REISEBERICHT - September 2010

 

 

 

 

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Erster Abend im ehmaligen Club Faya
Clifti Limani ALARGA

 

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Happy landing

 

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Der Steg

 

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Glückliche Mannschaft

 

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Essen wie immer gut

 

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Bei Ali  Kapy Koyu
Sollich oder soll ich nicht ?

 

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Eine Oma beim Kopfsprung, nicht schlecht !

 

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Therese und Rudy beim konzentrierten Spiel

 

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Auf wiedersehen ALI

 

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Kurzbesuch in der Bauernbucht

 

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Anfahrt Monastir-Bucht

 

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Am Steg beim Restaurant in der Monastir-Bucht

 

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Die Quellenbucht

 

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Der wackelige Steg in der Quellenbucht

 

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Anfahrt  Göcek.

 

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Zufriedene Therese

 

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Essen im Kebab-Hospital in Göcek

 

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Traumschöne Gegend mit vielen kleinen Buchten

 

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Anfahrt  Ecencick

 

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Gemütlicher Abend im schönen Restaurant

 

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So kann türkisches Essen auch sein...

 

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... oder so

 

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Das Restaurant ist voll

 

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Einer hat Geburtstag, der Wirt ist gewappnet.

 

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Glückliche Rita und Rudy nach dem guten Essen, wie auch ....

 

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...Francois und Therese

 

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Francois und Therese auf dem Tagesausflug nach Dalan. Fahrt durch die Schilflandschaft.

 

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Die Gräber von Dalan

 

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2 süsse Hundchen, die möchte Therese gleich mitnehmen

 

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Kleiner Bummel durch Dalan

 

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Oh happy day....

 

 

Bereits im Frühjahr musste Rita in der Firma den Sommerurlaub bekannt geben und so haben wir willkürlich die letzten 2 Wochen im September gebucht. Für Francois und Therese war das auch ok so und für mich passt es sowieso nie, aber ich muss mich dann eben danach einrichten !

 

18.09.10

Gleich in der Früh erledige ich noch letzte Aufgaben im Büro, dann düse ich nach Hause, zieh mich um und schleppe die voll gepackten Taschen vor die Wohnungstüre. Rita meint, was willst du denn schon gehen, wir sind noch 2 Stunden zu früh. Zeitung lesen, Kaffee trinken und warten bis es halb zwölf ist. Jetzt starten wir los, nehmen den Zug bis Thalwil, wo uns Therese auf dem Bahnsteig erwartet. Sie steigt zu uns und weiter geht die Reise bis nach Zürich-Flughafen. Den Check-in Schalter finden wir schnell. Dort stehen die Leute schon Schlange. Ein Schalter ist nicht besetzt, bis ein junger Mann kommt und uns einlädt, direkt bei Ihm einzuchecken.
Gesagt getan, und nun haben wir alle Zeit der Welt. Wir bummeln in  der Einkaufspassage herum, entscheiden uns, noch etwas zu essen, denn der Tag wird noch lange und vor der Ankunft im Hafen heute Nacht, wird es nichts mehr zwischen die Zähne geben.
Warum ich alleine mit zwei  Frauen die Reise  antrete ?
Nicht dass ich mir ein Harem zugetan hätte, nein, Francois ist noch in Hamburg und wird uns am Montag abend in Marmaris treffen. Bis dahin bin ich ein Hahn im Korb mit zwei hübschen Frauen.
Der Flug mit Air Berlin nach Bodrum und die Taxifahrt zur Marina verlaufen reibungslos, ausser das der Fahrer nicht weiss wo in Marmaris die Yacht Marina ist. Ich muss ihm ständig Anweisungen geben, damit wir an unser Ziel kommen und nicht in irgendeiner Marina abgesetzt werden. Ich stelle mir das so vor, dass der Fahrer Leute, die sich nicht auskennen, bei irgend einer Marina absetzt und die dann krampfhaft versuchen das gecharterte Schiff zu finden! Und das, dann auf Türkisch.
Es  ist schon 1100 , die Türkische Zeit ist gegenüber uns um 1 Stunde vorgestellt, als wir noch ins Restaurant im Hafen gehen und nach etwas Essbarem fragen. Man erklärt uns höflich, dass die Küche geschlossen sei, man uns aber gerne von den kalten Vorspeisen (Meze) servieren würde. Zusammen mit einem kühlen Bier kommt Vorfreude auf den Urlaub auf. Eigenartig ist nur, dass die Belegschaft ihr Abendmahl  gleich neben uns einnimmt, und das ist alles gekocht, was die sich da hereinziehen. Vonwegen, Küche geschlossen ! Macht aber nicht, es war für uns gut so.
Kurzes geschäftiges Treiben auf dem Schiff und meine beiden Damen sind eingerichtet. Die erste Nacht auf der SAMANTHA können wir gemütlich schlafen.

