Tag über abgespult und einige kleine Reparaturen ausgeführt. Patrick hat sein Logbuch nachgeführt und  bis am Abend war alles so, dass wir die SAMANTHA hätten verlassen können. Einzig das Einholen der Genua hat mir etwa Sorge gemacht. Drei Versuche haben wir unternommen, mussten aber jedes Mal aufgeben weil der Wind zu stark war. Irgendmal gegen Abend gab’s einen Moment, wo es uns gelang die Genua einzuholen und im Salon zu  verstauen. Uf….

Ich fragte dann unseren netten Ami-Nachbar, ob wir eventuell unser Schiff in der Früh über sein Boot verlassen dürften, was er uns sofort und selbstverständlich erlaubte. Somit konnten wir noch am Abend vor dem Schlafen gehen unsere SAMANTHA wieder weit genug vom Steg  vertäuen und mussten nicht in aller Herrgottsfrüh noch das Schiff umlegen.

Heute Abend wollen wir nochmals schön Essen im Hafenrestaurant, Fisch ist bei mir angesagt.

Auf der Speisekarte finde ich einen Dorado mit Balsamico-Sauce. Hört sich doch gut an, nicht ?

Mit tänzerischem Flair und den Teller elegant auf der Hand am ausgestreckten Arm balancierend bringt mir der Kellner den so sehnlichste erwarteten Fisch.

Hat es in der Türkei in den letzten Tagen eine Ölpest gegeben, bei dem die Fische im schwarzen Schweröl verendet sind ?  Ich habe nie was davon gehört.  Mein Fisch liegt bis zu den Rückenflossen in einer schwarzen öligen Brühe.  Tatsächlich, es ist mehr oder weniger reines Balsamico. Balsamico ist eine Art Essig und schmeckt auch entsprechend. Wir verwenden das um mit einigen Tropfen dem Tomaten-Mozarella-Salat etwas Pfiff zu geben. Aber hier, da in meinem Teller liegt ein Fisch, der mit einer halben Flasche Balsamico ertränkt wurde!  Wehmütig versuche ich Fischstückchen möglichst unbehelligt aus dem Essig zu ziehen. Schade. Ob der Koch etwas gegen Schweizer hat, wegen der Minarettinitiative, und hier eine super Gelegenheit gefunden hat, sich zu rächen oder ob einfach in der Küche ein Unfall passiert ist, oder , aber kaum zu glauben, dass der Koch das gut und originell findet?

Noch die halbe Nacht stört mich der schale Geschmack von Essig im Mund.

 

2.4.10

Es ist 0500 als der Wecker rasselt.

Kurz die letzten Sachen zusammenpacken, Strom aus, alles abschliessen und über das Nachbarschiff verlassen wir die SAMANTHA. Wir wollen noch Duschen, rasieren und Zähne putzen in der Hafenanlage. Um 0600 sollte unser Fahrer kommen.  Ob der wirklich kommt, denn das Geld hat er ja schon ?

Es ist unglaublich, wir hätten unsere Uhr danach richten können so pünktlich erscheint der gleiche Fahrer wieder. Die Fahrt zum Flughafen geht schneller als die Hinfahrt. Vermutlich hat der Fahrer noch ein „Date“ oder aber es gibt erst Frühstück wenn er wieder zu Hause ist.

Der Flughafen ist noch fast im Dunkeln und keine Check-in Schalter sind besetzt. Wir beginnen den langen Tag mit Warten.

Der Rückflug bis Zürich ist ein Spiegelbild des Hinfluges, alles gleich, nur in umgekehrter Abfolge. Fliegen mit Essen, 4 Stunden Warten, Fliegen mit Essen,  Ankunft in Zürich. Hier gibt es einen wesentlichen Unterschied. Wir Schweizer warten in der gleichen Schlange vor dem Zoll, wie alle Anderen, im Gegensatz zur Türkei, wo die Einheimischen nicht in der allgemeinen Warteschlange anstellen müssen, sondern eigene Schalter haben!!!!

Es lebe der Patriotismus. Ich frage mich schon seit zig Jahren, ob es richtig ist, dass wir Schweizer, wenn wir nach Hause kommen, genau gleich gefilzt werden müssen wie ausländische Gäste, es ist doch schliesslich unsere Heimat und nicht der Besitz von einem Zöllner?  Warum funktioniert das so in anderen Ländern und bei uns nicht ? Jedes Mal ärgere ich mich, dass wir Schweizer, wenn wir zu uns nach Hause kommen, wie Fremde behandelt werden !

Wenn ich in ein anderes Land reise, akzeptiere ich, dass ich dort als Fremder behandelt werde, denn ich gehe ja als Gast dorthin und bin ein Fremder, nicht aber bei uns. Die Türkei könnte hier ein Beispiel für Patriotismus sein.

Rita holt uns am Flughafen ab, übergibt an Patrick seine Autoschlüssel, damit er auf direktem Weg nach Hause fahren kann. Wir nehmen den nächsten Zug und beenden unsere Reise gemütlich mit der SBB.

 

Wann ich das nächste Mal die SAMANTHA besuchen kann weiss ich noch nicht. Es kommt sehr auf die geschäftlichen Verpflichtungen an. Geplant ist vorerst einmal im September.