 

19.9.10

Es ist schon richtig warm, als wir uns aus den Kojen pulen. Rita und Therese gehen erst Einkaufen fürs Frühstück.
Heute werde ich das Boot herrichten und die beiden neuen Wasserhahnen die ich mitgebracht habe in den Toiletten montieren, dann soll der neu reparierte Kartenplotter angeschlossen werde, Wasser Tanken und ein paar andere Kleinigkeiten. Alles in Allem wird es ein gemütlicher Tag, ohne Stress, aber mit beachtlicher Temperatur. Die beiden Damen legen sich an den Pool und geniessen so den ersten Urlaubstag.
Abends fahren wir mit dem Kleinbus nach Marmaris, durchkreuzen den Souk in allen Richtungen ( nach späterer Aussage der Beiden, viel zu schnell ), danach gehen wir zum Ali Baba essen. Rita wollte nicht zu "meinem Freund", weil sie dort das Essen nicht besonders erbauend findet. und recht hat sie gehabt. Bei Ali Baba essen wir super gut und richtig Türkisch. Da der Supermarkt gleich gegenüber bis Mitternacht offen hat, gehen wir dort noch einkaufen und holen uns die Sachen, die wir im Hafen-Markt nicht einkaufen wollen ( zB. grün angelaufener Schinken und angefaultes Gemüse).
Mit voll gepackten Taschen reiten wir mit dem Kleinbus zurück, wobei wir mit den Taschen den Weg zwischen den Sitzen barrikadieren, so dass die Mitfahrenden noch zu etwas Gymnastik kommen um den Bus verlassen können.

 

20.9.10

Gleich in der Früh drückt schon den Schweiss aus den Drüsen, es ist heiss und es weht kein Lüftchen. Heute ist nach dem Frühstück "Grosseinkauf "angesagt. Wie immer bringt uns ein Angestellter all die Lebensmittel, Wasser, Wein und Bier direkt zum Boot. Die beiden Ladies zieht es zum Pool, während ich noch die administrativen Pflichten erledige und den elektronischen Kartenplotter in Gang bringe.  Nachmittags bin auch ich am Pool und geniesse das dolce vita des Urlaubes.
Spät abends entert dann auch Francois die SAMANTHA, so dass die Crew nun vollständig ist.

 

21.9.10

Nach dem Frühstück laufen wir aus. Unser gesetztes Ziel ist im Südwesten. Nach dem Wind im Hafen sollte das kein Problem sein. Draussen auf freier See, müssen wir feststellen, dass der Wind  aus Süd-West weht, so dass wir aufkreuzen müssten. Wir ändern unseren Reiseplan und drehen ab in Richtung Nordwest. Neues Tagesziel, der Club Faya, von wo wir gute Erinnerungen aus 2004 haben.
Bequem schaffen wir unsere Tagesetape und legen am Nachmittag am Steg vor dem Club an. Einiges hat sich geändert, aber man erkennt die Anlage noch. Gemütliches Bad im Pool, danach Spaziergang dem Strand entlang. Vor dem Eindunkeln geniessen wir ein Fläschchen  Rosé bevor wir zurück auf dem Schiff uns für das Nachtessen vorbereiten. Das Essen mit den vielfältigen Meze (Vorspeisen) ist köstlich, der  Wein gut und die Stimmung auf höchstem Niveau.

 

22.9.10

Bereits in der Nacht habe ich festgestellt, dass der Wind stark aufgefrischt hat. 0930, nach dem Frühstück, wie immer an Bord eingenommen, legen wir ab und lassen uns von dem recht starken Wind dahin schieben wo wir eigentlich schon gestern wollten. Francois und ich entscheiden bei diesem  achterlichen Wind, unseren Balooner zu setzen (das ist ein besonderes Segel, das man nur braucht wenn der Wind von hinten kommt). Bei der Amel ist das so genannte "Ausbaumen" eine recht aufwendige Angelegenheit und dauert je nach Übung zwischen 15 und 20 Minuten. Da wir schon länger nicht mehr ausgebaumt hatten, brauchen wir etwas mehr Zeit.  Kaum fertig mit der Arbeit, dreht der Wind und zwar so, dass wir mit Wind von der Seite (raumer Wind) zwar unser Tagesziel ansteuern können, aber die ganze Ausbauminstallation wieder abbauen müssen. Es ist 1720 als wir in der Kapy Koyu bei Mohammed am Steg anlegen. Wir sind heute fast 40 SM herrlich gesegelt. Francois mixt uns den Ankerdrink (Martini Orange). Danach wird gebadet im herrlichen Wasser von 27°C. Abendessen bei schönster Atmosphäre , gutem Wein und ausgelassener Ferienstimmung.

 

23.9.10

Es ist noch alles ruhig in der Vorderkabine. Rita und ich nehmen den nahe liegenden Hügel, den mit der Fahne, in Angriff. Beim Aufstieg geraten wir etwas zu stark nach rechts und müssen dann eine kleinere Kletterpartie in Kauf nehmen, sehr zum Missfallen von Rita.  Wir schaffen es trotzdem, die Spitze zu erklimmen. Die herrliche Aussicht tröstet über den etwas missglückten Aufstieg hinweg.
Wieder unten in der Bucht angelangt, erwartet uns ein fertig gedeckter Frühstückstisch.
Heute segeln wir einfach so, ohne Ziel, in der Bucht herum, machen einen Ankerstop zum Baden und geniessen einfach das Wasser, das Wetter und das Leben.
Späteren Nachmittag legen wir in der kleinen Bucht Sassala an. Mohammed hat uns diesen Tipp gegeben.
Die Anlage ist gut, jedoch würde ich diesen Tipp nicht weitergeben, so erbauend war hier eigentlich nichts. Sicherlich ist der Betreiber ein naher Verwandter von Mohammed.

 

24.9.10

Genau wie gestern ist der heutige Tag. Segeln, Ankern, Baden. Abends legen wir nach 20 SM-Segeln in der Quellenbucht an. Hier wissen wir, dass das Essen gut ist und so freuen wir uns auch auf den Abend.
Beim Abendessen kommt ein Paar an unseren Nachbartisch. Er wird auf ca 50 geschätzt und sie auf die Hälfte. Wenn man jemanden eine "Göre oder eingebildete Tussi nennen darf, dann war das wirklich eine. Wir amüsieren uns köstlich über deren ausgefallenes Verhalten. Minirock und high heels sind ja wohl eine eigenartige Aufmachung für ein Abendessen am Strand und wo man über einen klapprigen Holzsteg zum Boot muss. Der Kellner musste dann Madame eine Decke bringen, denn Madame hatte plötzlich etwas kühl in ihrem spärlichen Kleidchen, an dem nur soviel Stoff war, dass eine türkische Bauersfrau gerade  noch das eine Hosenbein einer traditionellen Hose hingezaubert hätte.
Wir haben uns bösartig amüsiert und immer wieder gefragt, wie ein Mann in gestandenem Alter sich so was freiwillig antun kann.

 

25.9.10

In der Quellenbucht ist es bekannt, dass es dort alte, in Fels gehauene Gräber gibt.  Therese, Francois und ich ziehen los, um das zu erkunden. Nach einer halben Stunde sind wir nicht fündig geworden, haben aber eine Wasserleitung entdeckt, die sicherlich von einer Quelle herkommen muss. Daher der Name
Quellenbucht ?
Therese und ich wollen es wissen. Francois zieht es vor zurückzugehen. Wir beide kraxeln immer weiter den Berg hinauf, immer der Wasserleitung folgend. Dann, nach fast einer Stunde landen wir in einer riesigen Oliven-Plantage, ganz oben am Berg, von wo aus man ins nächste Tal sehen könnte, würde einem der Blick nicht von den Bäumen verdeckt. Die Wasserleitung geht aber noch weiter, links auf einen Berg. Wir lassen es dabei, dass wir den Pass erreicht haben und steigen wieder ab.
Sowie wir zurück auf dem Schiff sind, zeigt uns Francois vom Boot aus, gleich gegenüber am Hang und nur einige zig- Meter oberhalb des Wassers, die Gräber !
Frühstück, wohlverdient.
Nach dem Frühstück lasse ich mich beim Masseur, neben dem Restaurant meinen verspannten Nacken für ganze 20€ massieren.
Ab zu einem weiteren gemütlichen Urlaubstag. In einer nahe gelegenen Bucht  rasselt der Anker und die Damen wünschen die Wochenwäsche zu erledigen. Die Zeit wird vertrieben mit Baden und lesen und einem kleinen Nickerchen.  Am Abend legen wir im Stadt-Hafen von Göcek an.  Beim Anlegen zieht der Marinero so stark an der Mooringleine, dass ich befürchte, die Leine könnte in den Propeller geraten, da ich aber nicht Türkisch kann und er nicht Schweizerdeutsch, kommt keine Vertändigung auf.
Nachdem sich unsere Liebsten gesteilt haben, flanieren wir durchs Städtchen, geniessen ein schönes Bier und später setzen wir uns beim Kebab Hospital an den Tisch. Das Essen ist wie immer ausgezeichnet und der Besitzer macht auch wie üblich seine Spässchen.
Nach dem Essen folgen wir den Tönen von türkischer Tanzmusik und treffen so auf einen Festplatz, wo das Fest der Hochzeit gefeiert wird. Es ist schon richtig pompös, wie die Türken so ein Fest feiern. Wir schauen noch eine Weile zu, bevor wir uns noch einen Schlummertrunk in einem Strassencafé genehmigen und uns dann in die Kojen verkriechen.

 

26.9.10

Vormittags wollen Therese und Rita noch auf den Markt. Francois und ich gehen auf die Suche nach Landleinen, die ich schon länger kaufen will. Wir fragen in verschiedenen Läden immer nach den gleichen Leinen. Die Preise variieren um 100%. Schliesslich kaufen wir dort wo wir sie am günstigsten bekommen 2 Leinen von je 50 Meter.
Zurück auf dem Boot sind auch unsere Mädels bereits da.
Wir wollen loslegen und die ca 25 SM bis zu Ali segeln, obwohl heute das Wetter nicht sehr erbauend ist. Regen ist angesagt.
Heckleinen los! Mit Motor will ich aus dem Liegeplatz steuern, aber denkste. Das Boot hängt unter Wasser an einer Leine. Das ist die Mooringleine von gestern. Hab ich's doch geahnt. Dieser dämliche Marinero!
Tauchzeug heraus und absteigen in das nicht sehr anmächelige Hafenwasser. Ich sehe kaum etwas, taste mich vor bis zum Propeller und da sehe ich es. Die Leine ist ganz schön verwickelt. Nach kurzer Arbeit sind wir frei und ich steige wieder auf. Nun  setzen wir die Mooringleine und die dünne Holeleine wieder zusammen. Der Marinero von gestern beäugt uns die ganze Zeit und nun kommt er auf das Nachbarschiff und erklärt uns, dass das so nicht gehe und wir 150€ bezahlen müssten. Wofür ?  Für die Leine zu ersetzen ! Hast wohl nicht alle Tassen im Schrank, dummes kleines Marinerolein, bist es doch Du gewesen, der die Leine so unter das Schiff gezogen hat, bis der Propeller sie erfassen konnte!
Schliesslich einigen wir uns, dass ich die dünne Holeleine von 10 Meter ersetze, dann ist alles ok. Im nahe gelegenen Laden kaufe ich 10 m für  4€, verknüpfe die Leinen und lasse das ganze vom so wichtigen Marinero inspizieren und absegnen. Dann legen wir endgültig los und segeln bis zur Kaltwasserbucht, zu Ali.
Bei Ali sind wir kurz nach 1700 und können gleich das erste Mal die neuen Landleinen einsetzen.
Ali ist ein ganz besonderer Typ, mit einer mehr oder weniger bewegten Vergangenheit. So hat er unter anderen auch einmal eine deutsche Frau gehabt, und deren Tochter Sahra, arbeitet nun in seinem Restaurant.
Wie immer ist das Essen bei Ali sehr gut und wir amüsieren uns mit Ihm ganz besonders. Heute hat er jedoch wenig Zeit, denn eine Flottille mit ca 12 Schiffen voller Engländer hat ebenfalls die Kaltwasserbucht zum Ziel genommen, und die sind alle auch hungrig.
Der erwartete Regen kommt nicht, aber es windet ganz schön, zum Leidwesen meiner Rita, die findet, dass es zu stark schaukelt.

 

27.9.10

In der Früh ist ganz schön was los neben uns. Die ersten Schiffe die loslegen haben alle irgendwie den Anker verheddert. Wir hocken an Deck und geniessen das "Hafenkino". Herbert, ein süsser Österreicher weiss einfach nicht, wie man den Anker von einer Kette des Nachbarschiffes befreien kann. Der Skipper hat keine Zeit, denn er muss sich im das Boot kümmern, das gefährlich zwischen den Felsen und  unserer SAMANTHA  hin und her pendelt. Ich schlage dem Skipper vor, sich bei uns längs zu legen und sein Boot festzumachen, damit er sich um die Befreiung des Ankers kümmern kann. Das macht er dann auch , aber inzwischen hat Herbert bereits eine Leine durchgesäbelt, die eigentlich für etwas anderes auf dem Schiff gedacht war. Noch mehr Schiffe haben die Ankerketten übereinander gelegt, aber kaum eine Mannschaft weiss wie man sich davon befreit. Schon eigenartig was die Leute zum Führerschein alles lernen!
Nachdem der grosse Haufen aus der Bucht ist, legen auch wir los. Francois bietet sich an, ins kalte Wasser zu springen und die Landleinen loszubinden. Gestern hat uns Ali die Leinen abgenommen und gesetzt, denn wir haben unser Dingi nicht ausgepackt, nur wegen diesem einen Mal
In der Kaltwasserbucht ist tatsächlich das Wasser um 3-4°C
kälter als in den anderen Buchten.
Mit vollen Segeln steuern wir wieder nach Norden und legen in der Monastir-Bucht am Steg längsseits an.  Mit Rita unternehme ich einen Spaziergang entlang dem Wasser wo wir einige Zeitzeugen alter Tage in dieser Bucht entdecken. Das Abendessen ist hervorragend und wir sind der Meinung, dass wir in der Vergangenheit gut und gerne auch hier hätten anlegen können.

  

28.9.10

Wieder so ein Tag. Baden und Faulenzen. Zwischendurch fülle
ich noch die Tauchflasche neu auf und erledige ein paar Kleinigkeiten, nur damit ich nicht vor Faulheit anfange zu stinken.
Ganze 6 SM legen wir zurück und finden uns am Abend wieder bei Mohammed. Wir haben gehofft, hier unsere Freunde Jo und Monica zu treffen, aber scheinbar sind Sie in anderer Richtung unterwegs. Noch einmal Calamari, und das ganze Programm, denn Morgen geht es bereits heimwärts zu.

 

29.9.10

Ein Segeltag vom feinsten. Unser Ziel ist nicht weit. Wir wollen auf dem Rückweg in Ecencik bei dem schönen Restaurant halt machen.  Erst um 1100 legen wir los und um 1600 sind wir bereits am Ziel und festgezurrt am Steg. Wir haben schön Zeit, einen oder zwei oder mehr Apéro's zu trinken. Schliesslich sind ja die Ferien bald fertig. Am Abend machen sich unsere Täubchen ganz besonders hübsch und wir geniessen unser Abendessen unter einem herrlichen Sternenhimmel und lauer Temperatur. Obwohl die Tische mit richtigen Tüchern gedeckt sind und Stoffservieten angeboten werden, ist das Restaurant nur ca 30% teurer wie die kleinen Kneipchen in den Buchten. Man muss einfach über einige Kleinigkeiten hinwegsehen, dann ist das hier in Ordnung. Ich finde es störend, dass jedes
Mal der so übliche Wein, der auch zu einem anständigen Preis zu haben ist, zufällig ausverkauft ist und nur noch teure Weine zu haben sind. ( Das war jedesmal so, nicht nur zufällig einmal ). und besonders blöd finde ich es, dass der Chef, die wandelnde Menükarte, jedes Mal versucht noch zusätzlich zum Bestellen von Pommes und Salat zu animieren, obwohl die Gerichte alle schon üppig mit Beilagen und Salat serviert werden.
Aber eben "Geschäft ist Geschäft" und die die einmal darauf hereingefallen sind , wissen es ja das nächste Mal.

 

30.9.10

Vormittags gehen Therese und Francois auf den von hier aus zu machenden Ausflug mit einem Fischerboot nach Dalan. Durch die Schilflandschaft, vorbei an der Schildkrötenbucht ist erste Anlaufstation die Ruinenstadt, danach geht's weiter nach Dalan, wo die grossen Felsgräber sind.
Zwischenzeitlich lege ich vom Steg los und fahre hinaus um dort meinen elektronischen Kompass neu zu regeln, denn dieser zeigt im Moment alles um 180° verkehrt. Drei Runden , ganz gemütlich muss ich drehen und dann noch eine Feineinstellung vornehmen, dann ist alles wieder OK.  Wäre doch blöd, wenn wir statt  nach Marmaris, im Norden,  in den Süden in den Libanon fahren würden.
Kurz nach Mittag kommen Francois und Therese vom Ausflug zurück und wir legen ab um am späten Nachmittag an unserem Ausgangsort in der Marina in Marmaris anzulegen.
Hier gehen wir erst einmal für eine Nacht länsseits beim Kran, weil wir morgen noch den Tank auffüllen wollen.

 

1.10.10

Francois und ich arbeiten am Boot, die Damen kümmern sich um Wäsche und sonstige Sachen und im Verlauf des Vormittags bekommen wir auch den Diesel Angeliefert. Danach verlegen wir die SAMANTHA auf ihren Winterschlafplatz und pulen uns noch etwas am Swimmingpool. Abends ist nochmals Marmaris, Souk und Abendessen bei Ali Baba auf dem Programm.

 

2.10.10

Packen und Putzen. Motor und Leitungen spülen, Tank leeren und was sonst noch so anfällt in letzter Minute. Pünktlich um 1500 stehen wir geduscht und gekämmt am Eingang zur Marina. Die SAMANTHA ist ordentlich gepflegt und für den Winter eingemottet.

Wir warten und warten.  
Um 1515 ist der Fahrer immer noch nicht da. Ich telefoniere zur
Taxizentrale und melde unsere Besorgnis an. Ich müsse an eine andere Stelle telefonieren. Das tue ich. Hier erklärt man mir, dass man  nicht zuständig sei, ich soll doch nochmals dort anrufen wo ich das erste Mal angerufen habe. Das tue ich. Kurz darauf bekomme ich einen Rückruf. Die Strasse nach Marmaris sei für eine Stunde gesperrt gewesen, der Fahrer käme so ca 1600.
Um 1600 immer noch  kein Fahrer da. Ich rufe wieder an. Der Fahrer stehe am Gate. Es hätte 3 Eingänge, wo wir seien ?
Es gibt keine 3 Eingänge, wir sind bei der Yacht Marina. Nein, es gibt 3 Eingänge, der Fahrer steht davor. Ich verliere die Geduld und übergebe mein Telefon dem Sicherheitsmann am Tor, soll der doch denen erklären wo wir sind. Es dauert nochmals 20 Minuten, dann kommt der Fahrer angebraust, freundlich und mit offenem Hosenschlitz. Er entschuldigt sich nach allen Regeln und erklärt, dass er bei einer anderen Marina gewartet hat. Habe ich auch fast vermutet. Schliesslich schaffen wir es dennoch, genug früh zum Flughafen zu kommen um einzuchecken. Sicher ist für mich nur, dass ich nie mehr bei dieser Firma den Transfer buche. Schon beim Hinweg hat der Fahrer nicht gewusst, wo er uns abladen muss und nun das noch bei dem Rücktransport. Meine Handykosten dürften wohl die Differenz im Preis zu der Firma, mit der ich schon 3 x reibungslos gereist bin um ein Mehrfaches übersteigen, und den Ärger kann man nicht beziffern.
Der Rückflug und die Heimreise waren nach all dem Anfang kein Problem mehr.

 

 

Das nächste Mal ist geplant, im April, um die Osterzeit, die SAMANTHA von Marmaris über Zypern, Malta und Tunesien nach Sardinien zu überführen. Das werden spannende 3 Wochen und ca 1050 SM. Ich freue mich jetzt schon darauf und werde dann auch darüber berichten.  
Kapitän Rudy